> > > Flammer, Ernst Helmuth: Streichquartette Nr. 4 & 5
Mittwoch, 20. Februar 2019

Flammer, Ernst Helmuth - Streichquartette Nr. 4 & 5

Hommage an Anton Webern


Label/Verlag: Neos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Auf dem Weg in die zeitliche Unendlichkeit konstruiert der Komponist Ernst Helmuth Flammer die Auflösung der Struktur.

Der Feuervogel ist ein magisches Wesen, das seinem Fänger Segen wie Unheil bringt. So erzählt es die Fabel. Der Freiburger Komponist Ernst Helmuth Flammer überschreibt sein 4. Streichquartett mit 'Des Feuervogels Zeitreise' und nutzt dieses Bild als Metapher für seine Reise in den nicht fassbaren unendlichen musikalischen Kosmos. Mit seinem 5. Streichquartett betreibt Flammer Trauerkultur nach dem Verlust von Menschen, die ihm etwas bedeuteten, und schafft gleichzeitig durch die amorphe Faktur eine Hommage an Anton Webern.

Aus seiner umfassenden Werk-Erläuterung spricht der Naturwissenschaftler wie der Philosoph Flammer, geleitet vom Drang, das Sein jenseits von Zeit und Raum zu begreifen. Bewusst bedient er sich der Polymorphologie, um klar deutbare Strukturen absichtlich zu vermeiden. So schafft er einen Freiraum zur Verdichtung wie Aufhebung von Zeitverläufen und Zeitempfinden, das an sich nur relativ und nicht fassbar auf den Augenblick fokussiert. Im 4. Streichquartett konstruiert er dazu 18 Klangbilder von unterschiedlicher Länge. Seine musikalischen Aussagen zerlegt er in Mikrostrukturen, die er nach einem assoziativen Prinzip aneinanderreiht, überlagert, durchsetzt, auflöst, verdichtet. Eine deutliche Spur ausgedünnter verfährt er im 5. Streichquartett. Bei aller Experimentierfreude hinsichtlich der Struktur fordert er zur Klanggestaltung nur klassische Praktiken. Das Jade Quartett besticht durch eine metronomisch messbare Akkuratesse und Präzision in der Wiedergabe.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Flammer, Ernst Helmuth: Streichquartette Nr. 4 & 5

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Neos
1
17.02.2017
EAN:
4260063116186

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Neos

NEOS ­ das neue Label für Zeitgenössische Musik, das seit Mitte Mai 2007 auf dem deutschen, seit Oktober 2007 auch auf dem internationalen Markt präsent ist. Im Zentrum der Neuveröffentlichungen stehen Kompositionen des  20. und 21. Jahrhunderts - die Betonung liegt dabei auf Welt-Ersteinspielungen.

Insofern setzt Wulf Weinmann den bei seinem früheren Label col legno eingeschlagenen Weg konsequent fort. Langjährige frühere Partner wie  das Internationale Musikinstitut Darmstadt (IMD), die Donaueschinger Musiktage des SWR, die musica viva des Bayerischen Rundfunks oder die Salzburger Festspiele haben die Zusammenarbeit mit Weinmann auch für die Zukunft vereinbart.

Inzwischen weitet sich NEOS programmatisch aus: Vier Produktlinen entwickeln sich im Kontext Neuer Musik in Zusammenarbeit mit Komponisten und Interpreten, die über ein weit gespanntes Repertoire verfügen: Aufnahmen, die Tradition und Moderne verbinden, Werke früherer Meister in bisher nie oder selten gehörten Interpretationen meist originaler Bearbeitungen sowie eine Jazzlinie mit Musikern, die man eher aus der zeitgenössischen Musikszene kennt, wie Olga Neuwirth oder Mike Svoboda.

NEOS veröffentlicht pro Jahr ca. 40 CDs, SACDs und DVDs, die weltweit (z.B. in Deutschland über helikon harmonia mundi) vertrieben werden. Hohe technische Qualität der Aufnahmen ist selbstverständlich. Auch Design und ansprechende Verpackung sind zentrales Anliegen: Alle Produktionenerscheinen in Digipacks mit ausführlichen Textinformationen und Illustrationen.


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