> > > Konzerte & Sinfonien: Werke von Weber, Beethoven und Brahms
Freitag, 24. März 2017

Konzerte & Sinfonien - Werke von Weber, Beethoven und Brahms

Virtuosität und beeindruckende Routine


Label/Verlag: Profil - Edition Günter Hänssler
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Grandios gespielt präsentiert die Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Bernard Haitink in einem Live-Mitschnitt von 2002 Werke von Weber, Beethoven und Brahms. Als Solist in Beethovens Violinkonzert brilliert Frank Peter Zimmermann.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden gehört seit Jahrhunderten zu den angesehensten und hervorragendsten Orchestern weltweit. Sie blickt nicht nur auf eine lange Spieltradition zurück, sondern wird bis heute wegen ihrer ausgezeichneten Klangqualität international geschätzt. Angesichts dessen überrascht es kaum, dass auch der Mitschnitt eines Konzerts, auf CD veröffentlicht, sich durchaus sehen und hören lassen kann. Im Label Profil-Edition Günter Hänssler ist nun ein MDR-Mitschnitt von einem Konzert im Kulturpalast Dresden aus dem Jahre 2002 erschienen.

Unter der Leitung von Bernard Haitink spielt die Staatskapelle Dresden zunächst die Ouvertüre zur Oper 'Oberon' von Carl Maria von Weber, gefolgt vom Konzert in D-Dur op. 61 für Violine und Orchester von Ludwig van Beethoven und abschließend die Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 von Johannes Brahms. Solist im Violinkonzert ist der für seine Präzision und Ausdrucksfähigkeit bekannte Geiger Frank Peter Zimmermann.

Schon die Ouvertüre zu 'Oberon' macht deutlich, welch routinierten Klangkörper man hier vor sich hat. Einem gefühlvollen Anfang mit einem weich und sauber intonierten Horn und einem elegisch anmutenden Streicherklang folgen weitere sangliche Passagen, die sich Stück für Stück in Tempo und Intensität steigern und als Eröffnung dieser Doppel-CD eine Dramatik aufbauen, die etwas Großes ankündigt. Dass der Nachhall des Klangs sich an manchen Stellen etwas dumpf und wenig strahlend präsentiert, mag an der etwas ungünstigen Aufnahmesituation liegen. Abgesehen vom donnernden Applaus zwischen den Werken ist dies der einzige Punkt, an dem man als Hörer merkt, dass es sich hier um einen Konzertmitschnitt handelt, der weder Wiederholungen bestimmter Passagen noch Veränderungen in der Akustik erlaubt.

Das Violinkonzert von Beethoven wirkt nach der Ouvertüre wie der pompöse erste Auftritt des Protagonisten in der Oper. Mit der Solo-Violine scheint eine Arie zu beginnen, die das Orchester zurückhaltend begleitet. Die Tutti-Passagen strahlen vor allem durch ihren sehr musikalisch gestalteten Verlauf mit fließenden Dynamik-Übergängen, die dem Solisten Frank Peter Zimmermann den Weg zu seinem Solo ebnen. Zimmermann spielt leicht und erzählend, seine Violine scheint die Melodielinien mit heiterer Stimme zu singen. Je höher die Töne werden, desto leichter und müheloser wirken sie. Mit seiner sicheren Intonation und seinem unbeschwerten, an Vibrato reichen Spiel entsteht ein schwebender Eindruck. Als Zuhörer kann man sich völlig im Violinklang verlieren, ohne Angst haben zu müssen, abzustürzen. Zimmermann schwebt und tanzt ohne Netz und doppelten Boden, aber immer mit der Gelassenheit eines Profis, der genau weiß, was er tut. Lediglich in der Kadenz des ersten Satzes hört man Anstrengung und bisweilen auch Mühe heraus.

Den zweiten Satz interpretiert er fein, aber dennoch mit kraftvollem Ton, er versteckt sich nicht hinter zarten Melodielinien, sondern präsentiert sie voll drängender Expressivität. Mit einem schwungvollen, tänzerischen dritten Satz, in dem sowohl Solist als auch Orchester sehr präzise und differenziert die von Beethoven eingetragenen Dynamikwechsel umsetzen, verabschiedet sich Zimmermann, nicht ohne zuvor in einem fulminanten Finale einen brillanten Lauf nach dem nächsten zu spielen und der Virtuosität und dem Ausdruck dieses dritten Satzes immer noch eine weitere Steigerung zu geben.

Abgerundet wird die Doppel-CD von Brahms’ Erster Symphonie. Hier zeigt die Staatskapelle Dresden noch einmal in ganzer Fülle ihre klanglichen Qualitäten. Mit einem transparenten Klang, der zu Beginn der Symphonie vor allem die tiefen Register des Orchesters gut zum Vorschein bringt, zeigt es sowohl in Expressivität als auch spielerischer Präzision, welche Klangfarben aus dieser Symphonie herauszuholen sind. Die Pizzicato-Passagen bereiten mit einem frischen, leicht treibenden Charakter direkt das temperamentvolle Accelerando vor, das – gut intoniert und akkurat akzentuiert – in einem pompösen Abschluss mündet und damit der gesamten Dramaturgie des Mitschnitts, zu Beginn verheißungsvoll eröffnet, voll und ganz gerecht wird.

Das Booklet enthält sehr viele Hintergrundinformationen zu den Werken, den Komponisten und Interpreten und zeichnet sich durch einen sinnvollen Aufbau und eine ansprechende Gestaltung aus.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Konzerte & Sinfonien: Werke von Weber, Beethoven und Brahms

Label:
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Profil - Edition Günter Hänssler
2
EAN:

881488090369


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Beethoven, Ludwig van
Brahms, Johannes
Weber, Carl Maria von


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Profil - Edition Günter Hänssler

Profil - The fine art of classical music
EDITION GÜNTER HÄNSSLER - EIN LABEL MIT "PROFIL"
Bei der Gründung seiner "EDITION GÜNTER HÄNSSLER" und dem neuen Label "PROFIL" betrat Produzent Günter Hänssler, der ehemalige Chef des erfolgreichen Labels Hänssler Classics, mit einer ganz klaren Philosophie und Zielsetzung den Klassik-Markt:
"Nur ein Label mit einem klaren PROFIL, mit einem eindeutigen Wiedererkennungseffekt hat heute noch eine Chance auf dem heiß umkämpften CD-Markt - um die Liebhaber klassischer Musik heute mit einem Produkt zu überzeugen braucht man Originalität, Innovation und optimierte Vertriebswege."
Der Name PROFIL ist Programm. Günter Hänssler denkt in Serien. Nur groß angelegte Projekte haben heute noch eine Chance, sich nachhaltig auf dem Markt wiederzufinden. So entstanden international hoch gepriesene und mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Editionen wie die EDITION STAATSKAPELLE DRESDEN oder die GÜNTER WAND EDITION.
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Ergänzt wird das Repertoire durch ausgewählte, digital aufwendig restaurierte historische Aufnahmen, Interpretationen von legendärem Ruf in neuer, bisher nicht gekannter digitaler Klangqualität. Auf diese Weise schlägt PROFIL die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und versteht sich so auch als Bewahrer musikalischer Traditionen.
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