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Donnerstag, 14. November 2019

Schönberg, Arnold - Serenade op.24

Klassiker der Moderne


Label/Verlag: WERGO
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Diese Wiederveröffentlichung von Pierre Boulez' klassischer Einspielung von Arnold Schönbergs Serenade op. 24 zeigt: Auch eine halbe Stunde Musik kann eine Welt sein.

Die Wiederveröffentlichung von Pierre Boulez‘ klassischer Einspielung von Arnold Schönbergs Serenade op. 24, zwischenzeitlich in mehreren Veröffentlichungen des ‚grauen Marktes‘ erhältlich, ist nicht nur ein musikhistorisch wichtiges Dokument, sondern bietet auch eine ausführliche Erläuterung im 48-seitigen Booklet. Ingo Schmidt-Lucas hat die erstmals 1963 vorgelegte Produktion (Aufnahmedatum offenbar 1961) kongenial restauriert: Wir haben hier eine Aufführung von großer Unmittelbarkeit und Dichte, die gleichzeitig den Geist der 1960er- wie der ‚Goldenen Zwanziger‘ transportiert.

Boulez hatte mit den Solistes du Domaine Musical acht Musiker der ersten Garde zur Verfügung, die die Zwölftonstruktur wie ihren expressiven Gehalt auf das Optimalste erkunden. Im Vergleich wirkt seine zweite Einspielung aus dem Jahr 1979 (veröffentlicht 1982) ‚elastischer‘, auch ein wenig ‚verkopfter‘, weniger expressiv-expressionistisch. Beide Lesarten haben fraglos ihren zeitlosen Wert, doch ist die hier vorliegende ältere Einspielung vielleicht doch noch vielschichtiger in ihren Querbezügen durch die Zeit.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Schönberg, Arnold: Serenade op.24

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
WERGO
1
05.05.2017
Medium:
EAN:
CD
4010228678024

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WERGO

Als 1962 die erste Veröffentlichung des Labels WERGO erschien - Schönbergs "Pierrot lunaire" mit der Domaine musicale unter Pierre Boulez -, war dies ein Wagnis, dessen Ausgang nicht abzusehen war. Werner Goldschmidt, ein Kunsthistoriker, Sammler und Enthusiast im besten Sinne, war es, der - gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Helmut Kirchmayer - den Grundstein zu dem Label legte, das seit inzwischen 50 Jahren zu den führenden Labels mit Musik unserer Zeit zählt.
Noch immer hält WERGO am Anspruch, unter den Goldschmidt seine "studioreihe neue musik" gestellt hatte, fest: die hörende wie lesende Beschäftigung mit der neuen Musik anzuregen und in Produktionen herausragender InterpretInnen und von FachautorInnen verfassten ausführlichen Werkkommentaren zu dokumentieren.
Auf mehr als 30 Schallplatten kam die Reihe mit roter und schwarzer Schrift auf weißem Cover, dann wurde die Unternehmung zu groß für einen Einzelnen. Seit 1967 engagierte sich der Musikverlag Schott zunehmend für das Label, 1970 schließlich nahm Schott das Label ganz in seine Obhut. Seither wurden mehr als 600 Produktionen veröffentlicht, die ungezählte Preise erhalten haben und ein bedeutendes Archiv der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts darstellen.
Kaum einer der arrivierten zeitgenössischen Komponisten fehlt im Katalog. Ergänzt wird dieser Katalog seit 1986 durch die inzwischen auf über 80 Porträt-CDs angewachsene "Edition Zeitgenössische Musik" des Deutschen Musikrats, die mit Werken junger deutscher KomponistInnen bekannt macht. Neben dieser Zusammenarbeit bestehen Kooperationen mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ("Edition ZKM") und dem Studio für Akustische Kunst des Westdeutschen Rundfunks ("Ars Acustica"). Im Bereich "Weltmusik" kooperiert WERGO eng mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt und der Abteilung Musik des Ethnologischen Museums Berlin. Die "Jewish Music Series" stellt die vielfältigen Musiktraditionen der jüdischen Bevölkerungen der Kontinente in ihrer ganzen Bandbreite vor. Zahlreiche Veröffentlichungen mit Computermusik sind in der Reihe "Digital Music Digital" erschienen. Neue Editionen wie die legendäre "Contemporary Sound Series" des Komponisten Earle Brown oder die des Ensembles musikFabrik kamen in den vergangenen Jahren hinzu.
Die Diversifizierung, die das Programm von WERGO seit seiner Gründung erfahren hat, ist der Weitung des zeitgenössischen musikalischen Bewusstseins ebenso geschuldet wie sie zu dieser stets beitrug - eine Aufgabe, der sich WERGO auch in Zukunft verpflichtet fühlt.


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