> > > Huber, Rupert: Nachklang - Rose - Wermut - Der kranke Mann: Chor des Bayerischen Rundfunks, Dastan Ensemble, Mike Svoboda, Rupert Huber
Samstag, 26. September 2020

Huber, Rupert: Nachklang - Rose - Wermut - Der kranke Mann - Chor des Bayerischen Rundfunks, Dastan Ensemble, Mike Svoboda, Rupert Huber

Wenn Chöre Geschichten erzählen


Label/Verlag: Neos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Europäisch und persisch: Die einen singen nach Noten, die anderen improvisieren. So entsteht Einzigartiges im Stil eines unverkennbaren Chorklangkünstlers.

Rupert Huber ist Komponist und Performance-Künstler. ‚Neue Musik‘, die vor allem Neuschöpfungen des 20. Jahrhunderts umfasst, ist sein Thema. Er selbst experimentiert als Brückenbauer, verbindet unterschiedliche Stile und Kulturen, setzt seinen Schwerpunkt auf die Chormusik. Als Dirigent namhafter Rundfunkchöre hat er Erfahrung gesammelt, reizt das Gestaltungs-Spektrum in der Mehrstimmigkeit aus. Vielfarbige, expressive Lautbildungen zur Charakterisierung unterschiedlichster Stimmungen wie Gemütszustände kennzeichnen seine Werke 'Nachklang – Rose', 'Wermut' und 'Der kranke Mann', festgehalten als Livemitschnitte oder Produktionen aus den Jahren 1995, 2004 und 2012 mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks.

Als Inspirationsquellen dienten ihm Metaphern, zum Beispiel der Duft der Rose im 'Nachklang – Rose' für Chor und persische Instrumente. Während der Chor eine durchkomponierte Mixtur aus Cluster und Melodien anstimmt, erzeugt das persische Instrumentalensemble durch sein improvisatorisches Spiel einzigartige Momente. In 'Wermut' für Chor und Posaune setzt Rupert Huber den Klang der Posaune als Sinnbild für das Jenseitige ein, verbunden mit einem die Apokalypse beschwörenden, klanggewaltig intonierenden Chor. Für 'Der kranke Mann' für Chor a cappella entlieh er sich das Thema der 'Geistervariationen' von Robert Schumann. Die fünfteilige Komposition beginnt mit der Vorstellung des Themas, danach folgen vier Variationen. Der Schlusssatz, eine Phantasie, steigt aus dem tiefsten Abgrund empor, baut sich zu einer ekstatischen Welle auf, verhallt am Ende im Nichts. So gelingt ein faszinierendes Szenario in einer fesselnden Interpretation. Das gilt im Übrigen für jedes seiner Werke auf dieser CD.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Huber, Rupert: Nachklang - Rose - Wermut - Der kranke Mann: Chor des Bayerischen Rundfunks, Dastan Ensemble, Mike Svoboda, Rupert Huber

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Neos
1
18.05.2018
Medium:
EAN:
CD
4260063116070

Cover vergössern

Neos

NEOS ­ das neue Label für Zeitgenössische Musik, das seit Mitte Mai 2007 auf dem deutschen, seit Oktober 2007 auch auf dem internationalen Markt präsent ist. Im Zentrum der Neuveröffentlichungen stehen Kompositionen des  20. und 21. Jahrhunderts - die Betonung liegt dabei auf Welt-Ersteinspielungen.

Insofern setzt Wulf Weinmann den bei seinem früheren Label col legno eingeschlagenen Weg konsequent fort. Langjährige frühere Partner wie  das Internationale Musikinstitut Darmstadt (IMD), die Donaueschinger Musiktage des SWR, die musica viva des Bayerischen Rundfunks oder die Salzburger Festspiele haben die Zusammenarbeit mit Weinmann auch für die Zukunft vereinbart.

Inzwischen weitet sich NEOS programmatisch aus: Vier Produktlinen entwickeln sich im Kontext Neuer Musik in Zusammenarbeit mit Komponisten und Interpreten, die über ein weit gespanntes Repertoire verfügen: Aufnahmen, die Tradition und Moderne verbinden, Werke früherer Meister in bisher nie oder selten gehörten Interpretationen meist originaler Bearbeitungen sowie eine Jazzlinie mit Musikern, die man eher aus der zeitgenössischen Musikszene kennt, wie Olga Neuwirth oder Mike Svoboda.

NEOS veröffentlicht pro Jahr ca. 40 CDs, SACDs und DVDs, die weltweit (z.B. in Deutschland über helikon harmonia mundi) vertrieben werden. Hohe technische Qualität der Aufnahmen ist selbstverständlich. Auch Design und ansprechende Verpackung sind zentrales Anliegen: Alle Produktionenerscheinen in Digipacks mit ausführlichen Textinformationen und Illustrationen.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...
Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Neos:

  • Zur Kritik... Wie klingt die Bratsche?: Verstörende und betörende Klänge in einer klanglichen Tour de force. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Intelligent: Ideale Koinzidenz von absoluter Notentreue mit persönlicher Aussage: Andreas Skouras spielt Bernd Alois Zimmermanns sämtliche Klavierwerke. Weiter...
    (Michael Pitz-Grewenig, )
  • Zur Kritik... Gestern und morgen: Das Minguet Quartett setzt seine vorbildliche Erkundung von Peter Ruzickas Schaffen für und mit Orchester fort. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Neos...

Weitere CD-Besprechungen von Christiane Franke:

  • Zur Kritik... Überraschend modern: Beispielhaft widerlegt das Szymanowski Quartett in seiner Besetzung von 2014 die Vorstellung, dass Volksmusik nur simpel adaptiert werden könne. Weiter...
    (Christiane Franke, )
  • Zur Kritik... Leuchtende Intensität der Klangfarben: Gäbe es den Begriff der altersweisen Interpretation, so träfe er das inspirierte Spiel des Hamlet Piano Trio. Weiter...
    (Christiane Franke, )
  • Zur Kritik... Einfachheit als Prinzip: Der Geist des Singens bewahrt den Menschen davor, zur Maschine zu werden - dieses Postulat bestimmt den Duktus der Werke von Zoltán Kodály für sein Lieblingsinstrument, das Cello. Julian Steckel geht diesem Phänomen auf den Grund. Weiter...
    (Christiane Franke, )
blättern

Alle Kritiken von Christiane Franke...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Eintauchen in Maximilians Welt: Das Ensemble Hofkapelle betritt die musikalische Welt von Kaiser Maximilian I. sehr variantenreich, lässt aber so manche intonatorische Feinheit vermissen. Weiter...
    (Lorenz Adamer, )
  • Zur Kritik... Baltische Reise: Eine weitere Folge der Reise rund um die Ostsee an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert: Dem Ensemble Peregrina dabei zu folgen, macht große Freude. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Polnische Indien-Oper: Wer Moniuszkos 'Paria' einmal hören möchte, der hat mit dieser Doppel-CD einige Hürden zu nehmen. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Jupiter

Anzeige

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (9/2020) herunterladen (3402 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Niels Gade: String Quartet op. 63 in D major - Allegro moderato

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich