> > > Suppé, Franz von: Ouvertüren: Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic
Samstag, 24. August 2019

Suppé, Franz von: Ouvertüren - Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic

Appetitanreger


Label/Verlag: BR-Klassik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ivan Repusic und das Münchner Rundfunkorchester gratulieren Franz von Suppé mit einem Ouvertüren-Bouquet zum 200. Geburtstag.

Alle reden von Offenbach. Dabei kann die Musikwelt 2019 nicht nur den 200. Geburtstag des französischen Operettenkönigs feiern, sondern auch den von Franz von Suppé, der neben Johann Strauß die Goldene Wiener Operettenära begründete. Fast 200 Bühnenwerke entstammen seiner Feder, deren Spannbreite von der romantischen Oper bis zur volkstümlichen Posse reicht. Im Repertoire gehalten hat sich allerdings nur die Operette 'Boccaccio', die sehr frei das Liebesleben des Florentiner Dichters behandelt, vor allem aber die Ouvertüre zu 'Dichter und Bauer'. Seiner historischen Bedeutung nach angemessen gewürdigt wurde der österreichische Komponist, der als Jugendlicher nach Wien zog, anlässlich seines Jubiläums freilich nicht. Ausnahme war die Oper Chemnitz, die in Kooperation mit der Wiener Volksoper als einzige Suppé-Inszenierung im deutschsprachigen Raum die Ausgrabung von 'Der Teufel auf Erden' auf den Spielplan setzte.

Aber auch auf dem CD-Sektor passierte wenig. Die mediale Erinnerung an Suppé beschränkt sich, wenig einfallsreich, auf eine neue Kollektion von Operetten-Ouvertüren, die im Vorfeld des Jubiläums veröffentlicht wurde. Viele dieser instrumentalen Einstimmungen sind bekannter als die kompletten Werke und sie liegen in zahlreichen Einspielungen vor, ein paar sogar mit Herbert von Karajan.

Wunschkonzertknüller

Der aktuelle Dirigent ist der gebürtige Kroate Ivan Repušić und damit Landsmann des 1819 in Spalato, dem heutigen Split, geborenen Komponisten. Mit seinem Münchner Rundfunkorchester, dessen Chef er seit der Saison 2017/2018 ist, hat er acht Vorspiele ausgewählt und sie alle hübsch aufpoliert. Jedes dieser Präludien besitzt einen eigenen Charakter: Da ist zum Beispiel der französische Esprit in 'Die Schöne Galathée', Suppés Antwort auf Offenbachs 'La belle Hélène', oder das italienische Brio in 'Boccaccio'; in 'Leichte Kavallerie' mischen sich ungarisches Kolorit und schneidige Marschmusik; und in 'Dichter und Bauer' macht die Abfolge von einprägsamen Melodien deutlich, warum diese Ouvertüre zu den Wunschkonzertknüllern gehört. 

Ivan Repušić und das beherzt aufspielende Münchner Rundfunkorchester formen aus jeder dieser Introduktionen ein Schmuckstück mit persönlicher Note. Das hat Schmiss und Leichtigkeit zugleich, ist dynamisch delikat abgestimmt und rhythmisch prickelnd. Im zweisprachigen Booklet kann man viel Wissenswertes zum Hintergrund der Operetten nachlesen. Und währenddessen oder danach die Ouvertüren genießen, die auf diesem musikalisch und auch klanglich hohen Niveau akustisch richtig Spaß machen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Suppé, Franz von: Ouvertüren: Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
BR-Klassik
1
28.09.2018
059:29
2018
Medium:
EAN:
BestellNr.:
Booklet
CD
4035719003260
900326


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Suppé, Franz von


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"FRANZ VON SUPPÉ OUVERTÜREN Franz von Suppé ist – gleich nach Johann Strauß (Sohn) – einer der bekanntesten österreichischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, die ihren Tribut vor allem der Leichten Muse gezollt haben. Sein Werkverzeichnis listet knapp drei Dutzend Operetten und Spielopern sowie unzählige Lustspiele des Sprechtheaters, die er mit musikalischen Nummern umrahmt und aufgelockert hat: das typische Repertoire der alten Wiener Vorstadt- und Volkstheater, das er als Kapellmeister am Theater in der Josefstadt, als „Chef-Komponist und -Dirigent“ am Theater an der Wien und später an anderen Bühnen der Donaumetropole fantasievoll bereicherte. Seine bekanntesten Operetten sind „Die schöne Galathée“ (1865), „Fatinitza“ (1876) und „Boccaccio“ (1879). Mögen die meisten seiner Bühnenwerke auch in Vergessenheit geraten sein – seine funkelnden, spritzigen, mit- und hinreißenden Ouvertüren sind höchst lebendig und vermitteln eine Idee von der kompositorischen Kunst des Tonsetzers, seiner Fantasie im Erfinden ohrwurmtauglicher Melodien und seinen handwerklichen Fertigkeiten, was Formgestaltung oder Instrumentierung betrifft. Seine Ouvertüren wie „Leichte Kavallerie“, „Dichter und Bauer“ oder „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ sind aus dem Kernrepertoire der Wiener Musik der sogenannten Goldenen Operettenära nicht wegzudenken und sie stehen immer wieder auf dem Programm populärer Konzertveranstaltungen, wie etwa der Wiener Neujahrskonzerte. Als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters hat Ivan Repušić einige der bekanntesten und beliebtesten Ouvertüren Suppés für seine neue Studioproduktion ausgewählt, die im Mai 2018 eingespielt wurde und nun bereits bei BR Klassik als CD erscheint. Das Album bereitet gleichzeitig auf das im kommenden Jahr gefeierte 200ste Geburtsjahr des Komponisten vor: Franz von Suppé wurde am 18. April 1819 im dalmatischen Spalato (heute dem kroatischen Split) geboren und starb am 21. Mai 1895 in Wien. "


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BR-Klassik

Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter einer gemeinsamen Marke den Musikfreunden angeboten. Das Label heißt BR-KLASSIK. Zum Start sind acht Tonträger sowie eine DVD am 18. September 2009 veröffentlicht worden. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 70 Aufnahmen.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden nun unter der gemeinsamen Marke BR-KLASSIK auf dem hauseigenen Label dokumentiert.

Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Label-Manager geleitet. Mit ihm und Peter Alward als A&R-Consultant konnte der Bayerische Rundfunk zwei erfolgreiche, externe Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.

Als logische und konsequente Fortsetzung der Surround-Sound-Offensive im Hörfunkprogramm von Bayern 4 Klassik, das ausgewählte Sendungen im Mehrkanalton und mit erhöhter Datenrate überträgt, werden auch die Tonträger-Veröffentlichungen des Öfteren als audiophile SACD produziert. Die Hybrid-SACD-Tonträger lassen sich als herkömmliche CD abspielen, enthalten aber auch eine Stereo-Spur im hochauflösenden DSD-Format sowie eine Mehrkanal-Fassung in 5.0 bzw. 5.1-Surround.

In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.

Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Neue Aufnahmen werden im Highprice-Segment veröffentlicht, die CDs der ARCHIVE- und WISSEN-Serie auf Midprice. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Musicload u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.


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