> > > Beethoven, Ludwig van: Musik zu Goethe's Trauerspiel Egmont op.84: Elisabeth Breuer, Robert Hunger-Bühler, Helsinki Baroque Orchestra, Aapo Häkkinen
Freitag, 4. Dezember 2020

Beethoven, Ludwig van: Musik zu Goethe's Trauerspiel Egmont op.84 - Elisabeth Breuer, Robert Hunger-Bühler, Helsinki Baroque Orchestra, Aapo Häkkinen

Ohne Theateraura


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Eine gediegene historisch informierte Lesart von Beethovens berühmter selten zu hörender Schauspielmusik.

Zum Jahreswechsel 2018/19 konzertierte das Helsinki Baroque Orchestra mit der Musik zu Beethovens 'Egmont', und rechtzeitig zum Beethoven-Jahr liegt diese gediegene Produktion auf CD vor. Gleich die Interpretation der Ouvertüre lässt aufhorchen – sie dauert rund vier Minuten länger als bei Roger Norrington oder Martin Haselböck. Aapo Häkkinen arbeitet Beethovens dynamische Strukturen nicht in allen Möglichkeiten heraus (Unterschied Forte/Fortissimo schon auf der ersten Partiturseite). Anrührend natürlich Elisabeth Breuer als Clärchen – man beklagt nicht Intonationsunsicherheiten oder verunglückte Stimmfärbungen, gerade dies passt in diesen Zusammenhang weit besser als eine edle Jubelstimme einer Gundula Janowitz.

Der direkte Vergleich mit Haselböcks Lesart der Schauspielmusik erweist allerdings sogleich den viel stärkeren dramatischen Zugriff Haselböcks; bei ihm sind wir nicht im Konzertsaal wie bei Häkkinen, sondern atmen Theaterluft. In Helsinki wirken die Zwischenmusiken fast wie lyrische Meditation, anderswo sind sie dramatisch durchpulst und treiben die Handlung voran. So ist außer dem Instrumentarium bei Häkkinen wenig historisch informiert – seine Tempi ähneln eher Karajan und anderen Interpreten längst vergangener Zeiten.


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    Beethoven, Ludwig van: Musik zu Goethe's Trauerspiel Egmont op.84: Elisabeth Breuer, Robert Hunger-Bühler, Helsinki Baroque Orchestra, Aapo Häkkinen

Label:
Anzahl Medien:
Ondine
1
Medium:
EAN:
CD
761195133125

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Beethoven, Ludwig van


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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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