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Sonntag, 21. April 2019

Open Your Ears - Wege zur Neuen Musik - Gerd Albrecht dirigiert und erklärt

Freundschaftlich vertieft


Label/Verlag: Arthaus Musik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Gerd Albrecht im Gespräch: ein pädagogisch wertvoller Blick auf Musik der jüngeren Vergangenheit.

Schon lange bevor es flächendeckende Bemühungen zur Akquise junger Besucherkreise zu Symphoniekonzerten, Oper und dergleichen gab, geschweige denn Studiengänge in Musikvermittlung, setzte sich Gerd Albrecht (1935–2014) ab den 1970er-Jahren mit großem Erfolg musikpädagogisch ein. Er erläuterte Werke (so wie man das im Glücksfall in gutem Musikunterricht vermittelt bekam), stellte teilweise auch weniger Bekanntes vor und fand den rechten Tonfall zwischen Popularität und musikalischer Tiefe. Die vorliegende Edition spiegelt einerseits eine Reihe von Gesprächskonzerten des Senders Freies Berlin aus den Jahren 1986–1995, in denen Gerd Albrecht, unterstützt von ‚seinem‘ Radio-Symphonie-Orchester Berlin, einzelne Werke zeitgenössischer Komponisten vorstellte, und zwar im Dialog mit dem jeweiligen Komponisten.

In insgesamt vierzehn Konzerten wurden neben den hier vorgestellten auch Kompositionen u.a. von Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm, Michael Tippett, Aribert Reimann, Cristóbal Halffter und Rolf Liebermann vorgestellt. Zwanzig Jahre später (2011) folgte eine vergleichbare Produktion mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (dem vormaligen Konkurrenzorchester des heutigen Deutschen Symphonie-Orchester Berlin) in Zusammenarbeit mit dem Verein Klingendes Museum und dem RBB. Mit Krzysztof Penderecki, Hans Werner Henze, György Ligeti, Mauricio Kagel, Isang Yun und (als ‚Nachzügler‘) Jörg Widmann stehen in der vorliegenden Edition Komponisten im Fokus, die vor allem im deutschen Kulturraum große Bekanntheit erlangt haben; warum die Konzertreihe nicht vollständig veröffentlicht wurde, erfährt man im ansonsten so umfangreichen Begleitbuch leider nicht.

Erhellende Einsichten, eindringliche Interpretationen

Das Sympathische, das den Musikvermittler wie den wichtigen Exegeten Neuer Musik Gerd Albrecht auszeichnete, kommt in den Produktionen ganz wunderbar zur Geltung. Die Ausführungen der Komponisten bieten aber eine ganz besondere zusätzliche – nicht selten extrem subjektive Farbe. Dass man dem Blick der Herren (selbst in der Konzertreihe war nur eine Komponistin, Sofia Gubaidulina, zu Gast) auf die Musikgeschichte gelegentlich widersprechen möchte, fällt, lässt man sich auf diese Zeitdokumente ein, kaum ins Gewicht, auch dass die Konzertreihe in nicht geringem Maße einerseits die rundfunkpolitischen Interessen der damaligen Zeit, andererseits aber auch die persönlichen Kontakte und Freundschaften des Dirigenten Gerd Albrecht spiegelt. Und die persönliche Verbindung des Menschen und Musikers Gerd Albrecht zu den Komponisten führt nicht nur zu erhellenden Einsichten das Werk betreffend, sondern vor allem auch zu eindringlichen Interpretationen der diskutierten Werke.

Jedes Konzert dauert zwischen 60 und 70 Minuten, gleich wie lange die Komposition selbst ist (die umfänglichsten sind Henzes 'Barcarola' für großes Orchester und Kagels 'Quodlibet' für Frauenstimme und Orchester). Dennoch ist der Eindruck großer Vertiefung in die jeweilige Komposition und des freundschaftlichen Diskurses mit ihrem Schöpfer immer ein besonders tiefer. Ganz unterschiedliche Welten werden aufgefaltet, ob in Pendereckis 'Partita' (in der Fassung von 1971), Ligetis 'San Francisco Polyphony' oder Yungs Tanzfantasie 'Muak'. Der ‚Nachschlag‘ mit Jörg Widmanns 'Elegie' für Klarinette und Orchester (in der der Komponist selbst als Solist mitwirkt) fügt sich fast nahtlos in die vorherigen Konzerte ein, und man bedauert nur, dass nicht mehr dieser Gesprächskonzerte auf DVD vorgelegt wurden (und die vorliegenden nur englisch untertitelt sind).

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:
Features:
Regie:







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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Open Your Ears - Wege zur Neuen Musik: Gerd Albrecht dirigiert und erklärt

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Arthaus Musik
6
23.03.2018
EAN:

4058407090854


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Henze, Hans Werner
Kagel, Mauricio
Ligeti, György
Penderecki, Krzysztof
Widmann, Jörg
Yun, Isang


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Arthaus Musik

Arthaus Musik wurde im März 2000 in München gegründet und hat seit 2007 seinen Firmensitz in Halle (Saale), der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels.

Das Pionierlabel für Klassik auf DVD veröffentlicht nunmehr seit 13 Jahren hochkarätige Aufzeichnungen von Opern, Balletten, klassischen Konzerten, Jazz, Theaterinszenierungen sowie ausgesuchte Dokumentationen über Musik und Kunst. Mit bis zu 150 Veröffentlichungen pro Jahr sind bisher über 1000 Titel auf DVD und Blu-ray erschienen. Damit bietet Arthaus Musik den weltweit umfangreichsten Katalog von audiovisuellen Musik- und Kunstproduktionen und ist seit Gründung des Labels international führender Anbieter in diesem Segment des Home Entertainment Marktes.

In vielen referenzgültigen Aufzeichnungen sind die größten Künstler unserer Zeit wie auch aus vergangenen Tagen zu hören und zu sehen. Unter den Veröffentlichungen finden sich Aufnahmen mit Plácido Domingo, Cecilia Bartoli, Luciano Pavarotti, Maria Callas, Jonas Kaufmann, Elīna Garanča; mit Dirigenten wie Carlos Kleiber, Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel, Pierre Boulez, Zubin Mehta; aus Opernhäusern wie der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris , der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin und dem Opernhaus Zürich.

Zahlreiche Veröffentlichungen des Labels wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Oscar-prämierte Animationsfilm ?Peter & der Wolf? von Suzie Templeton, die aufwändig produzierte ?Walter-Felsenstein-Edition? und die von Sasha Waltz choreographierte Oper ?Dido und Aeneas?, die beide den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielten. Mit dem Midem Classical Award wurden u. a. die Dokumentationen ?Herbert von Karajan ? Maestro for the Screen? von Georg Wübbolt und ?Celibidache ? You don?t do anything, you let it evolve? von Jan Schmidt-Garre ausgezeichnet. Die Dokumentation ?Carlos Kleiber ? Traces to nowhere? von Eric Schulz erhielt den ECHO Klassik 2011.

Mit der Tochterfirma Monarda Arts besitzt Arthaus Musik eine ca. 900 Produktionen umfassende Rechtebibliothek zur DVD-, TV- und Onlineauswertung. Seit 2007 entwickelt das Unternehmen kontinuierlich die Sparte Eigenproduktion mit der Aufzeichnung von Opern, Konzerten, Balletten und der Produktion von Kunst- und Musikdokumentationen weiter.

Arthaus Musik DVDs und Blu-ray Discs werden über ein leistungsfähiges Vertriebsnetz, u.a. in Kooperation mit Naxos Global Distribution in ca. 70 Ländern der Welt aktiv vertrieben. Darüber hinaus veröffentlicht und vertreibt Arthaus Musik die 3sat-DVD-Edition und betreut für den Buchhandel u.a. die Buch- und DVD-Edition über Pina Bausch von L’Arche Editeur, Preisträger des Prix de l’Académie de Berlin 2010.


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