> > > Humfrey, Pelham: Symphony Anthems: Oxford Consort of Voices, Instruments of Time & Truth, Edward Higginbottom
Sonntag, 20. September 2020

Humfrey, Pelham: Symphony Anthems - Oxford Consort of Voices, Instruments of Time & Truth, Edward Higginbottom

Englisches Nebenbarock


Label/Verlag: Pan Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Eine erfreuliche Neuerscheinung zu einem wichtigen Komponisten, der gleichwertig neben dem Berühmtesten des englischen Barock stehen sollte.

Nicht zuletzt wegen seines überschaubaren Œuvres ist der frühverstorbene Pelham Humfrey (1647–1674) stets im Schatten seines Zeitgenossen Henry Purcell geblieben. Edward Higginbottom, pensionierter jahrzehntelanger Chordirektor des New College Oxford, hat mit zwei von ihm gegründeten neuen Oxforder Klangkörpern, dem Oxford Consort of Voices und den Instruments of Time & Truth sieben Symphony Anthems, instrumental reich begleiteten umfänglicheren Psalmvertonungen neu ‚ausgegraben‘ – d.h. er hat sie neu ediert und dafür vor allem zwei Handschriften aus dem Fitzwilliam Museum in Cambridge herangezogen. Die Musik selbst erweist Humfrey als ausgesprochen ‚eigenen Kopf‘ – durch ausgedehnte Reisetätigkeit lernte er die Musik u.a. Lullys und Carissimis kennen und ließ diese Kenntnis in seine Musik einfließen, die aber unzweifelhaft seine eigene Handschrift trägt.

Das Oxford Consort of Voices hat noch nicht ganz die gerundete Einheit wie Pro Cantione Antiqua, ein vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren hochprofiliertes Ensemble mit rundum auch als Solisten erfolgreichen Sängern; während das Instrumentalensemble, an dem sich Higginbottom als Organist beteiligt, stärker als Gruppe wirkt, ist das Vokalensemble noch nicht kongenial zusammengewachsen. Es gibt herrliche chorische Momente, in denen die Sopranistinnen die Männerstimmen silbrig überstrahlen, doch an anderen (vor allem solistischen) Stellen fehlt es noch ein wenig an Sicherheit. Für ein erst 2014 gegründetes Ensemble junger Sänger sind das überwindbare Anfangsschwierigkeiten, die auch nur an manchen exponierten Stellen überhaupt bestehen. Der intensiven Ausdeutung der sieben Psalmvertonungen tut das kaum Abbruch, Higginbottoms Meisterschaft zeigt sich auch hier. Die Produktion entstand in der Chapelle des Verriers in Vallerysthal an der Mosel, die Raumakustik hat seinen Anteil an dem ‚runden‘ Klangergebnis der gesamten Produktion (Pan Classics). Eine erfreuliche Neuerscheinung zu einem wichtigen Komponisten, der keineswegs in die zweite Reihe gehört, sondern wie John Blow gleichwertig neben dem Berühmtesten des englischen Barock zu stehen hat.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Humfrey, Pelham: Symphony Anthems: Oxford Consort of Voices, Instruments of Time & Truth, Edward Higginbottom

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Pan Classics
1
06.04.2018
Medium:
EAN:

CD
7619990103887


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Pan Classics

Gegründet 1992 vom Musikhaus Pan in Zürich, wurde das Label 1997 von den Tonmeistern Clement Spiess und Koichiro Hattori übernommen. 2011 entschloss man sich zu einem radikalen Neuanfang: Der umfangreiche Katalog wurde gelichtet und die verbliebenen Aufnahmen erhielten ein neues, attraktives Erscheinungsbild. Den CDs wird so ein unverwechselbares Äußeres mit einem hohen Wiedererkennungswert verliehen. Geblieben sind dagegen die Vorliebe für außergewöhnliches Repertoire und der Anspruch, mit renommierten Musikern und Ensembles einen künstlerisch hochwertigen Katalog zu schaffen. Zu diesen Künstlern zählen Namen wie die Hammerklavier-Spezialisten Edoardo Torbianelli und Arthur Schoonderwoerd, der Tenor Jan Kobow u.v.a.


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