> > > Crossing Spheres: Klavierwerke von Beethoven, Chopin, Liszt und Tschaikowsky
Montag, 30. März 2020

Crossing Spheres - Klavierwerke von Beethoven, Chopin, Liszt und Tschaikowsky

Steiler Weg nach oben


Label/Verlag: Genuin
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Dieses Album zeichnet den Weg des Pianisten Yekwon Sunwoo zu seinem 'Cliburn'-Sieg vor.

Den überaus renommierten Van-Cliburn-Wettbewerb hatte der junge Südkoreaner Yekwon Sunwoo zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Live-Aufnahme im Oktober 2016 noch gar nicht gewonnen. Erst ein knappes halbes Jahr später sollte er eine der begehrtesten Trophäen in der Klavierwelt mit nach Hause nehmen. Schon das auf dieser CD festgehaltene Konzert beweist jedoch, dass er das Potential besitzt, in der pianistischen Elite-Liga dauerhaft ganz vorne mitzuspielen.

Beethovens E-Dur-Sonate op. 109 steht am Beginn. Ausgestattet mit jeder Menge klanglichem Einfühlungsvermögen und exzellent ausgefeilter Technik, nähert er sich diesem Schwergewicht mit einer scheinbaren Selbstverständlichkeit, die vom reflektierten Tiefgang eines Großmeisters wie z. B. Alfred Brendel gar nicht allzu weit entfernt ist. Auch mit Chopins 24 Préludes op. 28 setzt er ein echtes Ausrufezeichen. Die Nummern acht mit fein perlendem Anschlag, zehn mit eleganter Brillanz oder 17 mit hoher kantabler Intensität stehen exemplarisch für bemerkenswert ausgereiftes Chopin-Spiel. Liszts berühmte 'La Campanella'-Etüde stellt für ihn eine virtuose Kleinigkeit dar, hier wie der 'Consolation' Nr. 3 klingt ebenfalls schon jetzt beachtliche Reife durch. Klares Fazit: Yekwon Sunwoos steiler Weg nach oben ist kein Zufall – ihn sollte man unbedingt auf dem pianistischen Schirm behalten.


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    Crossing Spheres: Klavierwerke von Beethoven, Chopin, Liszt und Tschaikowsky

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Genuin
1
05.05.2017
Medium:
EAN:
CD
4260036254754

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Genuin

Im Jahr 2002 standen die jungen Tonmeister von GENUIN vor einer wichtigen Entscheidung: Sollte man sich weiterhin lediglich auf das Aufnehmen und Produzieren konzentrieren, oder auf die zahlreichen Nachfragen und positiven Rückmeldungen von Musikern und Fachzeitschriften eingehen und ein eigenes Label ins Leben rufen? In einer Zeit, in der praktisch alle großen Klassik-Label ihre Produktion eingestellt oder zumindest stark gedrosselt hatten, fiel die Entscheidung nicht leicht – aber sie fiel einstimmig aus: zugunsten einer offiziellen Vertriebsplattform für die GENUIN-Aufnahmen. Und der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen.

Das Label GENUIN hat sich in seinem zwölfjährigen Bestehen zu einem Geheimtipp unter Musikern und Musikliebhabern entwickelt. Schon vor dem Leipzig-Debüt im Oktober 2004, einem Antrittskonzert im Robert-Schumann-Haus mit Paul Badura-Skoda, wurden die CDs in den deutschlandweiten Vertrieb gebracht und von Fachpresse und Musikerwelt hochgelobt. Inzwischen werden GENUIN-CDs in den meisten Ländern Europas sowie in Japan, Süd-Korea, Hongkong und den USA vertrieben.

Das Erfolgsrezept von GENUIN: Die gesamte Produktion, also die Beratung der Künstler bei Aufnahmeraum und Repertoire, die Vorbereitung und Durchführung der Aufnahme selbst, der Schnitt mit allen notwendigen Korrekturen, generelle Entscheidungen beim Cover- und Bookletentwurf bis hin zur fertigen Veröffentlichung liegen in der Hand der Tonmeister. Nur so haben die Musiker den größtmöglichen Entfaltungsspielraum bei der Einspielung und Gestaltung ihrer CDs. Und gleichzeitig kann bis zuletzt eine gleichbleibend hohe Qualität garantiert werden.

GENUIN bietet auch abseits ausgetretener Pfade etablierten Künstlern genauso wie der Nachwuchsgeneration die Möglichkeit, Musik nach eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Das macht sich positiv bemerkbar für die Hörer der mittlerweile mehr als 300 GENUIN-CDs mit Interpreten wie Paul Badura-Skoda, Nicolas Altstaedt oder der Dresdner Philharmonie.


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