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Montag, 24. September 2018

Mallorca Edition Historische Orgeln - Orgelwerke von Soler, Scarlatti, Lidón u.a.

Grüße aus dem Urlaub


Label/Verlag: Cybele
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Martin Schmeding erschließt mit dieser Edition nicht nur ein Stück spanische Orgelkultur, sondern auch Werke, die man hierzulande nur selten zu hören bekommt.

Für Mallorca-Urlauber sind die Orgeln in Santanyí, Campos und Sencelles sicher für gewöhnlich nicht Hauptgrund ihres Inselbesuchs. Diese Aufgabe nimmt uns Martin Schmeding ab, der an historischen Orgeln aus den Jahren 1746–1823 spanische Orgelmusik aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert interpretiert. Die großzügige Edition in perfektem Klang, die Cybele auf einen Schwung vorlegt, umfasst fünf Musik-SACDs und einen Tronträger mit umfangreichen Interviews mit dem Orgelbauer Gerhard Grenzing, der seine Werkstatt in El Papiol bei Barcelona hat, und dem Organisten der Produktion.

Die fünf Audio-SACDs sind nicht nur konsequent auf die drei Instrumente verteilt, sondern auch auf fünf Komponisten; dies ermöglicht die Darstellung einer beachtlichen Bandbreite des Schaffens dieser Orgelmeister. Zwei von ihnen sind berühmte Namen, Padre Antonio Soler und Domenico Scarlatti. Zusammen mit Werken von José Lidón (1748–1827) werden sie auf der kraftvollen Jordi-Bosch-Orgel in Sant Andreu in Santanyí vorgestellt, einem eigentlich nicht wirklich großen Instrument aus dem Jahr 1762, das aber durch die zentrale Nutzung der Mixtur die Klangfarbenvielfalt manch größeres Instrument auf dem europäischen Kontinent in den Schatten stellt. Das Instrument, das früher im Dominikanerkloster von Palma stand und das über eine verhältnismäßig große Zahl an Trompetenregistern bis zur Bombarde verfügt, wurde für das Projekt sorgfältig überholt und gestimmt, so dass die kleine Miniatur wie Scarlattis Sonata K. 32 d-Moll wie auch die anspruchsvollste Komposition, die auf dem Instrument eingespielt wurde, Solers Fandango (einer keineswegs simpel tänzerischen Angelegenheit, sondern ein hochkomplexes in sich fein gestuftes architektonisches Kunstwerk mit einer beachtlichen Portion Humor), in vielfältigen Klangfarben schwelgen kann. Spieltechnisch hat Martin Schmeding keine Grenzen zu fürchten, so dass er die ganze Registervielfalt fast spielerisch einbinden kann. Alle vorgelegten Werke von Scarlatti und Soler (den Fandago ausgenommen) nennen die Komponisten Sonata - José Lidón schuf zwar ebenfalls Sonaten (von denen hier ebenfalls drei erklingen), doch sind diese deutlich umfangreicher als jene der beiden älteren Meister. Außerdem spielt Schmeding sechs Versetten im achten Psalmton (schlicht 'Sechs Stücke' genannt) sowie vier Stücke für den Messgebrauch. Immer wieder erweist sich Lidón als klassizistischer Komponist, wie man ihn in der Orgelmusik auch anderer Länder kennt, und als hervorragender Stilist, der nachbarockes Klanggetümmel ebenso in seine Ästhetik integrieren kann wie das organistische Charakterstück.

Mit den SACDs 4 und 5 gehen wir historisch rückwärts ins Barock, zu den Komponisten Sebastián Aguilera de Heredia (1561-1627) (auf der Gabriel-Thomàs-Orgel in San Francesc-de-Paula in Campos aus dem Jahre 1823) und Pablo Bruna (1611–1679) (auf der Meteu-Bosch-Orgel in Sant Pere in Sencelles etwa aus dem Jahr 1746 – Mateu Bosch war Jordi Boschs Vater). Die Werke von Heredia und Bruna sind wohltuende Ergänzungen zur Orgeldiskografie des 17. Jahrhunderts – und erfreut stellen wir fest, dass auch bei länderspezifischen Eigenheiten doch Verbindungen über ganz Europa hinweg (ganz jenseits von irgendwie gearteten Kulturtransfers) auch hier unüberhörbar sind. Schmeding kann auf den klanglich überaus eigenständigen Instrumenten den Komponisten jeweils eine durchaus charakteristische eigene Stimme verleihen, ohne die ‚globale‘ Sprache ihrer Werke zu unterschlagen. Die vierte SACD ist in der CD-Fassung um fünf Minuten kürzer – und jede Minute ist ein Genuss. Man fragt sich ein wenig, warum man so lange auf die von April bis September entstandenen Einspielungen warten musste, doch hat sich das Warten rundum gelohnt.

Dass Martin Schmeding über seine Tätigkeitsbereiche eloquent und informativ sprechen kann, steht spätestens seit seiner Reger-Monumentaledition außer Frage. Während das Interview Mirjam Wiesemanns mit Gerhard Grenzing über einige Strecken hin gewisse Längen aufweist, ist das Interview mit Schmeding stets direkt auf den Punkt, lebendig und informativ. Vielleicht hätte man sich wünschen können, die Interviews nicht als SACD, sondern als DVD bereitgestellt zu bekommen, aber das ist sicher Geschmackssache – ebenso wie die für den Rezensenten etwas zu quietschbunt geratene Digipackgestaltung und gewöhnungsbedürftige Booklettextverteilung.



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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Mallorca Edition Historische Orgeln: Orgelwerke von Soler, Scarlatti, Lidón u.a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Cybele
6
31.05.2017



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Cybele

Die Ursprünge

Die griechische Antike war der Auffassung, dass Musik den Menschen wesentlich beeinflusst: Das seelische Gleichgewicht könne sich durch Musik verändern, Musik könne Menschen sogar zum Handeln anregen.

Die Griechen erlebten bei der Musik keine scheinhaften, sondern höchst reale Gefühle. Sie ergriffen den ganzen Menschen, bis hin zu körperlichen Affektionen. Deshalb bildeten Musik wie auch Dichtung seit jeher die Grundlagen der hellenistischen ?Paideia?, der Kindeserziehung und der allgemeinen Bildung.

CYBELE, die ?große Mutter der Götter?, kam über Phrygien nach Griechenland, wo sie als Herrin der Natur und Fruchtbarkeit verehrt wurde. Mit der Krone auf dem Haupt hält sie in der einen Hand ein Tympanon (eine Handpauke) und in der anderen Ähren oder Zepter ? so zeigen sie antike Darstellungen.

Die Feste der CYBELE wurden stets mit orgiastischer, aufreizender Musik gefeiert ? mit Flöte, Klapper und Tympanon ? und erfreuten sich besonders bei den einfachen Bevölkerungsgruppen großer Beliebtheit. Darin aber sahen die antiken Moralisten große Gefahren. Die neue CYBELE-Musik, die in Mode kommende phrygische Tonart, bedeutete für sie die ?Tonart der wilden Leidenschaft und der Ekstase?. Und wie noch heute, begegnete schon in der Antike so mancher dem Fremden ? dem Unbekannten und dessen nicht absehbaren Auswirkungen ? mit Misstrauen oder mit brüsker Ablehnung. Das Neue galt als gefährlich, gerade auch in den Künsten. Letztlich aber hat sich damals die nach vorne blickende Musik und Dichtung durchgesetzt.

Heutzutage gehören sie zu den wichtigsten Säulen unserer Kulturgeschichte. Doch wie umstritten, unverstanden oder befremdlich die damaligen Gegenwartskünste waren, zeigt der Blick in unsere Zeit. Auch heutzutage hat es die aktuelle Musik, Kunst und Literatur schwer, in dem Maße akzeptiert zu werden, wie sie es zweifellos verdient.

Hier setzt die Tätigkeit von CYBELE ein:

Wir entdecken neue Musik und Literatur und machen das so genannte Nischenrepertoire einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Wir entdecken Klassiker neu und entstauben sie durch frische Neueinspielungen auf höchstem künstlerischen und technischen Niveau.

Wir entdecken herausragende Komponisten und Autoren ? teils vergessene, teils noch unbekannte Künstler. Dadurch entstehen ungewöhnliche Ersteinspielungen.

Wir arbeiten mit der neuesten Technik und entdecken die Qualitäten alter Techniken neu.

Das entdeckerfreudige Label

Das 1994 gegründete Label CYBELE hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Klassik der Zukunft mitzugestalten: das Profil des Repertoires ebenso wie die Aufnahmetechnik.

Seit 2004 spielt bei CYBELE das innovative und erstklassige Super Audio CD Format (SACD) eine entscheidende Rolle:

Die einzigartige Surround Sound-Technologie ermöglicht bisher nicht gekannte Klangdimensionen und einen neuartigen Hörgenuss.

2012 werden die technischen Möglichkeiten auf der CYBELE-Website um ein Angebot, das in dieser Form einmalig ist auf dem Musikmarkt, erweitert: Ab sofort bieten wir Ihnen unsere Produktionen ebenfalls als hochauflösende, verlustlose Downloads im FLAC- bzw. DSD-Format an - die Verbindung von höchster Qualität, schnellster Verfügbarkeit und anspruchsvollster Präsentation in Form und Inhalt.

Unsere Bereiche

- Zeitgenössische Musik

Als ?entdeckerfreudiges Label? (Der Spiegel) arbeiten wir im Bereich der zeitgenössischen Musik mit vielversprechenden KomponistInnen, InterpretInnen und AutorInnen unserer Zeit. Ihr Schaffen und Oeuvre einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, das Bewusstsein für die Klänge unserer Zeit zu sensibilisieren, ist eines der wichtigsten CYBELE-Ziele. Schließlich werden schon heute die Grundsteine für die Zukunft gelegt.

- Klassische Musik

Damit das, was wir gegenwärtig Klassik nennen, nicht zum künftigen Staubfänger wird, muss sie immer wieder neu interpretiert und präsentiert werden, auch mit den Möglichkeiten der hochwertigsten, feinsten Tonträgertechnik. Hier haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, bedeutende klassische Werke durch brillante InterpretInnen und auf ?technisch höchstem Niveau? (FonoForum) neu erklingen zu lassen.

- Hörbücher

Die Hörbuchreihe Wort&Musik ist 2004, zum 10-jährigen Jubiläum von Cybele Records, als neuer Bereich des Labels entstanden.

Im Mittelpunkt unserer Hörbuchreihe steht vor allem Literatur, deren Thematik selbst schon musikalische Elemente berührt. Der Hörer erlebt die Musik, von der im jeweiligen Werk gesprochen wird, direkt in Kombination mit dem gesprochenen Wort. Die so entstehende Synthese eröffnet die Möglichkeit eines tieferen Verständnisses sowohl der Musik durch den Text als auch des Textes durch die Musik.

Die Musikaufnahmen und -konzepte für unsere Hörbuchreihe entstehen in Eigenregie und enger Zusammenarbeit mit den jeweils beteiligten Musikern.

Wir entwickeln auch musikalisch-literarische Gesamtkonzepte aus eigens für unsere Projekte realisierten Geschichten und Kompositionen. Oder aus historischen und neuen Sprach- und Musikaufnahmen. Durch die unkonventionelle Kombination musikalischer und sprachlicher Elemente entstehen neue Sichtweisen, die dem Hörer erweiterte Perspektiven auf die jeweiligen Inhalte eröffnen.

Auch der jungen Generation möchten wir im Rahmen unserer Kinder- und Jugendreihe inspirierende Hörerlebnisse bieten, die neugierig machen und den Entdeckergeist wecken.

Beispielsweise durch die Auseinandersetzung mit Arnold Schönberg und der Zwölftonmusik in dem Hörbuch Die Prinzessin, das für die Umsetzung dieses Anliegens mit dem ECHO Klassik 2009 und dem Medienpreis LEOPOLD 2009/10 ausgezeichnet wurde.

Oder durch Eigenkompositionen von Kindern und Jugendlichen der Kompositionsklasse David Graham in der Produktion Vom Mädchen das nicht schlafen wollte, einer sensibel und spannend erzählten Geschichte über Leben und Tod, geschrieben von von Martin Baltscheit. Dieses Hörbuch wurde für den Deutschen Hörbuchpreis 2007 nominiert.

Unsere neueste Kinder-und Jugendproduktion Auf Flügeln in die Tiefe - Geschichten vom Aufwachsen erweitert das seltene Angebot für Kinder im Pubertätsalter. Hier versammelt Mirjam Wiesemann selbstgeschriebene Geschichten, die packend und psychologisch auslotend vom Aufwachsen erzählen. Eine Reise durch Gedanken, Geräusche und Musik, auf die sich sowohl Kinder als auch Erwachsene gern mitnehmen lassen. Diese Produktion wurde zum Hörbuch des Monats 2/2011 der Fachzeitschrift HörBücher gewählt.

Wir freuen uns, dass unsere im Jahr 2009 neu gegründete Doku-Edition Künstler im Gespräch ebenfalls viel positive Resonanz erhält. So wurde die Auftaktveröffentlichung über den Komponisten Karl Amadeus Hartmann für den Deutschen Hörbuchpreis 2010 in der Kategorie ?Beste Information? nominiert und die gesamte Reihe erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie ?Beste verlegerische Leistung?.

Als erstes Label weltweit produzieren wir unsere Hörbücher auf Hybrid-SACDs (Super Audio CD) in 5.0-kanaligem Surround Sound, die auch auf allen handelsüblichen CD-Playern in Stereo abspielbar sind. Hierdurch hat der Hörer das Gefühl, live dabei zu sein, mitten ins Geschehen einzutauchen. Das unsichtbare Kino, der Film nur für die Ohren, kann sich so bestmöglich entfalten.

Neue Möglichkeiten auf unserer Website seit Februar 2012:

Auf dem neuen Portal wir der gesamte Labelkatalog nun auch in Form von hochauflösenden Downloads angeboten, mit dem Ziel, das Label-Programm von Cybele weltweit in noch größerem Umfang zu verbreiten.

Getreu dem Labelmotto Klassik der Zukunft verbindet Cybele durch das neue Online-Konzept Wertbeständigkeit, schnelle Verfügbarkeit, hohes künstlerisch-klangliches Niveau sowie technischen Fortschritt miteinander.

Die Besucher das Cybele-Portals haben ab sofort die Möglichkeit, einzelne Tracks oder ganze Alben mit einem Mausklick komfortabel herunterzuladen und diese in gewohnt hochklassigem Cybele-Klang zu genießen.

Dabei wurde darauf geachtet, allen Besuchern des Portals eine leicht verständliche und gleichzeitig spannende Download-Reise durch das Cybele-Repertoire zu ermöglichen.

- Die Besucher der Website können 20 Sekunden in jeden Track hereinhören (sofern verfügbar, sogar bis hin zu 5.0/5.1-kanaligem Surround Sound), anhand der von uns neu entworfenen Künstler-Profile mehr über die beteiligten Interpreten erfahren und vieles mehr.

- Auf unserer Website werden ausschließlich hochwertige Audio-Formate angeboten (FLAC und DSD - verlustlose Audio-Qualität bis hin zu 5.0/5.1-kanaligem Surround Sound). Datenreduzierte Download-Formate wie MP3 werden nicht angeboten.

- Wenn ein Besucher zunächst als ?Kostprobe? einen Download-Track erworben hat, um die Produktion kennen lernen zu können, bekommt er die Möglichkeit, im Nachhinein über das Kundenkonto-Untermenü ?Album vervollständigen? mit einem Mausklick bequem und schnell das gesamte Album zum reduzierten Album-Preis zu erwerben

- Kunden, die ein ganzes Album herunterladen (oder einen Track nachträglich zu einem Album vervollständigen) bekommen als Bonus kostenlos ein PDF-Booklet zur Verfügung gestellt


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