> > > Mozart Violin Concertos No. 1, 2, 3: Nikolaj Znaider, London Symphony Orchestra
Sonntag, 20. September 2020

Mozart Violin Concertos No. 1, 2, 3 - Nikolaj Znaider, London Symphony Orchestra

Doppelfunktion


Label/Verlag: LSO Live
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Nikolaj Szeps-Znaider als Solist und als Dirigent - dieses Mozart-Konzept geht voll auf.

Nikolaj Szeps-Znaider lässt sich in keine Schublade stecken. Weder stilistisch noch in seinem musikalischen Aktionsradius. Sein Repertoire reicht von Bach bis in die Moderne, als Musiker ist ihm nach eigenem Bekunden das reine Spielfeld als Sologeiger irgendwann zu eng geworden, weshalb er sich seit einiger Zeit parallel dem Dirigieren zugewandt hat. Ideal, um seine künstlerischen Vorstellungen zu verwirklichen, erscheint vor diesem Hintergrund die vorliegende Konstellation, in der er als Solist gleichzeitig das London Symphony Orchestra leitet. Enthalten auf dem beim orchestereigenen Label LSO erschienenen Album sind Mozarts erste drei Violinkonzerte.

Kontinuierlicher Fluss

Die Klangschönheit seines 1741er-Guarneri-del-Gesù-Instruments spielt er schon im B-Dur-Konzert KV 207 mit strahlend reinem Ton überlegen aus. Szeps-Znaider ist einer, der sich bei der melodischen Linienführung gerne Zeit und Atempausen nimmt – das macht sich auch im Kopfsatz bezahlt, die Kantilenen kommen mit besonderer Intensität zum Tragen. Der Moll-Abschnitt erhält auf diese Weise besonders nachdrückliches Gewicht. Im Adagio ist der Däne voll und ganz in seinem kantablen Element, im Presto kombiniert er seine exzellente Technik mit schwungvollem musikalischem Drive und völliger Klarheit in der Phrasierung. Subtil aufgefächerte dynamische Schattierungen komplettieren einen fein gewobenen Mozart-Klang. Die Summe all dieser Eigenschaften setzt sich fort im D-Dur-Konzert KV 211. Das 'Allegro moderato' besitzt aufgeweckte Frische, Szeps-Znaider setzt dezente Akzente und Zäsuren genau dort, wo sie stilistisch passen – ansonsten setzt er auf einen kontinuierlichen musikalischen Fluss. Die Melodik des Andante blüht getragen von beinahe zerbrechlich zarter Leichtigkeit regelrecht auf, das Rondeau vereint originellen Charme und rhythmische Raffinesse.

Vorgelebte Leichtigkeit

Den Eingangssatz des G-Dur-Konzert KV 216 zeichnet eine elastisch federnde Artikulation aus, im Adagio begeistert beseelte Wärme. Das schwungvolle Rondo rundet eine Produktion ab, die Szeps-Znaider gleichermaßen auf der Violine wie am Pult als kompetenten Mozart-Interpreten ausweist. Die vorliegenden Live-Aufnahmen aus den Jahren 2016 und 2017 sind geprägt von hörbar inspiriertem, klanglich bestens ausbalanciertem Zusammenspiel zwischen Solist und Orchester, letzteres entwickelt einen ebenso luftigen, spielfreudig beweglichen Klang wie Szeps-Znaider ihn am Pult und auf der Geige musikalisch vorlebt. Zusammenfassend kommt einem die spontane Assoziation: Gut, dass auch die Konzerte Nummer vier und fünf in gleicher Besetzung auf CD erhältlich sind!

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Mozart Violin Concertos No. 1, 2, 3: Nikolaj Znaider, London Symphony Orchestra

Label:
Anzahl Medien:
LSO Live
1
Medium:
EAN:

CD SACD
822231180425


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Mozart, Wolfgang Amadeus


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LSO Live

Einspielungen des Labels LSO Live vermitteln die Energie und Emotion der großartigsten Aufführungen mit höchster technischer Qualität und Finesse.

Liveaufzeichnungen bedeuteten früher gewöhnlich Kompromisse, aber heutzutage kann mit Hilfe der besten Aufnahmetechnik im Konzertsaal die Vitalität festgehalten werden, die im Studio so schwer nachzustellen ist.
Durch das Zusammenschneiden mehrerer Aufführungen können wir eine Vorlage schaffen, die die Spannung einer Konzertaufführung ohne unerwünschte Nebengeräusche bewahrt.

Seit 2000 veröffentlichte das LSO Live über 80 Alben und nahm zahlreiche Preise entgegen. Das London Symphony Orchestra war schon früher das am meisten aufgenommene Orchester der Welt, hatte es doch für zahlreiche Plattenfirmen gearbeitet und viele der berühmtesten Filmmusiken eingespielt. Die Investition in unsere eigenen Aufnahmen ermöglicht dem Orchester jedoch abzusichern, dass jede Veröffentlichung den höchsten Qualitätsansprüchen genügt und das Hören der besten Musik allen Menschen zugänglich ist.

Das LSO Live war eines der ersten klassischen Plattenfirmen, die Downloads anboten, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Wir geben auch unsere Einspielungen im SACD Format (Super Audio Compact Disc) heraus. SACDs lassen sich auf allen CD-Spielern abspielen, ermöglichen aber den Hörern mit speziellen SACD-Spielern den Genuss eines hochaufgelösten, mehrkanaligen Klangs.

London Symphony Orchestra
Das London Symphony Orchestra wurde 1904 von einer Gruppe von Musikern gegründet, die für den Dirigenten Henry Wood spielten. Sie wollten ihr eigenes Orchester leiten und die Wahl haben, mit welchen Dirigenten sie zusammenarbeiteten. Sie beschrieben das LSO als eine musikalische Republik, und das Orchester war über Nacht ein Erfolg.

Heute gibt das LSO ungefähr 70 Konzerte pro Jahr in London und bis zu 90 auf Tournee. Es ist regelmäßig auf Konzertreise durch Europa, Nordamerika und im Fernen Osten. Waleri Gergijew ist seit 2007 Chefdirigent des LSO und Sir Colin Davis sein Präsident.

Das LSO organisiert auch das in der Welt am längsten laufende und umfangreichste Bildungsprogramm eines Orchesters: LSO Discovery. Mit seinem Sitz im Londoner Musikbildungszentrum LSO St Lukes schafft Discovery die Möglichkeit für Menschen aller Altersgruppen und Veranlagungen, mit Musikern des LSO zusammenzuarbeiten, etwas über Musik zu lernen und ihre Fertigkeiten zu entwickeln.


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