> > > Saint-Saens, Camille: Cellowerke
Donnerstag, 21. März 2019

Saint-Saens, Camille - Cellowerke

Saint-Saens' gesamte Cello-Vielfalt


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Wer Cellokonzerte liebt und im gängigen Repertoire bei Saint-Saëns spiel- wie aufnahmetechnisch den aktuellsten Stand hören will, sollte sich diese Aufnahme nicht entgehen lassen.

Die gesamten Werke für Violoncello und Orchester des ideenreichen Franzosen Camille Saint-Saëns gab es auf dem Budget-Label Naxos schon 1996 in einer damals als herausragend wahrgenommenen Aufnahme mit Maria Kliegel und der Bournemouth Sinfonietta unter Jean-François Monnard. Diese Nachfolge ist jetzt noch gesamter: Neben den beiden gewichtigen Konzerten und den autorseits orchestrierten Fassungen der unterhaltsamen Suite op.16 und des Konzertstücks op. 43 (ursprünglich mit Klavier) sowie des 'Schwans' aus dem 'Karneval der Tiere' (in einer Version von Paul Vidal) ist auch hier die Horn-Romanze op. 36 mit dem Cello als Austauschinstrument enthalten.

Auch Aufnahmetechnik und Interpretation sind zwanzig Jahre später noch um einiges besser: Gabriel Schwabe verdient hier jede Vorschusslorbeeren angesichts seiner Wettbewerbserfolge und reiht sich im kanonisierten a-Moll-Konzert vom Kantig-Sonoren bis zu höchsten Lagen mühelos in die Schar der Star-Solisten älterer Generationen ein: mitunter quirlig und temperamentvoll wie Jackie du Pré, meist aber eher lyrisch ruhig und gediegen wie Paul Tortelier, selten extravagant wie Mischa Maisky – letzteres am ehesten im viel zu unbekannten zweiten Cellokonzert von 1902 mit seinem herrlichen, herrschaftlichen, am Ende triumphal wiederkehrenden Kernthema. Marc Soustrot komplettiert mit seinem Orchester aus Malmö zugleich seine Gesamtaufnahme der Symphonien und Konzerte, welche die alten EMI-Referenzen mit Jean Martinon ebenfalls zwar nicht ganz ersetzen sollten, hinsichtlich stimmiger Tempi und schöner Klangkulissen aber ergänzen und aktualisieren: So kann und muss diese konzertante, aktionsreiche Musik heute klingen. 


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Saint-Saens, Camille: Cellowerke

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
EAN:
730099138536

Cover vergössern

Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Naxos:

  • Zur Kritik... Siebenmal Saint-Saëns für Sologeige und Orchester: Die Geigerin Tianwa Yang und das Malmö Symphony Orchestra gefallen mit Camille Saint-Saëns. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
  • Zur Kritik... Alsops Bernstein: Marin Alsop und das Sao Paulo Symphony Orchestra widmeten sich im Jubiläumsjahr dem illustren Schaffen Leonard Bernsteins. Weiter...
    (Michaela Schabel, )
  • Zur Kritik... Aureliano auf dem Weg zum Barbier: Zweitverwertungen von Opernmaterial sind im 18. und frühen 19. Jahrhundert nicht selten: Hier kann man den genetisch älteren Halbbruder des 'Barbiers von Sevilla' als beherzten Live-Mitschnitt aus Bad Wildbad kennenlernen. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
blättern

Alle Kritiken von Naxos...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Hartmut Hein:

  • Zur Kritik... (K)ein Meister der großen Form?: An der Orchestermusik von Joseph Marx dürfen sich die Geister scheiden. Damit sie das können, sind beherzte Aufnahmen nötig, wie sie Johannes Wildner und die Grazer Philharmoniker hier präsentieren. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Galanterien statt Sturm und Drang: Ganz dem Zeitgeschmack um 1780 entspricht Carl Philipp Emanuel Bachs dritte Sammlung für Kenner und Liebhaber. Miklos Spanyi spielt sie in der 33. Folge seiner Gesamtaufnahme der Tastenmusik des Bach-Sohns ganz entspannt auf einem Tangentenflügel. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Perlen unter Gemischtwaren: Aus der nicht geringen klingenden Hinterlassenschaft des faszinierenden Pianisten Shura Cherkassky sind in dieser 10-CD-Auswahl viele hervorragende neben einigen fragwürdigen Taten dokumentiert. Fragwürdig ist aber letztlich auch die Präsentationsweise. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Hartmut Hein...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... (K)ein Meister der großen Form?: An der Orchestermusik von Joseph Marx dürfen sich die Geister scheiden. Damit sie das können, sind beherzte Aufnahmen nötig, wie sie Johannes Wildner und die Grazer Philharmoniker hier präsentieren. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Richard Strauss einmal anders: Das Münchner Klaviertrio präsentiert Kammermusik aus dem Jugendwerk von Richard Strauss in einer Einspielung voll wunderbarer Leichtigkeit. Weiter...
    (Sonja Jüschke, )
  • Zur Kritik... Instrumentaler Gesang: Es ist sehr spannendes Projekt, aus den vielen Vertonungen von Metastasios 'Demofoonte' ein Album zu machen. Die Interpretation zollt den Kompositionen Respekt, bleibt aber einseitig. Weiter...
    (Silke Meier-Künzel, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (3/2019) herunterladen (2500 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich