> > > Tschaikowskiy, Peter Ilyich: Swan Lake: State Academic Symphonic Orchestra of Russia, Vladimir Jurowski
Donnerstag, 21. März 2019

Tschaikowskiy, Peter Ilyich: Swan Lake - State Academic Symphonic Orchestra of Russia, Vladimir Jurowski

Sinfonischer 'Schwanensee'


Label/Verlag: Pentatone Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Vladimir Jurowski mit einer Neueinspielung von 'Schwanensee', die alles richtig macht.

Peter Tschaikowskys 'Schwanensee' op. 20 dürfte zu den bekanntesten Ballettmusiken überhaupt gehören. Wenn nun bei Pentatone auf zwei hybriden SACDs eine Neueinspielung dieses oft interpretierten Klassikers erscheint, scheint das zunächst also kein Grund zu sein, um aufzumerken. Drei Gründe jedoch sorgen dafür, dass vorliegende Aufnahme nach Dafürhalten des Rezensenten weit oben, quasi auf dem Gipfel der 'Schwanensee'-Einspielungen landet: die Fassung, die Interpreten und die Klangqualität. Wie sich im Booklet der ansprechend gestalteten Box nachlesen lässt, wird 'Schwanensee' nämlich in der Regel in der Fassung von Marius Petipa und Lew Iwanow gegeben, die erst 1895, nach Tschaikowskys Tod also, aufgeführt wurde. Auch wenn Umarbeitungen von Ballettmusiken im 19. Jahrhundert eine gängige Praxis waren, sozusagen der Normalfall, weicht diese Version nicht nur von den Tempi her von der Uraufführungsversion von 1877 ab, sondern weist auch Kürzungen, Streichungen und Umstellungen der einzelnen Nummern auf.

Besagter Originalversion von 1877 haben sich das Akademische Staats-Sinfonieorchester Russlands 'Evgeny Svetlanov' unter seinem künstlerischen Leiter Vladimir Jurowski nun hier angenommen. Auf diese Weise gelange die, laut Jurowski, sinfonische Konzeption des Balletts in vier Akten zum Vorschein, die 'Schwanensee' von den restlichen ‚Massenballetten‘ der Zeit abheben, ohne die tänzerische Anlage dabei zu vernachlässigen. Dementsprechend liegt dieser Aufnahme auch ein (störungsfreier) Konzertmitschnitt von Februar 2017 und 2018 aus der Rachmaninow-Halle in Moskau zugrunde.

Sinfonischer Bogen

Von den ersten Takten an wird hier deutlich, dass dieses Orchester unter Jurowski den Tschaikowsky gleichsam im Blut hat und – wie sollte es anders sein – mit ‚russischem Idiom‘ musiziert. Auch wenn es vom Oboensolo bis zum ersten dramatischen Ausbruch mit Becken und großer Trommel nur wenige Augenblicke sind, kommt hier bereits die gewandte Lebendigkeit dieser Musik in all ihren Nuancen ans Licht. Zudem zeichnet nicht nur die Streicher eine ungewöhnliche klangliche Wärme aus, auch die Holz- und Blechbläser transportieren die für 'Schwanensee' typische, ausufernd lyrische Expressivität ohne jegliche Schärfen. Dank Jurowskis natürlichem Zugriff kommt hier auch der besagte sinfonische Charakter mit seinem die einzelnen Nummern überspannenden Bogen nicht zu kurz, sodass die Zeit beim Hören wie im Flug vergeht. Nicht zuletzt ist das Klangbild im Surround-Modus transparent gestaffelt und weist eine wunderbare Räumlichkeit auf, sodass sich die Instrumentengruppen auf der imaginären Klangbühne bestens verorten lassen und der weiche Orchesterklang ins Wohnzimmer transportiert wird. Somit zeigt diese Aufnahme von 'Schwanensee', dass auch scheinbar allzu oft eingespielte Werke eine Neuauflage verdienen, wenn alles richtig gemacht wird.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tschaikowskiy, Peter Ilyich: Swan Lake: State Academic Symphonic Orchestra of Russia, Vladimir Jurowski

Label:
Anzahl Medien:
Pentatone Classics
2
EAN:

827949064067


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Tschaikowsky, Peter


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Pentatone Classics

PentaTone wurde im Jahr 2001 von drei ehemaligen Leitenden Angestellten der Philips Classics zusammen mit Polyhymnia International (dem ehemaligen Philips Classics-Aufnahmezentrum) ins Leben gerufen.
Die Gründer von PentaTone sind überzeugt, dass der 5-Kanal Surround-Sound allmählich den heute noch gängigen Stereo-Sound ersetzen wird, vor allem weil er die Hörerfahrung immens bereichert. Die Einführung der Super Audio-CD (SA-CD) durch Sony und Philips hat es dem Hörer ermöglicht, sich den Konzertsaal direkt ins eigene Wohnzimmer zu holen. Die SA-CD hat im Vergleich zur CD eine weitaus höhere Speicherkapazität und sie kann 5-Kanal-Informationen in hoher Auflösung aufnehmen. Deshalb bietet die SA-CD einen hochwertigen Surround Sound.
Alle PentaTone-Aufnahmen erscheinen auf sog. hybriden SA-CDs, die zwei miteinander verbundene Schichten haben. Die erste enthält das normale CD-Signal, während auf der zweiten das Surround-Sound-Signal abliegt. Diese hybriden Tonträger können mit Stereo-Effekt auf jedem normalen CD-Spieler abgespielt werden. Um den Surround Sound-Effekt zu erzielen, benötigt man einen SA-CD-Spieler.
PentaTone baut seit einigen Jahren mit den hervorragenden Aufnahmen von Polyhymnia International einen neuen Klassikkatalog auf, der die berühmtesten Werke der Musikgeschichte enthält, interpretiert von absoluten Weltklasseinterpreten. So wurden Symphonie-Zyklen von Beethoven, Bruckner, Schostakowitsch und Schumann begonnen. Ein Brahms-Zyklus mit Marek Janowski am Pult des Pittsburgh Symphony Orchestra ist bereits erschienen. Sämtliche Werke für Violine und Orchester von Mozart wurden mit Julia Fischer aufgenommen, dem "Gramophone Artist of the Year 2007". In seiner kurzen Geschichte hat PentaTone bereits zahlreiche renommierte Preise gewonnen, darunter einen Grammy, einen Gramophone Award, einen Preis der deutschen Schallplattenkritik, zwei Echos, zwei Diapason d'Ors de l'année und einen CHOC de l'année.
Neben den Neuaufnahmen veröffentlicht PentaTone auch historische Surround Sound-Aufnahmen auf SA-CD. Dafür hat PentaTone sämtliche, zwischen 1970 und 1980 von Philips Classics im Quadrophonie-Verfahren entstandenen Aufnahmen für die Herausgabe auf SA-CD lizenziert. Auf diesen Einspielungen sind die legendären Philips Classics-Künstler jener Epoche zu hören. Mit dem heutigen SA-CD-System kommen diese spektakulären und hochwertigen 4-Kanal-Aufnahmen so zur Geltung, wie man es ursprünglich geplant hatte. Die Serie trägt den Titel "RQR" (Remastered Quadrophonic Recordings).


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