> > > Lortzing, Albert: Opera Ouvertures: Malmö Opera Orchestra, Jun Märkl
Sonntag, 22. September 2019

Lortzing, Albert: Opera Ouvertures - Malmö Opera Orchestra, Jun Märkl

Wie schön ist es im Grünen


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Aufgeräumte Interpretationen von Lortzing-Ouvertüren reichen nicht, wie das Malmö Opera Orchestra zeigt.

'Wie schön ist es im Grünen', 'Gern gäb ich Gold und Reichtum dir' – wer kennt heute noch die Schlager aus Lortzing-Opern? Wer aber erst recht die Werke ‚aus der zweiten Reihe‘, von denen hier gleich eine beachtliche Menge vorgestellt wird? Naxos/Marco Polo sind Lortzing-Ouvertüren nicht neu – 1991 erschien eine Sammlung von sieben Ouvertüren unter unterschiedlichen Dirigenten, von denen sechs auch hier enthalten sind (nur die Ouvertüre zu 'Der Pole und sein Kind', zu dem gleichwohl genügend Platz gewesen wäre, wurde nicht mit aufgenommen, so dass die Marco-Polo-Platte nicht komplett ersetzt wurde). Das Opernorchester Malmö und Jun Märkl beherrschen die Musik handwerklich fast im Schlaf. Aber nur fast. Es ist keine neue Erkenntnis, dass das Leichte schwer sein kann. Bei Lortzing ist es die Gefahr, seicht zu werden, kitschig, ‚biedermeierlich‘ – einerseits, aber nicht minder, die Interpretationen als ‚matter-of-fact‘, bodenständig-unimaginativ anzulegen. Leider verbindet die vorliegende CD beide Tendenzen: Manches Rubato rückt die Musik in die Richtung des Gefühligen, manches spult ‚gefühllos‘-perfekt ab. Was für ein Unterschied zu den Interpretationen der 1960er-Jahre, als die Musik noch ungebrochen Teil des Repertoires war. (Dass die 'Undine'-Ouvertüre wie in der berühmten Heger-Aufnahme tonakustisch etwas problematisch ist, ist gerade angesichts ihres musikalischen Wertes ganz besonders bedauerlich.)

Da ist das ‚ganz Unbekannte‘ von Vorteil, weil ein Vergleich nicht möglich ist – bei den Ouvertüren zu 'Der Weihnachtsabend' (1832) und 'Andreas Hofer' (1832) – ersteres eher leichte Kost, zweiteres abermals etwas zu unemotional dargeboten. Auch die Ouvertüren zu 'Hans Sachs' (1840), 'Die Opernprobe' (1851) und 'Regina' (1848) werden nur Aficionados bekannt sein – Märkl betont die Schubert- und Marschner-Nähe (und platziert Lortzing damit ganz korrekt in seinem angemessenen historischen Umfeld), während die ‚Konkurrenz‘ sich auf die Suche nach dem ‚wahren Lortzing‘ macht und auch vor halsbrecherischen Tempi in schnellen Abschnitten der Ouvertüren keine Angst hat.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Lortzing, Albert: Opera Ouvertures: Malmö Opera Orchestra, Jun Märkl

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313382477


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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