> > > Bairstow, Harris, Stanford: The choir of Westminster Abbey, Peter Holder, James ODonnell
Mittwoch, 21. August 2019

Bairstow, Harris, Stanford - The choir of Westminster Abbey, Peter Holder, James ODonnell

Britische Chorkunst


Label/Verlag: Hyperion
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Diese Sammlung zeigt: Für britische Kirchenmusik ist der britische Kathedralchor immer noch die erste Wahl.

Die 'Westminster Abbey Collection' setzt der gleichnamige Chor unter Musikdirektor James O‘Donnell fort mit drei Komponisten, die dem Besucher anglikanischer Gottesdienste auch heute noch geläufige Namen sein dürften, während mindestens zwei von ihnen außerhalb des Commonwealth vermutlich eher unbekannt sein dürften. Edward Cuthbert Bairstow (1874–1946) wurde Organist am Minster von York und William Harris (1883–1973) wurde, nach langjähriger Organistentätigkeit an der Universität Oxford, Organist der St. George‘s Chapel in Windsor. Nur Charles Villiers Stanford (1852–1924), obschon zwanzig Jahre lang Organist an der Universität Cambridge, war alles andere als ein ‚geborener Kirchenmusiker‘: Seine Leistungen für die Entwicklung der britischen Musikgeschichte um 1900 als Komponist und Pädagoge sind legendär.

Anspruchsvolle Kompositionen

 

Die hohe, stark textbezogene Musik der anglikanischen Kirche ab etwa 1890 erstand in nicht geringem Maße aus eher weniger ambitionierten Anfängen im früheren 19. Jahrhundert – gar nicht unähnlich der Situation in anderen europäischen Ländern. Besonders war aber die weite Verbreitung von Knabenchören, die bis in Fernsehserien und Hollywoodfilme ein zwar idealisierendes, aber doch nicht untypisches Bild der britischen Chormusik zeichnen. Doch auch der Orgelpart der hier vorgestellten Werke ist nicht selten von hohem Anspruch. Die blitzsaubere Intonation der britischen Knabenchöre, die große Homogenität des Klanges sind bis heute Charakteristika zahlreicher berühmter Chöre geblieben. Der Westminster Abbey Choir bietet gegenwärtig neben den genannten Qualitäten auch die Fähigkeit zur dramatischen Steigerung, so dass die vertonten Worte im allerbesten möglichen Sinne ins Lyrische wie ins Expressive transzendiert werden. Das gilt für Bairstows Anthem 'Blessed city, heavenly Salem' (1914) oder Stanfords 'For lo, I raise up' op. 145 (1915) ebenso wie für Harris‘ 'Strengthen ye the weak hands' (1949) – alles drei substanzielle, anspruchsvolle Kompositionen, die früher in die Hyperion-Reihe 'The English Anthem' gepasst hätten (und dort auch zu finden sind).

Ergänzt werden die Chorsätze durch kleinere, höchst innig vorgetragene Motetten, geistliche Lieder und Gesänge, die im engeren Sinne der Liturgie des Morgen-, Mittag- oder vor allem Abendgottesdienstes (den sogenannten Services) zugeordnet sind – unter den Textvorlagen 'Magnificat', 'Gloria' und 'Nunc dimittis' (das Canticum Simeonis). Fast im Zentrum der CD steht ein reines Orgelwerk, Harris‘ 'Flourish for an Occasion' (1947) – eine Zeremonialkomposition, die der reichen Geschichte kontinentaleuropäischer und britischer Orgelmusik Hommage zollt. O‘Donnell erweist sich hier als rundum begabter Kathedralorganist (in den anderen Chorsätzen spielt der sogenannte Suborganist Peter Holder).

Wenn die verdienstvolle Produktion, die allerdings kaum mit Tonträgerpremieren oder echten Raritäten aufwartet, im Bereich der Interpretation dennoch nicht die volle Punktzahl erhalten kann, so ist dies bedingt in geringfügigen Problemen, die die Chorknaben bei extremen Attacken in der Höhe haben; hier hätte die Interpretation vielleicht noch ein wenig reifen können. Aufnahmetechnisch ist die Einspielung vorbildlich; dass mittlerweile die Hyperion-Booklettexte nicht mehr ganz den Umfang wie in der Vergangenheit haben, ist wohl der angespannten Situation des Tonträgermarktes geschuldet.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Bairstow, Harris, Stanford: The choir of Westminster Abbey, Peter Holder, James ODonnell

Label:
Anzahl Medien:
Hyperion
1
Medium:
EAN:

CD
034571282596


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Stanford, Sir Charles Villiers


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Hyperion

Founded in 1980, Hyperion is an independent British classical label devoted to presenting high-quality recordings of music of all styles and from all periods from the twelfth century to the twenty-first. We have been described as 'Britain’s brightest record label'. In January 1996 we were presented with the Best Label Award by MIDEM's Cannes Classiques Awards. The jury was made up of the editors of most of the leading classical CD magazines in the world - Classic CD (England), Soundscapes (Australia), Répertoire (France), FonoForum (Germany), Luister (Holland), Musica (Italy), Scherzo (Spain), and In Tune (USA & Japan).

We named our label after an altogether splendid figure from Greek mythology. Hyperion was one of the Titans, and the father of the sun and the moon - and also of the Muses, so we feel we are fulfilling his modern role by giving the art of music to the world.

The repertoire available on Hyperion, and its subsidiary label Helios (Helios, the sun, was the son of Hyperion), ranges over the entire spectrum of music - sacred and secular, choral and solo vocal, orchestral, chamber and instrumental - and much of it is unique to Hyperion. The catalogue currently comprises nearly 1400 CDs and approximately 80 new titles are issued each year. We have won many awards.

Our records are easily available throughout the world in those countries served by our distributors. A list of the world's top Hyperion dealers, listed by country and city, can be found on our homepage. But if you have any difficulty please get in touch with the distributor in your territory. In Germany that is Note 1 Music Gmbh.


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