> > > Meyerbeer, Giacomo: Sacred Works: Neue Preussische Philharmonie, Dario Salvi
Freitag, 5. Juni 2020

Meyerbeer, Giacomo: Sacred Works - Neue Preussische Philharmonie, Dario Salvi

Ideenarme Schwerfälligkeit


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Unterschiedliche, teilweise noch unbekannte geistliche Werke von Giacomo Meyerbeer zeigen neue Facetten des Opernkomponisten. Die Preußische Philharmonie unter Dario Salvi vermag dieses Repertoire allerdings nur etwas nüchtern zu interpretieren.

Der Hauptverdienst der vorliegenden Einspielung ist sicherlich das Aufdecken bzw. Wiederentdecken von einigen interessanten religiösen Kompositionen Giacomo Meyerbeers – z.B. 'Hymne an Gott', 'Pater Noster' oder die beiden Psalmvertonungen zu Psalm 124 und Psalm 86. Die Bearbeitung dieses Repertoires von Dario Salvi für Sopran, Streichensemble und Klavier bzw. Orgel wirkt manchmal etwas schwerfällig, wobei positiv anzumerken gilt, dass vor allem die lyrischen, ruhigen Passagen in der Interpretation der Neuen Preußischen Philharmonie insgesamt effektvoll ausgestaltet werden. Leider wirken dennoch einige Abschnitte eher statisch und unbeherzt und es scheint instrumental gesehen die Spannung zu fehlen. Die Sopranistin Andrea Chudak kann dies in tiefer Lage durchaus kompensieren, wirkt in den Intonationen der hohen Lage und in den Koloraturen aber ebenfalls etwas entkräftet und ungenau. Der Dirigenten und Arrangeur Dario Salvi punktet folglich durch einen neuen Werkzugang zu Meyerbeer, verbleibt in der Interpretation jedoch vornehmlich ideenlos.


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    Meyerbeer, Giacomo: Sacred Works: Neue Preussische Philharmonie, Dario Salvi

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:
CD
747313390779

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Meyerbeer, Giacomo


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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