> > > Händel, Georg Friedrich: Occasional Oratorio HWV 62
Freitag, 22. September 2017

Händel, Georg Friedrich - Occasional Oratorio HWV 62

Gelegenheitswerk


Label/Verlag: BR-Klassik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Howard Arman und seine potenten Ensembles plädieren niveauvoll und inspiriert für diese rare Musik: Die kompositorische Klasse stimmt, wie stets bei Händel, auch im 'Occasional Oratorio'.

Der Begriff Gelegenheitswerk ist oft negativ besetzt – scheint er doch das unbeirrbare künstlerische Wollen oder gar Müssen allzu sehr in den Dienst allfälliger Anlässe zu zwingen. Eine romantische Vorstellung vielleicht, jedenfalls ist im Barock noch weit und breit keine Rede davon, dass Musiken zu speziellen Anlässen weniger geachtet oder kostbar gewesen wären als andere. Georg Friedrich Händels 'Occasional Oratorio', entstanden um die Jahreswende 1745/46 und am 14. Februar 1746 im Covent Garden uraufgeführt, verdient seinen Namen ganz besonders, und durchaus nicht im pejorativen Sinn. Aber unter dem Eindruck der jakobitischen Umsturzpläne gegen George II. doch eilig gearbeitet, mit ebenso nützlichem wie klugem Einsatz schon vorhandener Vorlagen war es doch. Händel wandte das Parodieverfahren in diesem Anfeuerungs- und Stärkungsoratorium für die königliche Sache meisterlich an, einschließlich des am Ende erklingenden großartigen Chors aus der Krönungsmusik für George II., kunstferneren, dafür fußballaffinen Zeitgenossen durch Übertragungen der Champions League bestens vertraut.

Händel wusste also, wie er Wirkung erzielen konnte. Das Libretto von Newburgh Hamilton dagegen strotzte, undramatisch wie es war, durchaus nicht vor Überzeugungskraft. Eifersüchtig und abfällig kommentiert von Händels 'Messias'-Librettisten Charles Jennens wurde es zudem. Als Hörer der Gegenwart muss man sich schon auf den historischen Kontext einlassen, um inhaltlich angesprochen zu werden. Wohl auch deshalb ist dieses musikalisch hochattraktive Stück, das schon zu Händels Lebzeiten bald nach den ersten Aufführungen allenfalls als Best-of-Fassung geboten wurde, heute kaum zu hören.

Experten unter sich

Howard Arman hat dieses Werk im Februar 2017 im Herkulessaal der Residenz mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und der Akademie für Alte Musik Berlin in mehreren Konzerten aufgeführt – aus diesen Live-Aufnahmen ist die aktuelle Platte entstanden. Sie präsentiert einen Chor, der die überwiegend knappen Sätze sehr elegant musiziert. Howard Arman knüpft hörbar an die großartige Arbeit von Peter Dijkstra an, der den BR-Chor über viele Jahre flexibilisiert und zu neuen Höhen geführt hat. Es wird kultiviert gesungen, technisch stark, in geschlossenen, schlank geführten Registern: ein wirklich frischer Händel-Eindruck.

Der wird nachhaltig mitgeprägt von der Akademie für Alte Musik Berlin. Die versierten Instrumentalisten brennen ein hell leuchtendes Feuerwerk ab: beweglich, voller Spielfreude, mit höchster rhythmischer Präzision, auch in scheinbar beiläufigen Begleitfiguren dezidiert mitgestaltend. Perlende Streicherläufe sind zu hören und butterweiche Oboensoli, dazu eine nobel federnde Akkordik: vorbildlich artikuliertes Händel-Spiel.

Schließlich sind drei Gesangssolisten prägend für den Eindruck. Julia Doyle bringt ihren klar disponierten Sopran mit fantastischer Geläufigkeit ein, demonstriert die Expansionsfähigkeit ihrer Lagen, kann auch stimmlich fester zupacken – ein höchst charmantes Gesamtpaket. Der Tenor Ben Johnson bringt auf den ersten Blick einen eher rauen Charme aufs Podium, weniger schmelzend als seine Sopran-Kollegin. Er punktet im Verlauf dramatisch und mit stimmlicher Intensität, entfaltet sich im weiteren Verlauf auch lyrisch ansprechend. Gelegentlich flackert ein nicht perfekt kontrolliertes Vibrato recht gefährlich. Es scheint immer wieder so, als zehre sein sängerischer Ansatz von der stimmlichen Substanz. Peter Harvey schließlich lässt seinen balsamischen Bariton strömen, mit edlem Kern und ungemein ausgeglichenen Lagen, dazu mit hervorragender Diktion: Harvey erzählt Musik plastisch wie stets.

Howard Arman lässt das gut über zweistündige Werk in klar gestaffelten Tempi musizieren; immer wieder entsteht ein schöner Sog zwischen den Sätzen. Dynamisch werden klar konturierte Klangterrassen gestaltet, gewürzt auch mit feinen Übergängen. Das Klangbild ist gesammelt, konzentriert, dazu fein erwärmt und voller plastischer Details.

Arman und seine potenten Ensembles plädieren niveauvoll und inspiriert für diese rare Musik: Die kompositorische Klasse stimmt, wie stets bei Händel, auch im 'Occasional Oratorio'.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Händel, Georg Friedrich: Occasional Oratorio HWV 62

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Aufnahmejahr:
BR-Klassik
1
30.06.2017
2017
EAN:
BestellNr.:

4035719005202
900520


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Händel, Georg Friedrich
 - Ouvertüre: Tempo ordinario - Allegro - Adagio - Marsch -
 - Why do the gentiles tumult (Accompagnato) (1. Teil) -
 - Let us break off by strength of hand (Chor) -
 - Oh Lord, how many are my foes (Accompagnato) -
 - Him or his God we not fear (Chor) -
 - Jehovah, to my words give ear (Arie) -
 - Him or his God we scorn to fear! (Chor) -
 - The Highest, who in Heav'n doth dwell (Rezitativ) -
 - Oh who shall pour into my swollen eyes (Arie) -
 - Fly from the threat'ning vengeance, fly! (Arie) -
 - Humbled with fear (Accompagnato) -
 - His sceptre is the rod of righteousness (Arie) -
 - Be wise at length (Arie - Chor) -
 - Of many millions the populous rout (Rezitativ) -
 - Jehovah is my shield, my glory (Arie) -
 - Fools or madmen stand (Rezitativ) -
 - God found them guilty (Chor) -
 - Oh liberty, thou choicest treasure (Arie) (2. Teil) -
 - Prophetic visions strike my eye (Arie) -
 - May God, from whom all mercies spring (Chor) -
 - The Lord hath heard my pray'r (Rezitativ) -
 - Then will I Jehovah's praise (Arie) -
 - All his mercies shall endure (Chor) -


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"GEORG FRIEDRICH HÄNDEL OCCASIONAL ORATORIO HWV 62 London, 1746: In persönlich wie politisch bewegten Zeiten komponierte Händel sein „Occasional Oratorio“, ein wirkliches „Gelegenheitsoratorium“. Wie etliche Jahre zuvor als Opernunternehmer war er mittlerweile auch als Veranstalter der eigenen Oratorienaufführungen gescheitert. Als gleichzeitig König Georg II., der ihm eine großzügige Pension gewährt hatte, wegen der Jakobiten politisch und militärisch unter Druck geriet, drohte auch Händels Existenz echte Gefahr. So ergriff er die Gelegenheit, dem Regenten und der ängstlichen Londoner Bevölkerung musikalischen Beistand zu leisten. Nach kürzester Zeit konnte das sorgfältig erarbeitete Oratorium am 14. Februar 1746 in London uraufgeführt werden. Großzügig hatte sich Händel aus seinem eigenen Werk bedient; auf diese Weise entstand fast etwas wie eine Anthologie, eine Blütenlese seiner schönsten und bekanntesten Stücke, ein „Best of Händel“ gewissermaßen. Geharnischt zeterte der übergangene „Messiah“-Librettist Charles Jennens, das Oratorium sei „ein Triumph über einen Sieg, der noch gar nicht errungen wurde“, das Libretto eines gewissen Newburgh Hamilton ein „unvorstellbarer Mischmasch von John Milton und Edmund Spenser“ – doch dem heutigen Hörer bietet das „Occasional Oratorio“ großartige, überwiegend wohlbekannte Melodien, hochvirtuose Barockarien und ergreifende Chöre und überhaupt eine spätbarocke Klangentfaltung, wie sie in dieser äußerst kompakten Partitur geradezu einmalig ist. „Händel at his best“ mag bereits das zeitgenössische Publikum ausgerufen haben; und das heutige Publikum dürfte sich auf ähnliche Weise ergreifen und enthusiasmieren lassen. Der virtuosen und farbenreichen Interpretation, die erst am 11. Februar 2017 im Herkulessaal der Münchner Residenz aufgezeichnet wurde, ist es geradezu beispielhaft und mustergültig gelungen, Publikum und Fachpresse gleichermaßen zu begeistern: unter der Leitung von Howard Arman sang der Chor des Bayerischen Rundfunks und begleitete die Akademie für Alte Musik Berlin in historisch informierter Musizierpraxis eine stilsichere, muttersprachlich besetzte hochkarätige Solistenriege. Der Konzertmitschnitt ist zugleich die Welt-Ersteinspielung des „Occasional Oratorio“ nach der historisch fundiert recherchierten und edierten Partitur der Neuen Hallischen Händel-Ausgabe; er erscheint im Juli 2017 bei BR Klassik. Julia Doyle, Sopran Ben Johnson, Tenor Peter Harvey, Bariton Chor des Bayerischen Rundfunks Akademie für Alte Musik Berlin Howard Arman, Leitung "


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Rondo: "CD zum Sonntag ... Fast genau 271 Jahre später, im Februar 2017, fand die erste Aufführung nach der Neuen Halleschen Händel-Ausgabe im Münchner Herkulessaal statt, und die Besetzung vom Feinsten fand dankenswerter Weise auch auf Tonträger. Julia Doyle, Ben Johnson und Peter Harvey werden von der Akademie für Alte Musik Berlin mit brillant funkelndem, feierlichem Schwung begleitet, Star der Aufnahme ist aber der Chor des Bayerischen Rundfunks unter seinem neuen Chef, Howard Arman. Man kann sagen: Auch diese Gelegenheit wurde erfolgreich beim Schopf ergriffen."


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BR-Klassik

Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter einer gemeinsamen Marke den Musikfreunden angeboten. Das Label heißt BR-KLASSIK. Zum Start sind acht Tonträger sowie eine DVD am 18. September 2009 veröffentlicht worden. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 70 Aufnahmen.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden nun unter der gemeinsamen Marke BR-KLASSIK auf dem hauseigenen Label dokumentiert.

Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Label-Manager geleitet. Mit ihm und Peter Alward als A&R-Consultant konnte der Bayerische Rundfunk zwei erfolgreiche, externe Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.

Als logische und konsequente Fortsetzung der Surround-Sound-Offensive im Hörfunkprogramm von Bayern 4 Klassik, das ausgewählte Sendungen im Mehrkanalton und mit erhöhter Datenrate überträgt, werden auch die Tonträger-Veröffentlichungen des Öfteren als audiophile SACD produziert. Die Hybrid-SACD-Tonträger lassen sich als herkömmliche CD abspielen, enthalten aber auch eine Stereo-Spur im hochauflösenden DSD-Format sowie eine Mehrkanal-Fassung in 5.0 bzw. 5.1-Surround.

In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.

Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Neue Aufnahmen werden im Highprice-Segment veröffentlicht, die CDs der ARCHIVE- und WISSEN-Serie auf Midprice. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Musicload u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.


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