> > > Abel, Carl Friedrich: Symphonien opp. 1 & 4
Montag, 24. September 2018

Abel, Carl Friedrich - Symphonien opp. 1 & 4

Reiche Frische


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Michael Alexander Willens und die Kölner Akademie beleben Carl Friedrich Abels Sinfonien mit Frische, Vehemenz und beachtlicher Detailgenauigkeit.

Die Gesamteinspielung der Sinfonien von Carl Friedrich Abel, 1993 begonnen und in diesem Jahr endlich wiederaufgenommen, schreitet mit der vorliegenden Publikation erfreulich voran. Abel, von der deutschen wie der internationalen Musikforschung lange Jahrzehnte fast vollständig ignoriert, erlebt vor allem auf dem Tonträgermarkt eine kontinuierliche Pflege auf den Gebieten der Kammer- wie der Orchestermusik. Der Freund und zeitweise Wohngenosse Johann Christian Bachs, mit diesem mehr oder minder gleichberechtigter Partner der Bach-Abel-Konzerte in London, hat sich musikalisch durchaus reich profiliert, und die Doppel-CD mit den jeweils sechs dreisätzigen Sinfonien opp. I und XIV schließt eine empfindliche Lücke in der bisherigen cpo-Reihe – nun fehlen noch op. XIV sowie rund acht Einzelsinfonien oder Ouvertüren.

Diesmal hören wir die Kölner Akademie unter Michael Alexander Willens – ein Klangkörper mit beachtlicher Diskografie, der sich neben den bisherigen Abel-Interpreten nicht zu verstecken braucht: Die reiche Frische der Interpretationen dient Abels Kompositionen auf das Glücklichste, gleichzeitig werden die einzelnen Satzcharaktere deutlich und akzentuiert herausgearbeitet. Die 1760 resp. 1762 im Druck vorgelegten Kreise bieten eine Vielzahl an Stimmungen, durch das bestens präparierte historisch informierte Ensemble pointiert und charmant realisiert. Die Aufnahmetechnik des Deutschlandfunks betont den schlanken, durchsichtigen, gut durchhörbaren und klar strukturierten Orchesterklang.

Wenn es an der ansonsten rundum empfehlenswerten Produktion etwas zu reklamieren gälte, dann die allzu allgemein gehaltenen Bookletausführungen – bedingt durch (von einigen wenigen Ausnahmen, die den Produzenten offenbar nicht bekannt waren) die immer noch weitgehend schlafende Abel-Forschung.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Abel, Carl Friedrich: Symphonien opp. 1 & 4

Label:
Anzahl Medien:
Spielzeit:
cpo
2
89:22
EAN:
BestellNr.:

761203513727
cpo 555 137-2


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Abel, Carl Friedrich
 - Symphonie Nr. 3 D-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 3 D-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 3 D-Dur - Allegretto
 - Symphonie Nr. 6 G-Dur - Allegro assai
 - Symphonie Nr. 6 G-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 6 G-Dur - Menuet
 - Symphonie Nr. 2 C-Dur - Allegro assai
 - Symphonie Nr. 2 C-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 2 C-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 4 Es-Dur - Allegro assai
 - Symphonie Nr. 4 Es-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 4 Es-Dur - Tempo di Menuetto
 - Symphonie Nr. 1 B-Dur - Allegro di molto
 - Symphonie Nr. 1 B-Dur - Andante
 - Symphonie Nr. 1 B-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 5 F-Dur - Allegro di molto
 - Symphonie Nr. 5 F-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 5 F-Dur - Allegretto
 - Symphonie Nr. 6 D-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 6 D-Dur - Andante
 - Symphonie Nr. 6 D-Dur - Presto
 - Symphonie Nr. 5 G-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 5 G-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 5 G-Dur - Un poco vivace
 - Symphonie Nr. 4 C-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 4 C-Dur - Andante più tosto un poco vivace
 - Symphonie Nr. 4 C-Dur - Allegro assai
 - Symphonie Nr. 3 Es-Dur - Allegro maestoso
 - Symphonie Nr. 3 Es-Dur - Andante
 - Symphonie Nr. 3 Es-Dur - Allegro assai
 - Symphonie Nr. 2 B-Dur - Allegro
 - Symphonie Nr. 2 B-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 2 B-Dur - Menuet
 - Symphonie Nr. 1 D-Dur - Allegro di molto
 - Symphonie Nr. 2 B-Dur - Andantino
 - Symphonie Nr. 2 B-Dur - Presto


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Dirigent(en):Willens, Michael Alexander
Orchester/Ensemble:Kölner Akademie


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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