> > > Sibelius/Rautavaara: Violinkonzerte: Tobias Feldmann, Orchestre Philharmonique Royal de Liège, Jean-Jacques Kantorow
Donnerstag, 1. Oktober 2020

Sibelius/Rautavaara: Violinkonzerte - Tobias Feldmann, Orchestre Philharmonique Royal de Liège, Jean-Jacques Kantorow

Besser ungewohnt als traditionell


Label/Verlag: Alpha Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mit dem Violinkonzert von Einojuhani Rautavaara scheinen sich die Musiker hier wohler zu fühlen als bei Sibelius.

Während das Violinkonzert von Jean Sibelius nachgerade Standardrepertoire ist, gehört das 1977 in New York vollendete Werk von Einojuhani Rautavaara zu den Raritäten. Dabei ist die Komposition von hoher Attraktivität, wenn auch gleichzeitig zeitgebunden und mit einem gehörigen ‚amerikanischen Touch‘ versehen. Neben zwei finnischen Einspielungen können wir das spannende zweisätzige Werk nun auch in der hier vorliegenden Produktion mit dem hessischen Geiger Tobias Feldmann und dem Orchestre Philharmonique de Liège unter Jean-Jacques Kantorow genießen, der sich nach seiner geigerischen Karriere einen großen Namen als Dirigent gemacht hat.

Die Interpretation ist von großer Eleganz und kühler Schlankheit, mit großem Obertonreichtum – im Gesamteindruck von größerer Klangvielfalt etwa als die Ondine-Einspielung mit Elmar Oliveira unter Leif Segerstam. Hier wie im Sibelius bedienen Feldmann und Kantorow ein ausgesprochen weites Spektrum an Stimmungen und Valeurs, ist die emotionale Dichte von großer Intensität. Allerdings scheinen sich die Musiker beim Rautavaara wohler zu fühlen als bei dem Standardwerk, in dem sie sich immer wieder im Detail verfangen und der große Bogen gelegentlich etwas verloren zu gehen droht. Doch für den Rautavaara bleibt die Neueinspielung wohl unverzichtbar.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Sibelius/Rautavaara: Violinkonzerte: Tobias Feldmann, Orchestre Philharmonique Royal de Liège, Jean-Jacques Kantorow

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Alpha Classics
1
08.06.2018
Medium:
EAN:
CD
3760014193576

Cover vergössern

Rautavaara, Einojuhani
Sibelius, Jean


Cover vergössern

Alpha Classics

"Haute-Couture-Label", "Orchidee im Brachland der Klassikbranche" oder schlicht "Wunder", das sind die Titel mit denen das französische Label ALPHA von der Fachpresse hierzulande bedacht wird. In der Tat ist die Erfolgsgeschichte des Labels ein kleines Wunder. Honoriert wurde hiermit die Pionierlust und Entdeckerfreude des Gründers Jean-Paul Combet und die außerordentliche Qualität seiner Künstler und Ensembles (z.B. Vincent Dumestre, Marco Beasley, Christina Pluhar u.v.a.), aber auch die auffallend schöne, geschmackvolle Präsentation der Serie "ut pictura musica" mit ihren inzwischen mehr als 200 Titeln. Das schwarze Front-Layout und die Grundierung mit venezianischem Papier im Innern sind mittlerweile genauso zum Markenzeichen geworden wie die ausgesprochen stimmungsvollen Fotografien der Aufnahmesitzungen durch den Fotografen Robin Davies. Das Programm umfasst die Zeitspanne von der mittelalterlichen Notre Dame-Schule bis hin zur klassischen Moderne, doch ist nach wie vor ein deutlicher Schwerpunkt auf Alte Musik zu erkennen. Innerhalb des Labels möchte die zweite, auch "Weiße Reihe" genannte, Serie "Les Chants de la terre" die ältesten Quellen musikalischen Ausdrucks erkunden. Mit Virtuosität und Spielfreude widmet man sich hier dem Beziehungsfeld von schriftlich überlieferten und mündlich weitergegebenen Musiktraditionen, um alte Melodien zu neuem Leben zu erwecken. Trotz akribischer musikwissenschaftlicher Recherche geht es hier nicht um eindimensionale, akademisch trockene Werktreue, sondern um lebendigen Umgang mit altem Material.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...
Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Alpha Classics:

  • Zur Kritik... Vielfältig schillernde Orchestersprache: Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich engagieren sich auf höchstem Niveau für die vielfältig schillernden Orchesterwerke Olivier Messiaens. Weiter...
    (Dr. Michael Loos, )
  • Zur Kritik... Heroischer Sang an die schöne Magelone: Der amerikanische Bariton John Chest entführt in den Brahms-Zyklus op. 33 und imponiert durch eine kräftige und klangvolle Interpretation, die etwas an Kontrasten spart. Weiter...
    (Lorenz Adamer, )
  • Zur Kritik... Merkwürdige Mischung: Eine merkwürdige programmierte Veröffentlichung dient wenig dem Komponisten und auch nur wenig den Interpreten. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Alpha Classics...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Beethoven-Randrepertoire: Diese CD gehört zu den ungewöhnlichen und lohnenden Neuerscheinungen des Beethoven-Jahres. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Pärts Geheimnis: Schlichte Linien schlicht zu singen ist ein wesentliches Geheimnis bei Arvo Pärt: Das gelingt auf der Platte der Gloriæ Dei Cantores nur mit deutlichen Abstrichen. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Düstere Beschwörungen: Pianist Frank Peters und Mezzosopranistin Ekaterina Levental beginnen eine Gesamteinspielung der ziemlich individuellen Lieder des Russen Nikolaj Medtner. Weiter...
    (Jan Kampmeier, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Jupiter

Anzeige

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (10/2020) herunterladen (3612 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Anton Rubinstein: String Quartet No.41,1 in E minor - Allegro assai

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich