> > > Tschaikowsky: Der Wille zum Glück - Hörbiografie
Sonntag, 22. April 2018

Tschaikowsky - Der Wille zum Glück - Hörbiografie

Präzise Recherche


Label/Verlag: BR-Klassik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Wer sich ein umfassendes und fundiertes Bild von Leben und Werk Tschaikowskys machen will, sollte zu diesem Hörbuch greifen.

Zahlreiche Komponisten hat diese bei BR-Klassik erscheinende verdienstvolle Hörbuch-Reihe schon porträtiert. In dieser – bereits achten – Folge mit dem Titel ‚Der Wille zum Glück‘ heißt der Protagonist Peter Tschaikowsky. Der in neun Kapitel unterteilte Text stammt wie immer aus der Feder des Musikwissenschaftlers, Autors und Kritikers Jörg Handstein. Wie gewohnt hat dieser Wert auf wissenschaftlich fundierte Aktualität und präzise Recherche gelegt und so auch neueste, bislang noch wenig bekannte Quellen und Erkenntnisse der Tschaikowsky-Gesellschaft einfließen lassen.

Historischer Kontext

Bewährter Sprecher ist der prominente Schauspieler und hauptberufliche Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl. Dessen gewandte Sprachgestik und zusätzliche Stimmen wie sein Kollege Stefan Wilkening in weiteren verteilten Rollen erzeugen auf den ersten drei CDs ein lebendiges, kurzweiliges Flair. Anschaulich eingebettet ist der Lebensweg Tschaikowskys in den historischen, gesellschaftlichen und politischen Kontext, vor dessen Hintergrund sich viele Zusammenhänge erst so richtig erschließen. Offen umgegangen wird auch mit dem – nicht nur zu Sowjet-Zeiten – lange totgeschwiegenen Thema der Homosexualität des Komponisten. Anhand von Briefen und Zitaten kehrt das Manuskript Quellenmaterial, das insoweit eine eindeutige Sprache spricht, nicht einfach unter den Teppich.

Hochwertige Interpretationen

Veranschaulicht werden die biographischen und werkspezifischen Darstellungen durch eine Vielzahl von Klangbeispielen – zusammengetragen in einem repräsentativen Querschnitt durch alle Facetten von Tschaikowskys Oeuvre und dargeboten von so kompetenten Interpreten wie Mikhail Pletnev oder Janine Jansen und namhaften Klangkörpern wie den Wiener Philharmonikern oder dem Mahler Chamber Orchestra. Ein dezidiertes Booklet, das außerdem ein eigenes Vorwort des Autors und eine übersichtliche Zeittafel enthält, bezeichnet die einzelnen Aufnahmen genau.

Ideal ergänzt wird die Box durch eine vierte CD: Darauf gibt es die Sinfonie Nr. 6 ‚Pathétique‘ sowie das a-capella-Stück 'Die Nachtigall' als komplette Werke in rundfunkeigenen Einspielungen – und hochwertigen Interpretationen – zu hören. Wie für alle Produktionen der Reihe ‚BR-Klassik Wissen‘ gilt auch in diesem Fall: Das Gesamtpaket eignet sich gleichermaßen, um Einsteiger an die Musik Tschaikowskys und seine Person heranzuführen wie auch für Kenner, die sicherlich ebenfalls noch neue, lehrreiche Aspekte erfahren können und Spaß an der unterhaltsam erzählten biographischen Geschichte haben werden.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet





Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Tschaikowsky: Der Wille zum Glück - Hörbiografie

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
BR-Klassik
4
27.10.2017
266:32
2017
EAN:
BestellNr.:
Booklet
4035719009156
900915


Cover vergössern

Tschaikowsky, Peter
 - Sinfonie Nr. 6 -


Cover vergössern

"Pjotr Iljitsch Tschaikowsky – Der Wille zum Glück Eine Hörbiografie von Jörg Handstein Gelesen von Udo Wachtveitl, Stefan Wilkening, u.a. (CD 1 – 3) CD 4: Symphonie Nr. 6 h-Moll, op. 74 („Pathétique“); „Die Nachtigall“ (Erste Veröffentlichung auf CD) Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Mariss Jansons TSCHAIKOWSKY: DER WILLE ZUM GLÜCK EINE HÖRBIOGRAFIE VON JÖRG HANDSTEIN „Der Wille zum Glück“ bestimmte den Lebensweg und das Schaffen des großen russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky, auch wenn er mit diesem Motto nicht immer ans Ziel zu gelangen vermochte. Der Titel der Hörbiografie von Jörg Handstein greift jenes Lebensmotto auf und füllt es mit der ergreifenden Lebens- und Überlebensgeschichte Tschaikowskys – und natürlich mit seiner beeindruckenden Musik. Neun Tage nach der Uraufführung seiner sechsten Symphonie am 16. Oktober 1893 war Tschaikowsky tot. Der unerhörte Schluss des Werks, dessen Melodie mit schweren Seufzern tiefer und tiefer sinkt, bis sie im Dunkel eines nachtschwarzen Akkordes erlischt, machte – zusammen mit dem überraschenden Tod ihres Schöpfers – die sogenannte „Pathétique“ sogleich zu einem der berühmtesten Orchesterwerke überhaupt, zum Teil eines Mythos, der Leben und Werk gleichsetzte. Dazu passt die romanhafte, von der Forschung längst widerlegte Geschichte, seine Homosexualität habe ihn in den Selbstmord getrieben. Während jener Mythos Tschaikowsky einen Weg in die Massenkultur bahnte, sogar Romane und Filme inspirierte, ignorierte ihn die deutsche Musikwissenschaft gnadenlos: seine an Melodik und Gefühlsausdruck orientierte Ästhetik machte ihn ihr verdächtig. In der Hörbiografie spielt neben dem Lebensweg des berühmten Komponisten vor allem seine Musik eine Hauptrolle: es erklingen Stücke aus allen seinen Schöpfungsperioden, vor allem aber Meisterwerke wie die Ballettmusiken (Schwanensee, Dornröschen), die großen Opern (Mazeppa, Eugen Onegin, Pique Dame), die Solokonzerte (das erste Klavierkonzert und das Violinkonzert), die symphonischen Dichtungen (Capriccio Italien, Francesca da Rimini, Ouverture solennelle „1812“) und viele mehr – meist vollständig oder in wesentlichen Sätzen. Natürlich sind auch seine sechs meisterhaften Symphonien vertreten; die „Pathétique“ in einer Gesamteinspielung unter Leitung von Mariss Jansons auf einer eigenen CD. Für umfassenden Hörgenuss sorgen herausragende Schauspieler, allen voran Udo Wachtveitl (Erzähler) und Stefan Wilkening (Tschaikowsky), sowie zahlreiche renommierte Musikinterpreten unserer Zeit – ausgewiesene Fachleute für die oft kraftvoll-repräsentative, gelegentlich die Sentimentalität streifende Musik des berühmten russischen Komponisten. In neun Kapiteln auf 3 der insgesamt 4 CDs ist das Leben Tschaikowskys bildhaft mitzuerleben, sind seine bekanntesten und bedeutendsten Kompositionen zu hören, die mit der überaus spannenden Biographie eng verwoben sind. Die zahlreichen Musikbeispiele stammen von bekannten Interpreten, Chören, Orchestern und Dirigenten. Die vierte CD wartet auf mit einer Gesamtaufnahme der sechsten Symphonie „Pathétique“ und der ersten Einspielung auf CD des a capella Liedes „Die Nachtigall“ mit dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Mariss Jansons (Live-Aufnahmen von Juni 2013 und Januar 2016). Es ergibt sich ein spannendes, musikreiches Portrait Tschaikowskys und seiner Zeit – lebendig erzählt und inspiriert musiziert. Udo Wachtveitl (Erzähler), Stefan Wilkening (Tschaikowsky), Moritz Zehner, Shenja Lacher, Viola von der Burg und Laura Maire Thomas Albus, Christian Baumann, Andreas Neumann (Zitatoren) Jörg Handstein (Autor) Bernhard Neuhoff (Redaktion und Regie) Michael Krogmann, Daniela Röder (Tonregie und Technik) Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Mariss Jansons "


Cover vergössern

BR-Klassik

Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter einer gemeinsamen Marke den Musikfreunden angeboten. Das Label heißt BR-KLASSIK. Zum Start sind acht Tonträger sowie eine DVD am 18. September 2009 veröffentlicht worden. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 70 Aufnahmen.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden nun unter der gemeinsamen Marke BR-KLASSIK auf dem hauseigenen Label dokumentiert.

Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Label-Manager geleitet. Mit ihm und Peter Alward als A&R-Consultant konnte der Bayerische Rundfunk zwei erfolgreiche, externe Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.

Als logische und konsequente Fortsetzung der Surround-Sound-Offensive im Hörfunkprogramm von Bayern 4 Klassik, das ausgewählte Sendungen im Mehrkanalton und mit erhöhter Datenrate überträgt, werden auch die Tonträger-Veröffentlichungen des Öfteren als audiophile SACD produziert. Die Hybrid-SACD-Tonträger lassen sich als herkömmliche CD abspielen, enthalten aber auch eine Stereo-Spur im hochauflösenden DSD-Format sowie eine Mehrkanal-Fassung in 5.0 bzw. 5.1-Surround.

In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.

Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Neue Aufnahmen werden im Highprice-Segment veröffentlicht, die CDs der ARCHIVE- und WISSEN-Serie auf Midprice. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Musicload u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...

Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag BR-Klassik:

  • Zur Kritik... Intelligente Kombination: Brillante und intelligente Sichtweise auf zwei bedeutende Kompositionen von Richard Strauss. Weiter...
    (Michael Pitz-Grewenig, )
  • Zur Kritik... Mehr als einfach Hosenrollen: 'En travesti' ist ein stilistisch breit gefächertes und kurzweiliges Album einer wandlungsfähigen Künstlerin. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Ohne Kompromisse: Große Innigkeit ohne Larmoyanz. Bernard Haitink wartet in Mahlers Dritter Sinfonie mit überzeugenden Altersweisheiten auf. Weiter...
    (Michael Pitz-Grewenig, )
blättern

Alle Kritiken von BR-Klassik...

Weitere CD-Besprechungen von Thomas Gehrig:

  • Zur Kritik... Weltpremiere: Das von Santiago Mantas eingegangene Rekonstruktions-Wagnis überzeugt leider nur wissenschaftlich-formal, nicht aber musikalisch. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Kritik... Beethoven reloaded: Claire Huangci und das Brandenburgische Staatsorchester leisten einen wertvollen Beitrag, um eine völlig unterschätzte Bearbeitung aus dem „Dornröschen-Schlaf“ zu erwecken. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Kritik... Statisch aufgeladen: Cathy Krier untermauert ihre Kompetenz in Sachen pianistische Moderne. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
blättern

Alle Kritiken von Thomas Gehrig...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Voller Hingabe: Johann Nepomuk Davis Sinfonik erweist sich als eigenständig und kompromisslos. In Johannes Wildner und dem ORF Radio-Symphonieorchester haben die Werke berufene Interpreten gefunden. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Pariser Vorhof: Dank Giovanni Antoninis fortschreitender Aufnahme der Symphonien Haydns glückt wieder einmal eine intimere Bekanntschaft mit Werken von geringerer Bekanntheit, aber eben solcher Qualität wie in den Dauerbrenner der folgenden Weltstadt-Zyklen. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Darmstädter Eigensinn: Christoph Graupner ist und bleibt eine bemerkenswerte Figur: Gelassen steht er mitten in der mitteldeutschen kirchenmusikalischen Tradition, ohne je auf das Alte fixiert zu sein. Gleichzeitig wendet er sich explorativ mutig Neuem zu. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (4/2018) herunterladen (2494 KByte) Class aktuell (1/2018) herunterladen (3364 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Ich will gar keine Dirigentin sein"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich