> > > Fagott-Konzerte von Mozart, Winter, Hummel, Rossini: Jaakko Luoma, Tapiola Sinfonietta, JAnne Nisonen
Donnerstag, 9. April 2020

Fagott-Konzerte von Mozart, Winter, Hummel, Rossini - Jaakko Luoma, Tapiola Sinfonietta, JAnne Nisonen

Wenn das Fagott der Star ist


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Jaakko Luoma brilliert mit Fagottkompositionen.

Selten wird das Fagott zum Mittelpunkt einer CD, denn rar sind die Kompositionen, die auf das Fagott fokussieren. Das Fagott trotzdem zumindest in einzelnen Partien in all seinen Facetten aufleuchten zu lassen, das können nur absolute Könner. Jaakko Luoma, Solofagottist der Tapiola Sinfonietta, ist ein exzellenter Fagottspieler. Die Tapiola Sinfonietta, für diese CD mit 38 Musikern ziemlich klein bestückt, spielt unter dem Dirigat von Janne Nisonen, wenn auch ohne historische Instrumente, so doch sehr kammermusikalisch, mutig in flotten Tempi und sehr klangrein im spielerischen Miteinander.

Das Besondere dieser Fagottkonzerte ist, dass Jaakko Luoma nicht nur die beiden bekannten Fagottkonzerte von Hummel und Mozart wählt und sehr klangschön interpretiert. Er spielt auch weniger Bekanntes von Winter und Rossini und präsentiert so mit den vier eingespielten Werken 70 Jahre Fagottgeschichte, wobei sich die Werke Mozarts und Hummels stark ähneln. 

Gefühlvolle Melodiebögen

Umso interessanter wirkt das einsätzige Concertino des Münchner Kapellmeisters Peter von Winter in c-Moll. Mit einem schmissigen Beginn stürmen die Geiger voran. Dann übernimmt das Fagott mit faszinierend warmem Farbklang die virtuosen Phrasierungen, die Jaakko Luoma mit rasanter Souveränität interpretiert, in einer zweiten Fagottpassage mit großen gefühlvollen Melodiebögen, in der Tiefe beginnend in immer höhere Tonlagen, um dann in fröhlichen Phrasierungen und auf- und absteigenden Trillerpassagen im Wechsel mit feierlichem Blech um die Wette zu jubilieren. In dieser Komposition bleibt das Fagott der Star und klingt gerade im Kontrast zu Blech und Streichern wunderbar schlank und variantenreich.

Dem Prinzip der Steigerung gemäß wird Rossinis Fagottkonzert (1845) durch die ausgeprägten Melodiösität und opernhaften Koloraturen zum Höhepunkt. Mit faszinierender Leichtigkeit jagt Jaakko Luomo die Tonleitern hinauf und hinunter, woraus sich im Wechsel mit den Streichern ein amüsant facettenreiches, überaus dramatisches Duett ergibt, das sich in den tiefen Fagott- und hohen Geigentönen entspannt, um sich umso wuchtiger aufzubauen, wobei durch raffinierte Modulationen und differenzierte Tempi neue Stimmungen einer ganzen Operngeschichte assoziieren lassen. Im Rondo fröhlich tänzerischer Gelassenheit bildet das Fagott die Erdung, dann wieder die tänzerisch beschwingten Akzente, die andere Instrumente wie hohes Echo wiederholen und schließlich in einem euphorisch rasanten Tanzrausch zu einem triumphalen Abschluss eskalieren.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Fagott-Konzerte von Mozart, Winter, Hummel, Rossini: Jaakko Luoma, Tapiola Sinfonietta, JAnne Nisonen

Label:
Anzahl Medien:
Ondine
1
Medium:
EAN:

CD
761195132425


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Hummel, Johann Nepomuk
Mozart, Wolfgang Amadeus
Rossini, Gioacchino
Winter, Peter von


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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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