> > > Haydn, Michael: Die Wahrheit der Natur: Salzburger Hofmusik, Wolfgang Brunner
Mittwoch, 12. August 2020

Haydn, Michael: Die Wahrheit der Natur - Salzburger Hofmusik, Wolfgang Brunner

Allegorisch


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die Salzburger Hofmusik bemüht sich mit gemischtem Erfolg um ein Singgedicht.

Mit viel Geschmack und Stilgefühl bemüht sich die Salzburger Hofmusik unter Wolfgang Brunner um die Wiederbelebung des allegorischen Singspiels 'Die Wahrheit der Natur in den drei irdischen Grazien, nämlich in der Dichtkunst, Musik und Malerei' aus dem Jahr 1769, komponiert von Michael Haydn. Leider will ein dramatischer Gestus nicht recht aufkommen, zum einen wegen etwas zu getragener Tempi, vor allem aber, weil auf die Wiedergabe der Dialoge verzichtet wurde.

Die Gesangssolisten vermögen gleichwohl diese Mängel fast vollständig auszugleichen – vor allem der lyrische Tenor Maximilian Kiener (Mentor) und der Countertenor Armin Gramer (die Natur), die sich nicht nur durch vorbildliche Textausdeutung auszeichnen, sondern auch durch feinsinniges dramatisches Gespür auszeichnen. Diana Plasse, Nele Gramß, Lina Ferencz, Virgil Hartinger und Markus Miesenberger steuern teils eher instrumental geführten Gesang, teils eher dramatisch aufgeladene Interpretationen bei, die an das Niveau der anderen Interpreten nicht ganz heranreichen. Das Fazit des Schlusschores ‚Wo die Natur nicht ist, nutzet es nicht‘ spiegelt sich eben nicht in der interpretatorischen Gesamtleistung.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Haydn, Michael: Die Wahrheit der Natur: Salzburger Hofmusik, Wolfgang Brunner

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203503223

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Haydn, Johann Michael


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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