> > > Bartok, Bela: Violinkonzerte 1+2: Christian Tetzlaff, Violine, Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu
Samstag, 5. Dezember 2020

Bartok, Bela: Violinkonzerte 1+2 - Christian Tetzlaff, Violine, Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu

Dramatisch und sensibel


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Christian Tetzlaff und das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Hannu Lintu bereichern die Diskographie von Bartóks beiden Violinkonzerten mit einem sensibel ausgehörten, zugleich hochdramatischen Zugriff.

Schon die Aufmachung dieser bei Ondine erschienenen CD stellt den Solisten und den Dirigenten als ebenbürtige Partner dar, und dass es sich bei Christian Tetzlaff und Hannu Lintu, der das Finnish Radio Symphony Orchestra leitet, um solche handelt, zeigen sie mit den beiden Violinkonzerten Béla Bartóks. Das zweite Violinkonzert aus dem Jahr 1938 erklingt hier in einer packenden Auslegung, die Ausdruck und Form schön ausbalanciert. Tetzlaff zeigt nicht nur in den hochvirtuosen Passagen seine Extraklasse; bei ihm ist Bartóks opake Expressivität bestens aufgehoben, sein Geigenton ist spröde und beweglich zugleich, die Leidenschaft stets zugänglich. Im 'Andante tranquillo' besticht er mit präzisen Zurücknahmen. Im dritten Satz mit seinen harschen Steigerungen bringt das finnische Spitzenorchester Bartóks brillante Orchestrierung besonders gut zur Geltung.

Erstklassig ist auch die Interpretation des dreißig Jahre zuvor entstandenen Konzerts, das aus nur zwei Sätzen besteht (und auf diesem Tonträger, dem ein informativer Text in drei Sprachen beigegeben ist, nach dem jüngeren Werk platziert wurde). Im 'Andante sostenuto' ergeht sich das Orchester in spätromantischem Schwelgen, ohne zu dick aufzutragen. Spielwitz verströmt es namentlich im 'Allegro giocoso', dessen harmonisch kühner Beginn weit in die Zukunft weist. Christian Tetzlaffs Geigenton ist stets überaus charaktervoll, sensibel und bestimmt zugleich, voller Leidenschaft und verbreitet gerade hier adäquaten Bekenntnisfuror. Ein sensibel ausgehörter, zugleich hochdramatischer Bartók – Tetzlaff und Lintu bereichern die Diskographie.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Bartok, Bela: Violinkonzerte 1+2: Christian Tetzlaff, Violine, Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Ondine
1
13.04.2018
Medium:
EAN:
CD
761195131725

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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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