> > > Brahms, Johannes: Die schöne Magelone: John Chest, Marcelo Amaral
Sonntag, 31. Mai 2020

Brahms, Johannes: Die schöne Magelone - John Chest, Marcelo Amaral

Heroischer Sang an die schöne Magelone


Label/Verlag: Alpha Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der amerikanische Bariton John Chest entführt in den Brahms-Zyklus op. 33 und imponiert durch eine kräftige und klangvolle Interpretation, die etwas an Kontrasten spart.

Johannes Brahms‘ 15 Romanzen aus Ludwig Tiecks Roman 'Liebesgeschichte der schönen Magelone', die er als op. 33 dem Bariton Julius Stockhausen widmete, beinhalten eine Vielzahl an unterschiedlichen literarischen Inhalten. Der Bariton John Chest erfüllt diese Inhalte mit kraftvollem Stimmglanz und betört durchwegs mit seinem fast schon heroisch wirkenden Zugang an diesen Brahms-Zyklus. Mit äußerst klarer Diktion schöpft er den textlichen Gehalt aus, der von Verzweiflung, überschäumender Freude bis hin zur beschaulichen Meditation eine reiche Bandbreite an Anknüpfungsmöglichkeiten bietet. Allerdings vermisst man diese ausdifferenzierte Vielfalt vereinzelt in der Interpretation des amerikanischen Baritons, der durch den opernhaften und sehr klangintensiven Zugang manchmal dynamische oder agogische Kontraste oder Feinheiten beiseite lässt. Durch die ausgereifte Symbiose mit dem Pianisten Marcelo Amaral, der sowohl technisch als auch in der klanglichen Ausgestaltung einen breiten Spannungsbogen über den Zyklus zieht, ist John Chest jedoch ebenfalls zur Höchstleistung angespornt und das Duo ebnet einen heroischen Weg in die intensive Welt der schönen Magelone.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Brahms, Johannes: Die schöne Magelone: John Chest, Marcelo Amaral

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Alpha Classics
1
11.01.2019
Medium:
EAN:
CD
3760014194313

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Brahms, Johannes


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Alpha Classics

"Haute-Couture-Label", "Orchidee im Brachland der Klassikbranche" oder schlicht "Wunder", das sind die Titel mit denen das französische Label ALPHA von der Fachpresse hierzulande bedacht wird. In der Tat ist die Erfolgsgeschichte des Labels ein kleines Wunder. Honoriert wurde hiermit die Pionierlust und Entdeckerfreude des Gründers Jean-Paul Combet und die außerordentliche Qualität seiner Künstler und Ensembles (z.B. Vincent Dumestre, Marco Beasley, Christina Pluhar u.v.a.), aber auch die auffallend schöne, geschmackvolle Präsentation der Serie "ut pictura musica" mit ihren inzwischen mehr als 200 Titeln. Das schwarze Front-Layout und die Grundierung mit venezianischem Papier im Innern sind mittlerweile genauso zum Markenzeichen geworden wie die ausgesprochen stimmungsvollen Fotografien der Aufnahmesitzungen durch den Fotografen Robin Davies. Das Programm umfasst die Zeitspanne von der mittelalterlichen Notre Dame-Schule bis hin zur klassischen Moderne, doch ist nach wie vor ein deutlicher Schwerpunkt auf Alte Musik zu erkennen. Innerhalb des Labels möchte die zweite, auch "Weiße Reihe" genannte, Serie "Les Chants de la terre" die ältesten Quellen musikalischen Ausdrucks erkunden. Mit Virtuosität und Spielfreude widmet man sich hier dem Beziehungsfeld von schriftlich überlieferten und mündlich weitergegebenen Musiktraditionen, um alte Melodien zu neuem Leben zu erwecken. Trotz akribischer musikwissenschaftlicher Recherche geht es hier nicht um eindimensionale, akademisch trockene Werktreue, sondern um lebendigen Umgang mit altem Material.


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