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Freitag, 5. März 2021

Borgström & Schostakowitsch - Violinkonzerte

Expressive Perspektiven


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Sehr gute Interpretationen zweier gegensätzlicher Violinkonzerte.

Der Norweger Hjalmar Borgstrøm (1864–1925) gehört zu jenen vielen Komponisten der Nachromantik, die neben den etablierten ‚internationalen Stars‘ ins Hintertreffen geraten sind. Sein Violikonzert G-Dur op. 25 von 1914 führt die Tradition etwa eines Max Bruch fort und ist ein äußerst dankbares Vehikel für emphatisch musizierende Virtuosen. Eldbjørg Hemsing (auf einer Guadagnini-Violine von 1754 spielend) ist dem Werk eine engagierte Solistin von feinem, warmem Ton, differenzierter Bogenführung und großem Stilgefühl, die ausgezeichnet mit den Wiener Symphonikern unter dem estnischen Dirigenten Olari Elts harmoniert.

Auch Schostakowitschs Erstes Violinkonzert erfährt eine intensive, in allen Facetten expressiv ausgearbeitete Interpretation. Hemsings Lesart baut hörbar auf David Oistrachs Interpretation auf, ohne Stilkopie zu sein, in vorzüglichstem BIS-Klang; nicht zuletzt wegen Elts‘ inspiriertem Dirigat ist die vorliegende Produktion eine erfrischende Ergänzung der Diskografie, die dennoch (gerade beim Vergleich etwa des Finales) nicht ganz an Oistrachs berühmte Interpretationen unter Mravinsky  oder Mitropoulos, aber auch an Vengerovs elektrisierende Einspielung unter Rostropovitsch herankommt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Borgström & Schostakowitsch: Violinkonzerte

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
BIS Records
1
07.03.2018
Medium:
EAN:
CD
7318599923666

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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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