> > > Lully, Jean-Baptiste: Dies irae & Te Deum
Montag, 16. September 2019

Lully, Jean-Baptiste - Dies irae & Te Deum

Erdgewandt


Label/Verlag: Brilliant classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Elena Sartori und ihre Musiker finden keinen rechten Zugang zu Jean-Baptiste Lullys geistlicher Chormusik.

Die geistliche Vokalmusik Jean-Baptiste Lullys (1632–1687) ist weniger bekannt als jene mancher seiner französischen Zeitgenossen – nicht zuletzt weil Hervé Niquets Einspielungen nie genügende Verbreitung erfahren haben (obschon sie auf verschiedenen Labels verfügbar waren, jüngst bei Naxos). Doch was für ein Unterschied im Vergleich zu der hier vorliegenden italienischen Lesart: Wo bei Niquet die Geister lebendig sich gen Himmel neigen, bleibt Elena Sartori mit dem Allabastrina Choir und Consort bedenklich erdgewandt, intonatorisch gelegentlich unsicher und fern jeder gallischen Eleganz.

Den sakralen Gestus der Musik verlebendigen der italienische Chor und die (ungenannten) Solisten (letztere leider immer wieder intonatorisch nicht ganz exakt, die Altistin in der Tiefe arg angestrengt) in beachtlicher Weise, merkwürdigerweise aber teilweise (und keineswegs konsequent) mit Verzierungen, die wir aus der Monteverdi-Zeit kennen und die keine andere Einspielung von Musik der Zeit aufbieten kann. Bei allem Anspruch historischer Informiertheit haben wir hier, so scheint es, ein Übermaß an Informiertheit, die nicht in exakte Bahnen geleitet worden ist. Schade – so kommt ein wenig zu sehr der Eindruck von Sorglosigkeit auf, den die Musiker eigentlich nicht verdienen.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Lully, Jean-Baptiste: Dies irae & Te Deum

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Brilliant classics
1
03.11.2017
Medium:
EAN:
CD
5028421955926

Cover vergössern

Brilliant classics

Brilliant Classics steht für hochwertige Klassik zu günstigen Preisen!

Mit den Veröffentlichungen von komplettierten Gesamtwerks- Editionen und Zyklen berühmter Komponisten, hat sich das Label erfolgreich am Musikmarkt etabliert. Der Klassikmusikchef, Pieter van Winkel, ist Musikwissenschaftler und selbst Pianist. Mit seinem professionellen musikalischen Gespür für den Klassikmarkt, hat er in den letzten Jahren ein umfangreiches Klassikprogramm aufgebaut. Neben hochwertigen Lizenzprodukten fördert er mit Eigenproduktionen den musikalischen Nachwuchs und bietet renommierten Musikern eine ideale Plattform.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...
Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Brilliant classics:

  • Zur Kritik... Formexperimente: Piet Kuijken bietet ein überzeugendes Plädoyer für Johann Ladislav Dussek. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Bruckner auf dem Klavier: Vor allem Bruckner-Enthusiasten können die Lücke im Pianistischen um der lieben Vollständigkeit willen füllen, müssen es aber nicht. Francesco Pasqualotto entledigt sich dieser gewiss nicht sehr dankbaren Aufgabe mit Können und Geschmack. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Im Zentrum der Hammerflügel: Alexei Lubimov ist ein überzeugender Sachwalter zweier später Dussek-Klaviersonaten auf dem Hammerflügel. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Brilliant classics...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

  • Zur Kritik... Introvertiert brillant: Ein Steinway-Flügel ist vielleicht nicht die glücklichste Wahl für eine Einspielung von Johann Baptist Cramers Klaviermusik. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Formexperimente: Piet Kuijken bietet ein überzeugendes Plädoyer für Johann Ladislav Dussek. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Unzeitgemäß: Der angloamerikanische Komponist Bernard Rands mag das Rad nicht neu erfinden, doch ist die vorliegende Interpretation über fast jeden Zweifel erhaben. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Besonderes Erlebnis: Auf ihrem Debüt-Album kann Moné Hattori ihr immenses Talent voll ausspielen. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Kritik... Starke Crossover-Platte: Das WDR Funkhausorchester Köln serviert drei Symphonic-Jazz-Leckerbissen für Klarinette und Orchester. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
  • Zur Kritik... Formexperimente: Piet Kuijken bietet ein überzeugendes Plädoyer für Johann Ladislav Dussek. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (8/2019) herunterladen (3670 KByte) Class aktuell (3/2019) herunterladen (8670 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich