> > > Elgar, Edward: Violin Concerto op.61, Sonata for Violin & Piano: Thomas Irnberger, Michael Korstick, Royal Philharmonic Orchestra
Donnerstag, 1. Oktober 2020

Elgar, Edward: Violin Concerto op.61, Sonata for Violin & Piano - Thomas Irnberger, Michael Korstick, Royal Philharmonic Orchestra

Schwelgen in Elgar


Label/Verlag: Gramola
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der Violinist Thomas Albertus Irnberger widmet sich ergriffen dem Violinkonzert und der Violinsonate von Edward Elgar.

Im Konzert für Violine und Orchester in h-Moll kombiniert Edward Elgar hohe technische Virtuosität mit innigen lyrischen Momenten. Thomas Albertus Irnberger geht seine Interpretation mit dem bemerkenswerten Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von James Judd sehr mitfühlend und passioniert an. Klanglich, technisch und agogisch wirkt dieses Konzert im Zusammenspiel von Violine und Orchester sehr spannungsreich und Irnbergers ruhige und exakte Bogenführung wirkt überzeugend.

Spätestens bei der Sonate für Violine und Klavier in e-Moll zeigt sich vor allem im Vergleich mit bereits vorliegenden Referenzaufnahmen jedoch etwas Unschlüssigkeit: An vielen Stellen dieser romantischen Stücke fehlen das Auskosten des Vibrato und die dynamische Spannungsentwicklung. Wenngleich Irnberger in den Klängen zu schwelgen scheint, lässt er Spitzentöne und Höhepunkte etwas abrupt stehen. Er ergänzt sich mit dem Pianisten Michael Korstick, der die Interpretation aktiv und leistungsfähig mitgestaltet. Das Potential von Thomas Albertus Irnberger wird schlussendlich in den beiden Elgar-Werken offenkundig, sein virtuoses Schwelgen bedarf jedoch noch gelegentlich der Präzisierung und Ausgestaltung in der Klangentwicklung.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Elgar, Edward: Violin Concerto op.61, Sonata for Violin & Piano: Thomas Irnberger, Michael Korstick, Royal Philharmonic Orchestra

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Gramola
1
15.03.2019
Medium:
EAN:
CD
9003643991415

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Elgar, Edward


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Gramola

Gramola wurde im Jahr 1924 als Detailgeschäft und Vertrieb der beiden englischen Plattenlabels „Gramola“ und „His Master’s Voice“ gegründet. Durch den damaligen Vertrieb dieser Labels ist eines der ganz wenigen, weltweit noch existierenden Originalbilder des legendären, der Stimme seines Herrn lauschenden Hundes „Nipper“ noch heute im Geschäft zu besichtigen. Das Unternehmen ist heute das älteste Tonträgergeschäft Österreichs und arbeitet inzwischen als Familienbetrieb in der fünften Generation. In internationalen Rankings um das beste Klassikfachgeschäft der Welt nahm Gramola mehrmals Spitzenränge ein. Das denkmalgeschützte Geschäftslokal in Wien am Graben wurde nach einem Jugendstilentwurf von Dagobert Peche in den frühen Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts erbaut.

Vor etwa 10 Jahren wurde bei Gramola die Produktion von Klassik-CDs wieder aufgenommen und konnte seither durch seine international vielfach ausgezeichneten Produktionen den allerhöchsten Qualitätsstandard österreichischer Musikschaffender nachdrücklich unter Beweis stellen. Gramola-CDs sind inzwischen in allen klassikinteressierten Ländern zwischen Tokyo und New York zu haben. Ergänzt wird das Gramola-Angebot durch ein Webshop, das rund um den Kalender bereitsteht, Kundenwünsche auch außerhalb regulärer Ladenöffnungszeiten zu erfüllen.


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