> > > Russian Music for Solo Violin and Orchestra: Annelle Gregory, Kyiv Virtuosi Symphony Orchestra, Dmitry Yablonsky
Montag, 27. Januar 2020

Russian Music for Solo Violin and Orchestra - Annelle Gregory, Kyiv Virtuosi Symphony Orchestra, Dmitry Yablonsky

Ziemlich nüchtern


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Annelle K. Gregory kann mit ihrer Aufnahme von Sergej Tanejews Konzertsuite kaum überzeugen. Eine bessere Figur macht sie in Nikolai Rimskij-Korsakows Konzertfantasie.

Die ersten Eindrücke dieser neuen Platte sind weniger positiv. Annelle K. Gregorys Geige ist klanglich im Vergleich zum Kyiv Virtuosi Symphony Orchestra viel zu stark hervorgehoben, die Balance wirkt nicht natürlich. Und von einer artikulatorischen Gestaltung der jungen Solistin kann im Prélude von Sergej Tanejews Konzertsuite op. 28 kaum die Rede sein. Dieser erste Satz ist ohnehin nicht der stärkste des Werkes, wofür natürlich die Interpreten nichts können, doch das recht eintönige Dauerlegato der Solistin macht ihn auch nicht gerade interessanter. Das ändert sich zwar im zweiten Satz, einer Gavotte, doch technisch ist ihre Leistung hier nicht allzu brillant, und der Satz wirkt auch etwas behäbig, verglichen mit anderen Einspielungen. Davon gibt es nicht allzu viele, aber immerhin hat auch ein David Oistrach Tanejews Suite gespielt, und zwar mit keinem Geringeren als Kurt Sanderling am Pult.

Bemerkenswertes Werk

Tanejews Konzertsuite ist nicht allzu bekannt, aber ein bemerkenswertes Werk: In fünf Sätzen und ungefähr einer Dreiviertelstunde hat Tanejew ein ausgesprochen buntes und vielseitiges Werk geschaffen, inspiriert und nie langweilig, häufig in Anlehnung an ältere Musik. Sehr viel gelungener als die beiden ersten Sätze ist in der Neuaufnahme der düstere, mit 'Märchen' betitelte dritte Satz: Sowohl Solistin als auch Orchester realisieren hier die Vorgaben der Partitur und die damit verbundenen Stimmungen plastisch und inspiriert. Leider ist im folgenden Variationensatz der Eindruck wieder eher blass. Die ruhigen Variationen sind gut gelungen, doch andere Interpreten, zum Beispiel Pekka Kuusisto und das von Vladimir Ashkenazy geleitete Helsinki Philharmonic Orchestra, brennen in diesem Satz ein wahres Feuerwerk ab. Ähnlich ist die Situation im Finale, einer Presto-Tarantella. Bemerkenswert ist allerdings, wie viele Details Dmitry Yablonsky am Pult des Kyiv Virtuosi Symphony Orchestra hier aus Tanejews ziemlich üppig gesetzter Partitur heraus arbeitet.

Erstaunlicherweise gibt es nur wenige Aufnahmen von Nikolai Rimskij-Korsakows Konzertfantasie op. 33 über russische Themen, dabei enthält dieses kurze, hier 15 Minuten lange Werk einige jener bezaubernden Stellen, die wohl nur ein Rimskij-Korsakow schreiben konnte. Dennoch ist es insbesondere leider schwierig, eine wirklich befriedigende Aufnahme zu finden. So lässt etwa Aaron Rosand einen kurzen, eigentlich wunderschönen Teil aus und Lydia Mordkovich spielt fast unerträglich langsam. Obwohl also Annelle K. Gregorys Vortrag an einigen Stellen expressiver sein könnte und der Tonfall dieser Neuaufnahme grundsätzlich ziemlich nüchtern wirkt, schneidet sie daher insgesamt gar nicht schlecht ab: Die Kontraste sind wirklich sehr gut umgesetzt, Das Orchester spielt extrem transparent, die Tempi wirken stimmig.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Russian Music for Solo Violin and Orchestra: Annelle Gregory, Kyiv Virtuosi Symphony Orchestra, Dmitry Yablonsky

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313905270


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Rimsky-Korsakow, Nikolai
Tanejew, Sergej


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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