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Dienstag, 17. September 2019

Mozart, Franz Xaver - Klaviermusik Vol. 4

Verwandtschaftsverhältnisse


Label/Verlag: Musicaphon
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Hörbare Herzensangelegenheit in Sachen Nischenrepertoire – mit winzigen Schönheitsfehlern.

Das insgesamt überschaubare kompositorische Schaffen des jüngsten Mozart-Sohnes Franz Xaver (1791–1844) ist seit längerem keine Obskurität mehr – Interpreten wie Barbara Bonney, Howard Shelley, Cyprien Katsaris oder Yaara Tal haben ihre eigene Bekanntheit in die Waagschale geworfen, um dem Werk zu dienen. Die umfassendste Werkschau aber bietet Susanne von Laun, die in der Gesamteinspielung der Klavierwerke auch den Dialog mit Vater Wolfgang Amadé und Großvater Leopold im Blick behält.

Auf einem Brodmann-Hammerflügel (Wien 1812) kommen Intimität und Klangfarbenvielfalt der Kompositionen – fünf Variationswerken, umrahmt von dem Rondeau F-Dur op. 4 (1805) und zwei kurzen Allegretti aus dem Todesjahr – zu schöner Geltung. Laun horcht vor allem den lyrischen Momenten der Werke nach. Ihre agogische Flexibilität ist aber nicht überall der Musik rundum zuträglich. Ein besonderer Bonus ist Wolfgang Amadés Praeambulum KV deest, in dem Laun – ohne die Restriktion von Taktstrichen – den improvisatorisch notierten Notentext zu wunderbarem Leben verhilft.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Mozart, Franz Xaver: Klaviermusik Vol. 4

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Musicaphon
1
07.12.2016
Medium:
EAN:
CD
4012476569772

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Musicaphon

Ende der 50er Jahre gründete Karl Merseburger, Inhaber des Tonkunstverlages in Darmstadt, das Label CANTATE. Etwa zur gleichen Zeit rief Karl Vötterle (Bärenreiter-Verlag) in Kassel MUSICAPHON ins Leben. In beiden Fällen sollte vorrangig das jeweilige Verlagsprogramm auf Tonträgern dokumentiert werden. Nachdem Merseburger den Tonkunstverlag 1963 aufgeben mußte, übernahm Bärenreiter das Label CANTATE und führte beide gemeinsam unter dem Dach der 1965 gegründeten Vertriebsfirma "Vereinigte Schallplattenvertriebsgesellschaft Disco-Center" fort. Auf beiden Labels erschienen in den 60er und 70er Jahren bedeutende Aufnahmen. Besondere Schwerpunkte setzte Wilhelm Ehmann, Leiter der Westfälischen Kantorei in Herford, mit seinen historischer Aufführungspraxis verpflichteten Interpretationen der Werke von Heinrich Schütz. Bach-Kantaten wurden von Helmuth Rilling mit der Gächinger Kantorei und dem Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart eingespielt. MUSICAPHON gewann daneben Profil mit der Veröffentlichung musikethnologischer Aufnahmen, herausgegeben von der UNESCO (Musik des Orients und Musik Afrikas) bzw. vom musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel (Musik Ozeaniens und Musik Südostasiens). 1994 erwarb der Musikwissenschaftler Dr. Rainer Kahleyss (Kassel) die Label, 1996 auch die Vertriebsfirma von Bärenreiter, die jetzt als "Klassik Center Kassel" firmiert. Seitdem werden auf CANTATE geistliche Musik, auf MUSICAPHON weltliche Musik vom Frühbarock bis zur Gegenwart veröffentlicht. Auch für die Rezeptionsgeschichte bedeutsame Aufnahmen der Altkataloge werden sukzessive auf CD umgestellt.


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