> > > Jacques Offenbach: Musique symphonique et ballets d'Orphée aux Enfers: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Howard Griffiths
Dienstag, 21. Januar 2020

Jacques Offenbach: Musique symphonique et ballets d'Orphée aux Enfers - Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Howard Griffiths

Tanz in der Unterwelt


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Diese Einspielung zeigt: 'Orpheus in der Unterwelt' von Jacques Offenbach hat mehr als nur Gesang zu bieten.

Ob klassikaffin oder eher modernerem Sound aufgeschlossen: Wer kennt nicht den 'Cancan' von Jacques Offenbach, der zu den populärsten Melodien der E-Musik überhaupt gehört? Der auch als 'Höllengalopp' bezeichnete Tanz stammt aus 'Orpheus in der Unterwelt', jener Operette, die 1858 den Ruhm des Komponisten begründete und bis heute seine am häufigsten gespielte ist. Dies allerdings meist in der zweiaktigen Urfassung oder in Mischformen, nie aber mit den drei Balletteinlagen der opulenten Version in vier Teilen und zwölf Bildern, die Offenbach 1874 für das großräumige Théâtre de la Gaîté komponierte.

Nun aber, da der Deutschfranzose anlässlich seines 200. Geburtstags mit zahlreichen Wiederentdeckungen geehrt wird, kommen auch solche Trouvaillen zu Ehren. Dank des unermüdlich forschenden Offenbach-Kenners Jean-Christophe Keck konnten sie wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – im Konzertsaal, wie neulich in Wien, und seit kurzem auch auf CD. Sie bestehen aus dem 'Ballet Pastoral' der Schäferinnen und Schäfer, die sich im ersten Akt am idyllischen Erdenleben erfreuen, weiter aus dem filigran gewirkten 'Divertissement des songes et des heures' im zweiten Akt, in dem die Götter ihre Träume samt vergehenden Stunden zelebrieren. Zentraler Höhepunkt ist das gut 30-minütige Divertissement 'L‘Atlantide ou Le Royaume de Neptune' im dritten Finale. Wie in einer maritimen Pralinenschachtel finden sich Krabben, Karpfen, Kröten und anderes Meeresgetier zu einem Unterwasserspektakel im mythischen Atlantis zusammen. Alle feiern Eurydike mit einer reizenden Abfolge von Märschen, Polkas, Walzern und vielen anderen beschwingten Tanznummern.

In besten Händen

Sie sind beim Dirigenten Howard Griffith, der schon etliche sinfonische Raritäten eingespielt hat, in besten Händen. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin steht ihm ein brillant aufspielender Qualitätsklangkörper zur Seite. Die Musik prickelt, perlt und schäumt, kommt leichtfüßig und mit tänzerischer Grazie daher. Und der 'Cancan'? Den gibt es natürlich auch zu hören und zwar gleich zweimal. Er steht als Rausschmeißer am Ende der beiden ergänzend eingespielten Orpheus-Ouvertüren: der subtil gearbeiteten, für die Produktion von 1878 eingefügten von Offenbach selbst und der 'Ouverture de Concert'. Sie wurde von Carl Binder 1860 für die Wiener Premiere komponiert und ist ein effektvolles Potpourri aus den bekanntesten Nummern, mit dem ‚entfesselten Höllengalopp als rauschendem Schluss‘, wie es treffend in der informativen Einleitung heißt. Das Klangbild des Albums ist tadellos und maximiert den ausgesprochenen Spaß beim Hören.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Jacques Offenbach: Musique symphonique et ballets d'Orphée aux Enfers: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Howard Griffiths

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:

CD
761203530120


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Offenbach, Jacques
 - Ouverture -
 - Le Royaume de Neptune - L'Orage
 - Le Royaume de Neptune - Scherzando
 - Le Royaume de Neptune - Pas de trois
 - Le Royaume de Neptune - Transformation
 - Le Royaume de Neptune - Marche
 - Le Royaume de Neptune - Valse
 - Le Royaume de Neptune - Polka
 - Le Royaume de Neptune - La Naissance de la perle
 - Le Royaume de Neptune - Variations
 - Le Royaume de Neptune - Finale
 - Le Royaume de Neptune - Apothéose
 - Ballet Pastoral - Entrée des bergers
 - Ballet Pastoral - Petite marche - Très modére
 - Ballet Pastoral - Les Faunes
 - Ballet Pastoral - Final


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Dirigent(en):Griffiths, Howard
Orchester/Ensemble:Deutsches Symphonie-Orchester Berlin


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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