> > > Tchaikovsky Plus One: Barry Douglas, Klavier
Freitag, 3. Juli 2020

Tchaikovsky Plus One - Barry Douglas, Klavier

Voller Poesie und russischem Lärm


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Barry Douglas setzt sich weder bei Tschaikowsky noch bei Mussorgsky interpretatorisch an die Marktspitze.

Barry Douglas hebt in seiner Interpretation von Peter Tschaikowskys 'Jahreszeiten' op. 37b einerseits die poetische Tradition aus dem frühen 19. Jahrhundert (Schumann, Liszt) hervor, lässt aber auch wo erforderlich den ‚russischen Ton‘ der Kompositionen durchblitzen (Dmitri Ashkenazy hebt diesen Aspekt bei dem Tschaikowsky-Werk stärker hervor). Dieser steht für den Pianisten, der keine technischen Schwierigkeiten zu kennen scheint, aber nicht im Vordergrund – die Musik kann sich ganz aus sich selbst entwickeln. Kaum scheint es vorstellbar, dass beide Werke 1874-76 fast zeitgleich entstanden sind – der individuelle Tonfall kommt jeweils mehr als hinreichend zu seinem Recht. Einzig die Forte-Akkorde kommen nicht ganz mit jener Farbigkeit zu ihrem Recht, wie sie anderswo vorstellbar wären, was möglicherweise auch in der Flügelwahl begründet liegt.

Ganz anders bei Mussorgskys 'Bildern einer Ausstellung', in denen Douglas jenen russischen Ton ebenso stark ausspielt wie viele andere Interpreten, so dass seiner Lesart wenig wirkliche Individualität eignet (ganz anders als etwa jene Peter Rösels, der viel stärker an den feinen Zwischenvaleurs der Musik Interesse zeigt). In 'Bydlo' zeigen sich auch die ‚hässlichen‘ harten Qualitäten der tiefen Register des Flügels – beeindruckend, aber geschmackvoll?


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Tchaikovsky Plus One: Barry Douglas, Klavier

Label:
Anzahl Medien:
Chandos
1
Medium:
EAN:
CD
095115199121

Cover vergössern

Mussorgsky, Modest
Tschaikowsky, Peter


Cover vergössern

Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Chandos:

  • Zur Kritik... Bad Boy of Music: In der BBC-Philharmonic-Serie mit US-amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts stellt das Label Chandos abermals George Antheil vor, mit seiner 'American' Symphonie Nr. 3 und weiteren Schlüsselwerken. Weiter...
    (Dr. Kevin Clarke, )
  • Zur Kritik... Nicht mit ganzem Einsatz: Eine Auswahl aus Matthias Bamerts Stokowski-Transkriptionen. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Familiengeschichte in Liedern: Dieses Album ist eine starke Visitenkarte für zwei außergewöhnliche Interpreten, die mit Leidenschaft, Klugheit und Fantasie ihre Kunst zu einem fesselnden Lied-Projekt kondensieren. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
blättern

Alle Kritiken von Chandos...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

  • Zur Kritik... Alte Bekannte: Concerto Copenhagen und Lars Ulrik Mortensen überzeugen mit dieser Gesamteinspielung von Bachs Cembalokonzerten. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Nicht mit ganzem Einsatz: Eine Auswahl aus Matthias Bamerts Stokowski-Transkriptionen. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Ungedruckt: Das La Cicala Baroque Ensemble setzt sich überzeugend für den vergessenen Giuseppe Porsile ein. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Unbekannter Prokofjew: Das Symphonieorchester Lahti spielt unter Dima Slobodeniouk selten zu hörende Werke von Sergej Prokofjew. Weiter...
    (Jan Kampmeier, )
  • Zur Kritik... Alte Bekannte: Concerto Copenhagen und Lars Ulrik Mortensen überzeugen mit dieser Gesamteinspielung von Bachs Cembalokonzerten. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Musik, die zu Tränen berührt: Dvoraks Urfassung des 'Stabat mater' für Orchester, Soli und Klavierbegleitung Weiter...
    (Michaela Schabel, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

Class aktuell (1/2020) herunterladen (4180 KByte) NOTE 1 - Mitteilungen (7/8 2020) herunterladen (3000 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Liv Migdal im Portrait "Man spielt mit den Ohren!"
Liv Migdal im Gespräch mit klassik.com.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich