> > > Cracow Wind Quintet & Friends: Beata Bilinska, Pawel Gusnar
Sonntag, 20. Oktober 2019

Cracow Wind Quintet & Friends - Beata Bilinska, Pawel Gusnar

Schwerpunkt mit polnischer Musik


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Auf einer neuen Platte des Cracow Wind Quintet bildet die polnische Musik einen Schwerpunkt.

Auf einer neuen Platte des Cracow Wind Quintet bildet die polnische Musik einen Schwerpunkt. Los geht es allerdings nicht mit polnischen Klängen, sondern mit einer kurzen Humoreske von Alexander Zemlinsky, die auch als das wohl konventionellste Stück der Platte anzusehen ist. Es folgt ein dreisätziges und doch gerade mal sieben Minuten langes Quartett von Pawel Lukaszewski, besetzt mit Oboe, Klarinette, Fagott und Altsaxophon. Es entstand 2017 auf Anregung des Saxophonisten Pawel Gusnar, basiert allerdings auf einem älteren Streichquartett, wie das Beiheft informiert (nur auf Polnisch und Englisch), und ist den Musikern dieser Platte gewidmet. Abgesehen von Zemlinskys Humoreske ist 'Morskie Oko' von Artur Malawski das einzige Werk in der Bläserquintett-Grundbesetzung mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, ein reizvolles Werk, dem eigentlich noch zwei weitere Sätze folgen sollten, doch die hat der Komponist leider vernichtet.

Populärer ‚Ausreißer‘

In der ‚Trio d‘anches‘-Besetzung (Oboe, Klarinette, Fagott) erklingt Kresimir Debskis 'Cantabile in h', die Bearbeitung eines schlichten, 1980 komponierten Stückes, das in vielen verschiedenen Besetzungen existiert, in der Bläserfassung aber wirklich sehr hübsch klingt. Das zweifelsohne bekannteste Werk der Platte stammt nicht von einem polnischen Komponisten, es ist 'Scaramouche' von Darius Milhaud. Auch dieses Werk existiert in den verschiedensten Besetzungen, hier erklingt eine Fassung von Don Stewart für Bläserquintett und Altsaxophon. Der bläseraffinen Zielgruppe dieser Platte wird es zweifellos Freude bereiten, obwohl die Interpretation vielleicht noch etwas kecker und frecher hätte ausfallen können. Zum Schluss erklingt das mit gut 13 Minuten längste Werk der Platte, die 2017 für das Cracow Wind Quintet und die Pianistin Beata Bilinska komponierte 'Burlesca' von Mikolaj Gorecki, die ihrem Titel zum Trotz sehr ruhig beginnt.

Insgesamt enthält die Platte ein ansprechendes Repertoire mit gut verträglichen, neuen oder unbekannten Stücken und mit 'Scaramouche' als populärem ‚Ausreißer‘. Das Cracow Wind Quintett spielt als ausgesprochen homogenes Ensemble und integriert auch die Gäste Pawel Gusnar und Beata Bilinska vorbildlich. Klangtechnisch ist die Platte ebenfalls gut gelungen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Cracow Wind Quintet & Friends: Beata Bilinska, Pawel Gusnar

Label:
Anzahl Medien:
DUX
1
Medium:
EAN:

CD
5902547015668


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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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