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Sonntag, 7. Juni 2020

Tansman, Alexandre - Ballettmusik

Ein Fund für den Konzertsaal


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Polish Radio Symphony Orchestra entdeckt Alexandre Tansman bei cpo neu

Der polnische Komponist Alexandre Tansman (1897–1986) gehört zu den besonders spannenden Figuren des 20. Jahrhunderts. Bereits mit 34 Jahren wird dem Wahlpariser, der während des Zweiten Weltkriegs eine Exilzeit in Hollywood verbrachte, eine Monographie gewidmet, er schrieb ein weitläufiges Œu­v­re, in dem er den Drahtseilakt zwischen der Tradition seines Geburtslandes und den Einflüssen der Avantgarde seiner Zeit geschickt verband; auch für den Oscar wurde er nominiert. Wie viele seiner Zeitgenossen hat Tansman auch in den Zwanziger und Dreißiger Jahren zwei Ballette geschaffen, die es wohl auch aufgrund ihrer Handlung weder bei Choreographen noch beim Publikum leichthaben, aber für den Konzertsaal erweisen sie sich als ein Gewinn.

Das Ballett 'Sextuor' (1923) hat die seltsamen Beziehungswege von Musikinstrumenten zum Thema und erinnert damit an Milhauds 'Küchenballett' oder Strauss‘ 'Schlagobers', ist aber sehr viel gewitzter komponiert. 'Bric à brac' (1935) bringt allerlei Tableaux eines Flohmarktes auf die Bühne. Die amüsante Musik wird mit viel Hingabe und Herz vom Polish Radio Symphony Orchestra von Lukasz Borowicz und Wojciech Michniewski musiziert. Schön, dass es diese Ballettmusiken endlich einmal als Kompletteinspielungen auf dem Markt gibt.

Simon Haasis Kurzkritik von Simon Haasis,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tansman, Alexandre: Ballettmusik

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203798728

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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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