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Mittwoch, 24. April 2019

Josef Koffler - Klavierwerke

Drei Perspektiven


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Kammermusikalische, pianistische und kompositorische Sichten auf Józef Koffler.

Im Grunde besteht die vorliegende CD aus drei Teilen – aus Józef Kofflers (1896–1944) Streichtrio op. 10 von 1928 mit dem Zebra Trio, verschiedenen Klavierwerken Kofflers mit Martin von der Heydt sowie Johannes Schöllhorns (*1962) 'Spur (für Józef Koffler)' aus dem Jahr 2003 (mit dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik unter Johannes Kalitzke). Das substanziellste Werk der Produktion, das Streichtrio, zeigt einen ausdrucksstarken ‚Zwölftöner‘ in seinem Reifestil, während die 'Polnischen Volksgesänge' op. 6 (1925) Kofflers Biografik aus der Perspektive des Polen beleuchten und einen noch der traditionellen Harmonik anhängenden, dem frühen Stil etwa Erwin Schulhoffs vergleichbaren Tonfall aufweisen.

Die fünfsätzige 'Musique (Quasi una sonata)' op. 8 zeigt uns einen Klavierpoeten, die Sonatine op. 30 Kofflers spielerische Ader, während die 'Variationen über einen Walzer von Johann Strauss (Kaiser-Walzer)' op. 23 äußerst kunstvoll das bekannte Thema auf expressiv-lyrische Weise erkundet. Schöllhorns 'Spur' ist gleichfalls als Variationenwerk (über Kofflers op. 23) angelegt und erkundet auf ganz eigene Art sowohl Strauss‘ als auch Kofflers Welt. Alle Beteiligten der Produktion bieten höchstkarätige Leistungen; besonders hervorzuheben, auch wegen der Vielfalt seines Klaviertons, ist Martin von der Heydt, der schon allein einen vollgültigen Eindruck in Kofflers Schaffen vermittelt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Josef Koffler: Klavierwerke

Label:
Anzahl Medien:
Spielzeit:
cpo
1
77:49
EAN:
BestellNr.:
761203797929
777979-2

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Koffler, Józef
 - Trio op.10 - Allegro molto moderato
 - Trio op. 10 - Andante, molto cantabile
 - Trio op. 10 - Allegro molto vivace
 - Musique. Quasi una sonata op. 8 - Andante
 - Musique. Quasi una sonata op. 8 - Vivace con brio
 - Musique. Quasi una sonata op. 8 - Allegretto, à la polonaise
 - Musique. Quasi una sonata op. 8 - Ben mosso
 - Musique. Quasi una sonata op. 8 - Sostenuto molto
 - Sonatine op. 12 - Allegro con spirito
 - Sonatine op. 12 - Adagio cantabile
 - Sonatine op. 12 - Vivace
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Wieja wiatry
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Któredy Jasiu?
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Porównaj Boze
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Oj, kolyszze sie, kolysz
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Wsród nocnej ciszy
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Bóg sie rodzi
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Lulajze Jezuniu
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Hey tam w polu
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Oj! idzie se Janiczek
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Kolo mego ogródecka
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Albosmy to jacy tacy
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Hejze ino! fijolecku lesny!
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Czarna kura
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Poczekaj Hanka
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Rzucam chate
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Przykazali mi matula
 - Polnische Volksgesänge op. 6 - Miala baba koguta
 - Variationen über einen Walzer von Johann Strauss op.23 -
Schöllhorn, Johannes
 - Spur -


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Interpret(en):Heydt, Martin von der


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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