> > > Strauss, Richard: Also sprach Zarathustra, Don Quixote: Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle
Donnerstag, 27. Juni 2019

Strauss, Richard: Also sprach Zarathustra, Don Quixote - Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle

Musik nach literarischen Helden


Label/Verlag: OehmsClassics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Unter dem Dirigat von Sebastian Weigel überzeugt das Frankfuhrter Opern-und Museumsorchester mit zwei Tondichtungen von Richard Strauss.

Fanfarenhaft, bombastisch, aber auch mit sensiblem Gespür für die feinen Stimmungen spielt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter dem Dirigat Sebastian Weigels Richard Strauss‘ 'Also sprach Zarathustra', neben 'Don Quixote' einer der zwei Tondichtungen auf dieser sechsten und letztem CD der Einspielungsreihe.

Mit 'Also sprach Zarathustra', 1896 komponiert, wendet sich Richard Strauss ganz bewusst einem philosophischen Text zu und setzt damit der lethargisch pessimistischen Stimmung des Fin de siècle die dionysische Gedankenwelt Nietzsches entgegen. Wahrhaft ‚sehr breit‘, wie vom Komponisten gefordert, entrückt die Einleitung in einen visionären, energetischen Wiederbeginn fern der abgenudelten Interpretationen für diverse Veranstaltungen und Unterhaltungssituationen im medialen Alltag. Aus einem Guss und ohne Unterbrechung entwickeln sich neun musikalische Szenen, deren Titel, nachträglich gesetzt, einzelne Gedankenwelten Nietzsches akzentuieren. In 'Von den Hinterweltlern', mit dämonisch vibrierenden Tonalitäten und intrigantem Gezupfe im Untergrund, entwickeln sich nahtlos die Motive. 'Der Genesende' erhebt sich aus der dunkelsten Tiefe in lyrisches Erleben, schwelgt in Höhenflügen und filigranen Klangspielen, durchschnitten von herrisch-resoluter Klangdominanz. Das Klangfeuerwerk verdichtet sich, gefährdet von dämonischer Tiefe in 'Von der Wissenschaft'. Flirrende Klangteppiche umhüllen auftauchende Dunkelheiten. Drohende Aggression unterbricht abrupt das 'Tanzlied'. Es huldigt mit walzendem, euphorisch akzentuiertem Dreivierteltakt genussvoll der Lebensfreude und dem einfachen Naturempfinden, eröffnet in weiten lyrischen Bogen harmonische Welten, die sich im 'Nachtwanderlied' noch einmal gewittrig aufbauen und in tonschimmernden Flimmern ganz zart pianissimo ausklingen.

Neben dieser gigantischen Komposition scheint 'Don Quixote' trotz der engagierten Interpretation des Frankfurter Orchesters zunächst etwas blass. Der galant-elegante Rahmen vergangener Ritterwelten bestimmt die Introduktion und taucht als roter Faden in den zehn Variationen um Don Quixotes Abenteuer auf. Es entfaltet sich vor allem eine musikalische Charakterisierung zweier grundverschiedener Typen: Don Quixote, der Ritter von der traurigen Gestalt, durch die kraftvollen Soli des Violoncellos, Sancho Pansa durch die rustikal-geerdete Solobratsche.

Der Reiz liegt in den Dialogen der beiden Solo-Instrumente und den witzig-ironischen Tanzmotiven, die unter dem Dirigat Sebastian Weigels immer vehementer und temperamentvoller herausgearbeitet werden. Die Turbulenzen von Don Quixotes Liebes- und Kampfabenteuer macht das Orchester hörbar.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Strauss, Richard: Also sprach Zarathustra, Don Quixote: Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
OehmsClassics
1
10.08.2018
Medium:
EAN:

CD
4260034868939


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Strauss, Richard


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OehmsClassics

Ein erfülltes Leben ist ohne Musik kaum denkbar. Musik spiegelt unsere Wahrnehmung der Umwelt und die Realität heutiger wie vergangener Zeiten. Gute Musik ist immer neu, immer frisch, immer wieder entdeckenswert. Deshalb bin ich überzeugt: Es gibt nicht -die- eine, definitive, beste Interpretation der großen Werke der Musikgeschichte. Und genau das macht klassische Musik so spannend: Jede Musikergenerationen experimentiert, entdeckt neue Blickwinkel, setzt unterschiedliche Schwerpunkte - derselbe Notentext wird immer wieder von anderen Strömungen belebt.

Deshalb ist ein Musikstück, egal aus welchem Jahrhundert, auch immer Neue Musik. OehmsClassics hat es sich zur Aufgabe gemacht, am Entdecken der neuen Seiten der klassischen Musik mitzuwirken.

Unser Respekt vor den künstlerischen Leistungen der legendären Interpreten ist gewiss. Unser Ziel als junges CD-Label sehen wir jedoch darin, den interpretatorischen Stil der Gegenwart zu dokumentieren. Junge Künstler am Anfang einer internationalen Karriere und etablierte Künstler, die neue Blickwinkel in die Interpretationsgeschichte einbringen - sie unterstützen wir ganz besonders und geben ihnen ein Forum, um auf dem Tonträgermarkt präsent zu sein.

Sie, liebe Musikhörer, bekommen damit die Gelegenheit, heute die Musikaufführung zu Hause nachzuvollziehen, die Sie gestern erst im Konzertsaal oder Opernhaus gehört haben. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns die neuen Seiten der klassischen Musik zu erleben!


Ihr
Dieter Oehms


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