> > > Weinberg, Mieczyslaw: Klaviersonaten Nr. 2 & 4, Klaviersonate op. 49bis
Sonntag, 19. September 2021

Weinberg, Mieczyslaw - Klaviersonaten Nr. 2 & 4, Klaviersonate op. 49bis

In russischer Tradition


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ganz abschütteln kann Mieczysław Weinberg in seinen Klaviersonaten die großen Namen Prokofiev und Schostakowitsch nicht.

Mieczysław Weinbergs Klaviermusik liegt gut in den Händen. Was Wunder, schon die Opera 1 und 5 waren Kompositionen für Klavier. Die Zweite Sonate op. 8 in a-Moll, 1942 entstanden, nur kurz nachdem Weinberg das Konservatoriumsstudium abgeschlossen hatte, ist auch in knapp 20 Minuten ein ausgewachsener Viersätzer, in dem die Vorbilder Schostakowitsch und Prokofiev ein wenig Weinbergs eigene Sprache überschatten. Von feineren Texturen ist die (nicht nummerierte) Sonate op. 49bis (1950-51, rev. 1978), die aber musikalisch trotz ihrer Genese aus einer ‚Sonatine‘ nicht minder anspruchsvoll ist (die Originalfassung op. 49 war Schostakowitsch gewidmet). Die Vierte Sonate op. 56 in h-Moll (1955) ist abermals viersätzig, harmonisch fast noch zurückhaltender als die früheren Kompositionen. Doch kommen Weinbergs Eigenheiten hier stärker zum Tragen, wenn auch sein Traditionsbewusstsein stets hörbar bleibt.

Elisaveta Blumina ist Weinberg ein weiteres Mal eine berufene, engagierte Anwältin, die die vielen Feinheiten der Kompositionen vorteilhaft in Szene zu setzen weiß, sie vielleicht etwas zu elegant serviert, statt Schärfungen (auch auf emotionaler Ebene) herauszuarbeiten. Klanglich ist die CD vorbildlich balanciert, ein Musterbeispiel einer Klavier-Produktion.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Weinberg, Mieczyslaw: Klaviersonaten Nr. 2 & 4, Klaviersonate op. 49bis

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
cpo
1
22.01.2018
Medium:
EAN:
CD
761203510429

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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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