> > > Kahn, Robert: Works for Violoncello & Piano: Torleif Thedéen, Oliver Triendl
Mittwoch, 8. April 2020

Kahn, Robert: Works for Violoncello & Piano - Torleif Thedéen, Oliver Triendl

Attraktive Kammermusik


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Torleif Thedéen und Oliver Triendl brechen eine Lanze für Robert Kahns Kammermusik für Cello und Klavier.

Die Erkundung der Kammermusik von Robert Kahn (1865–1951) geht in die nächste Phase. Die Cellosonaten F-Dur op. 37 und d-Moll op. 56 entstanden 1902 bzw. um 1910; stilistisch sind beide Werke noch dem deutschen Kaiserreich zuzuordnen – die gründliche im Großen und Ganzen konservative Ausbildung Kahns zeigt einen Musiker, der sein Handwerk auf das Beste versteht, der musikalische Formen zu füllen versteht (beide Sonaten sind jeweils dreisätzig, verzichten auf ein Scherzo, bieten stattdessen substanzielle Mittelsätze), harmonisch attraktiv zu schreiben weiß, auch ein Meister der Liniengestaltung ist. Innovation ist von Kahn weniger zu erwarten – wohl aber attraktive Konzertmusik, die sicher nicht primär für das häusliche Musizieren geeignet ist.

Tiefe und Humor

Diesem Eindruck treten aber auch die Interpreten der vorliegenden Produktion entgegen – vehement entgegen, möchte man fast sagen, wäre Torleif Thedéens und Oliver Triendls Spiel nicht alles andere als pauschal. Vielmehr haben wir hier Musiker, die in jedem Takt Kahns Musik genau so viel Sorgfalt und musikalischen Ernst angedeihen lassen wie einer Sonate von Brahms oder Saint-Saëns. Die langsamen Sätze besitzen jene Dichte und interpretatorische Tiefe, die die Musik nur hergeben kann; dass auch der Humor nicht zu kurz kommt, beweisen die Musiker mit Leichtigkeit in ihrer exuberanten Wiedergabe des Schlusssatzes der ersten Sonate, während die zweite Sonate insgesamt von größerer Leidenschaftlichkeit geprägt ist. Hier ist jeder Schatten Schumanns oder Brahms‘ nun auch wirklich komplett vergessen, und wir haben einen Komponisten, den man sich auch mit einem Reger oder Pfitzner in einem Konzertprogramm vorstellen kann. Hörbar fühlen sich Thedéen wie Triendl in dem weiten Spektrum an Klangwelten, harmonischen Entwicklungen und musikalischen Vertracktheiten Kahns äußerst wohl. Es ist ihnen auch ein besonderes Anliegen, die Besonderheiten der drei Stücke op. 25 (1897 im Druck erschienen) herauszuarbeiten (nicht nur die humoristischen und sentimentalen – aber auch diese), die eben nicht in einer Traditionslinie Schumann-Brahms zu verstehen sind, sondern einen durchaus eigenen Ton erkunden, der mit zunehmender diskografischer Erschließung von Kahns kompositorischen Schaffen immer klarer zu Tage tritt. Bedarf es der Erwähnung, dass beste Deutschlandfunk-Aufnahmetechnik und ein ausführlicher Booklettext das Gesamtergebnis zu einer rundum gelungenen Sache machen?

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Kahn, Robert: Works for Violoncello & Piano: Torleif Thedéen, Oliver Triendl

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:

CD
761203513925


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Kahn, Robert
 - Sonata for Violoncello & Piano No.1 op.37 in F major - Allegro energico
 - Sonata for Violoncello & Piano No.1 op.37 in F major - Andante sostenuto
 - Sonata for Violoncello & Piano No.1 op.37 in F major - Allegro risoluto
 - Three Pieces for Cello & Piano op.25 - Romanze
 - Three Pieces for Cello & Piano op.25 - Serenata
 - Three Pieces for Cello & Piano op.25 - Capriccio
 - Sonata for Violoncello & Piano No.2 op.56 in D minor - Allegro
 - Sonata for Violoncello & Piano No.2 op.56 in D minor - Andante tranquillo
 - Sonata for Violoncello & Piano No.2 op.56 in D minor - Allego energico


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Interpret(en):Triendl, Oliver
Thedéen, Torleif


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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