> > > Wagner, Richard: Der Ring ohne Worte
Freitag, 15. November 2019

Wagner, Richard - Der Ring ohne Worte

Für Wagnerfans eine Stummfilm-Oper im Kopf


Label/Verlag: OehmsClassics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Hansjörg Albrecht hat sich Lorin Maazels Version des 'Rings ohne Worte' vorgenommen. Am Pult der Staatskapelle Weimar belegt er die Intensität der Bildkraft von Wagners Klangsprache.

Wieland Wagner brachte Lorin Maazel Mitte der 1980er Jahre auf die Idee, im 'Ring'-Zyklus die Arien auszublenden und einzig sprechen zu lassen, was viel Zündstoff barg: die rein orchestralen Teile der vier abendfüllenden Opern eben, redselig durch die dichte Verflechtung der Leitmotive und durch jene musikalischen Elemente, die erzählen, kommentieren, deuten, was auf der Bühne gesungen wird. In der vorliegenden Einspielung, in welcher die Sängerpartien gestrichen sind, wird die Phantasie des Wagner-Kenners beflügelt, Szenen nach eigener Vorstellung zur Musik zu schaffen, im besten Sinne entsteht so eine Stummfilmoper im Kopf.

Die Staatskapelle Weimar lässt keine Wünsche offen. Hansjörg Albrecht entlockt zarteste Töne, formt in spannungsgeladenen Tempi Szene auf Szene und schreckt nicht vor extremen Ausbrüchen zurück. Die Staatskapelle folgt Albrecht ohne jegliche Trübung mit durchweg fantastischen Instrumentalsolisten und bietet eine Ausdrucksfülle, die höchste Erwartungen erfüllt. Zur vorliegenden Einspielung hat Eva Gesine Baur einen kurzweiligen Text zu Wagners Erlebnissen und Begegnungen in Weimar verfasst. Im Textbuch und in der Musik richten sich alle an der vorliegenden Einspielung Beteiligten an die große Wagner-Gemeinde, aber auch Quereinsteiger kommen auf ihre Kosten.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Wagner, Richard: Der Ring ohne Worte

Label:
Anzahl Medien:
OehmsClassics
1
Medium:
CD

Cover vergössern

OehmsClassics

Ein erfülltes Leben ist ohne Musik kaum denkbar. Musik spiegelt unsere Wahrnehmung der Umwelt und die Realität heutiger wie vergangener Zeiten. Gute Musik ist immer neu, immer frisch, immer wieder entdeckenswert. Deshalb bin ich überzeugt: Es gibt nicht -die- eine, definitive, beste Interpretation der großen Werke der Musikgeschichte. Und genau das macht klassische Musik so spannend: Jede Musikergenerationen experimentiert, entdeckt neue Blickwinkel, setzt unterschiedliche Schwerpunkte - derselbe Notentext wird immer wieder von anderen Strömungen belebt.

Deshalb ist ein Musikstück, egal aus welchem Jahrhundert, auch immer Neue Musik. OehmsClassics hat es sich zur Aufgabe gemacht, am Entdecken der neuen Seiten der klassischen Musik mitzuwirken.

Unser Respekt vor den künstlerischen Leistungen der legendären Interpreten ist gewiss. Unser Ziel als junges CD-Label sehen wir jedoch darin, den interpretatorischen Stil der Gegenwart zu dokumentieren. Junge Künstler am Anfang einer internationalen Karriere und etablierte Künstler, die neue Blickwinkel in die Interpretationsgeschichte einbringen - sie unterstützen wir ganz besonders und geben ihnen ein Forum, um auf dem Tonträgermarkt präsent zu sein.

Sie, liebe Musikhörer, bekommen damit die Gelegenheit, heute die Musikaufführung zu Hause nachzuvollziehen, die Sie gestern erst im Konzertsaal oder Opernhaus gehört haben. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns die neuen Seiten der klassischen Musik zu erleben!


Ihr
Dieter Oehms


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag OehmsClassics:

  • Zur Kritik... Geistvoll: Das Ensemble Singer Pur stellt vor allem in den moderneren Sätzen und Arrangements von Stücken aus aller Welt seine Stärken heraus. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Pop als Oper: 'Vespertine - A Pop Album as an Opera' überrascht durch eine poetische Synthese von Pop und Oper. Weiter...
    (Michaela Schabel, )
  • Zur Kritik... Zauberhaft authentisch: Dieser Gießener 'Oberon' ist ein Projekt, das sich ungeniert neben die wenigen großen Vorgänger auf dem Plattenmarkt stellen kann und dabei so manche ältere Einspielung an Authentizität und Konsequenz übertrifft. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
blättern

Alle Kritiken von OehmsClassics...

Weitere CD-Besprechungen von Christiane Franke:

  • Zur Kritik... Der Botschaft verschrieben: Komponistenschicksale in Töne gemeißelt, davon künden die Cellokonzerte von Schostakowitsch und Weinberg. Genau das fördern Nicolas Altstaedt und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in ihrer großartigen Interpretation zu Tage. Weiter...
    (Christiane Franke, )
  • Zur Kritik... Für Studienzwecke geeignet: Schumanns Streichquartette sind Meisterwerke der Kompositionskunst. Das Engegård Quartet aus Norwegen nähert sich akademisch. Weiter...
    (Christiane Franke, )
  • Zur Kritik... Großartige Produktion: 2017 inszenierte Claus Guth Mozarts letzte Oper in Glyndebourne als packenden Politthriller mit einem Ensemble, das sich darauf versteht, Mozart in großes emotionales Gefühlskino zu verwandeln. Weiter...
    (Christiane Franke, )
blättern

Alle Kritiken von Christiane Franke...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Attraktive Kammermusik: Torleif Thedéen und Oliver Triendl brechen eine Lanze für Robert Kahns Kammermusik für Cello und Klavier. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Jahrzehnte mit Debussy: Vladimir Ashkenazy interpretiert beide Bände von Debussys 'Préludes'. Weiter...
    (Michaela Schabel, )
  • Zur Kritik... Das Liszt-Problem: Boris Giltburgs Diskographie weist ihn als Experte der romantischen Pianistik aus. Mit Liszts 'Transzendentaletüden' ergänzt er sein Repertoire nun um einen wichtigen Baustein. Weiter...
    (Sebastian Rose, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/2019) herunterladen (4454 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Felix Draeseke: String Quartet No.2 op. 35 - Allegro molto vivace

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich