> > > Dvorak, Anton: Saint Ludmila: Slovak Philharmonic Orchestra & Choir, Leos Svarovsky
Freitag, 26. Februar 2021

Dvorak, Anton: Saint Ludmila - Slovak Philharmonic Orchestra & Choir, Leos Svarovsky

Mit kräftigem Pinsel


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Eine repertoiremäßige Aufführung eines Nicht-Repertoirewerks von Antonín Dvorák.

Antonín Dvořáks Oratoriums 'Svatá Ludmila' op. 71 ist leider viel zu knapp auf Tonträger greifbar – neben der WDR-Einspielung unter Gerd Albrecht (Orfeo) ist eine Supraphon-Ausgabe mit den Prager Symphonikern unter Václav Smetáček erhältlich. Der neuere, auf SACD veröffentlichte Mitschnitt unter Jiří Bělohlávek vom Prager Frühling 2012 u. a. mit Eva Urbanová, Bernarda Fink und Peter Mikuláš (Arco Diva) aber ist leider schon nach kurzer Zeit wieder vergriffen. Nun also die Slovenská filharmónia unter dem 1. Gastdirigent Leoš Svárovský, abermals mit Mikuláš in dem Basspart des Ivan.

Eine essenzielle Qualität bei einer Aufführung des Werks ist einerseits die idiomatische Textgestaltung, gerade auch des Chorparts, andererseits aber auch die hohe Qualität des Orchesterparts. Bei den bisherigen Interpretationen geht selten beides wirklich zusammen – die meisten Einspielungen sind entweder etwas ruppig im Orchesterklang oder unidiomatisch im Chorpart (Bělohláveks Aufführung mit der Tschechischen Philharmonie scheint bislang die einzige Ausnahme). Auch bei der Live-Montage aus der Slowakischen Philharmonie 2015 tendiert die Interpretation in eine Richtung – Svárovský malt mit kräftigem Pinsel, schärft Ränder und achtet nur bedingt auf lyrische Raffinesse.

Der Sopran Adriana Kohúthovás in der Titelrolle springt nur unter Schwierigkeiten an, ist keiner Schattierungen fähig, Girlanden sind häufig eckig denn elegant exekutiert. Die Sängerin fühlt sich hörbar im Hochdramatischen wohler denn in der feinsinnigen Ausgestaltung, die Stimme tendiert in der Höhe zum Grellen. Karla Bytnarovás warmer Alt lässt an die legendäre ungarische Mezzosopranistin Julia Hamari denken und stiehlt der Sopranistin mit Leichtigkeit die Schau. Ondrej Šalings und Tomáš Černýs Tenorstimmen sind verquollen und bei Haltetönen unstet, beider Timing ist häufig nicht ganz exakt. Einzig Peter Mikuláš überzeugt durch Zuverlässigkeit und den Verzicht auf überzogene Mätzchen. Von einer hinreichend wichtigen Interpretation ist diese Produktion weit entfernt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Dvorak, Anton: Saint Ludmila: Slovak Philharmonic Orchestra & Choir, Leos Svarovsky

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:
CD
747313402373

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Dvorák, Antonín


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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