> > > Chopin, Frédéric: Songs op.74: Henryka Januszewska, Marek Drewnowski
Donnerstag, 6. August 2020

Chopin, Frédéric: Songs op.74 - Henryka Januszewska, Marek Drewnowski

Liebe fürs Detail


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Label Dux bringt eine gelungene Aufnahme der Chopin-Lieder op. 74 neu heraus.

Das Opus 74 in Chopins Werkverzeichnis stellt eine Sammlung von 19 Liedern dar, die größtenteils von Julian Fontana, einem Freund des Komponisten, gesammelt und zusammengestellt wurden. Ihre polnischen Texte machen sie zur ersten Sammlung polnischer, landessprachlicher Kunstlieder. Mit der vorliegenden CD bringt das Label Dux eine Aufnahme der kleinen Lieder mit der Sopranistin Henryka Januszewska und dem Pianisten Marek Drewnowski aus dem Jahre 1988 neu heraus. Die Themen der einzelnen, auf volkstümlichen Rhythmen basierenden Lieder reichen von der Vertonung persönlicher Erfahrungen des Komponisten bis zu patriotischen Texten. Entsprechend unterscheiden sich die Stimmungen der Lieder stark voneinander. Dabei verrät der Titel meist schon, in welchem Grundgefühl sich das Lied befinden wird. Die Aufnahme endet mit dem Lied 'What Flowers, What Wreaths', welches als A-cappella-Beitrag die CD abschließt und so den Fokus zum Schluss vollkommen auf die Stimme legt.

Dynamische Nuancen

Die Interpretation geht auf viele Details ein: Rhythmische und dynamische Unterschiede und Nuancen innerhalb eines Liedes werden durchgängig genutzt und machen die einzelnen Nummern lebendig, flexibel und spannungsgeladen, wobei Sängerin und Klavier synchron agieren. Das Klavier richtet sich dabei nach der Solistin, welche die musikalische Gestaltung klar anführt. So steht es auch in seiner Lautstärke nie über dem Gesang, sondern lässt diesen dynamisch klar hervortreten. Henryka Januszewska besticht mit einer runden, angenehmen Stimme, klug eingesetztem Vibrato und hoher rhythmischer Flexibilität. Ihre dunkle Klangfarbe zieht sich durch alle Lagen, in die sie reibungslos übergeht. In interpretatorischer Hinsicht spielt sie vor allem mit den großen Dynamikunterschieden.

Die CD zeigt eine liebevolle, detailverliebte Interpretation der Stücke, die sich den kleinen Liedern auf Augenhöhe annimmt und die Schönheit der Werke herausarbeitet. Auch sind hier zwei Nummern zum ersten Mal auf einem Tonträger erschienen: Eine Version des Liedes 'A Young Girl´s Wish' sowie 'What Flowers, What Wreaths'. Das beiliegende Booklet beinhaltet eine Werkeinführung sowie Biografien der Interpreten auf Polnisch und Englisch.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Chopin, Frédéric: Songs op.74: Henryka Januszewska, Marek Drewnowski

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
DUX
1
08.02.2019
Medium:
EAN:

CD
5902547014975


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Chopin, Frédéric


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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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