> > > Bruckner, Anton: Sinfonie Nr. 8
Mittwoch, 11. Dezember 2019

Bruckner, Anton - Sinfonie Nr. 8

Nüchterner Bruckner


Label/Verlag: Profil - Edition Günter Hänssler
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das WDR Sinfonieorchester Köln und sein Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste widmen sich eingehend Bruckners Achter Sinfonie.

Dass das WDR Sinfonieorchester Köln mit Bruckners Musik umzugehen weiß, hat es schon seinerzeit, als es noch Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester hieß, unter Günter Wand unter Beweis gestellt. Im November 2010 führte das Orchester mit seinem Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste, für den die aktuelle Spielzeit seine letzte auf dieser Position ist, Bruckners Achte Sinfonie in der Kölner Philharmonie auf. Der Mitschnitt des Auftritts erschien 2016 bei Profil Hänssler mit einem lieblosen Booklet, das einen blassen Einführungstext beinhaltet und auf die Angabe der Tracks verzichtet.

Die Interpretation zeichnet sich durch gedankliche und klangliche Klarheit und Transparenz aus. Hier wird nicht ‚gemetaphyselt‘, vielmehr klingt dieser Bruckner oft sogar recht nüchtern. Dennoch kann er seine spezifische Klangaura entfalten – vor allem im Adagio, in dem sich das Orchester Zeit nimmt, ohne auf der Stelle zu treten ('feierlich, aber nicht schleppend'). Hier reißt der Spannungsbogen auch in 24 Minuten nicht ab. Im ersten Satz legen die Musiker eine immense Steigerungskraft und ein breites dynamisches Spektrum an den Tag. Die Instrumentengruppen sind fein ausgehört. Das Scherzo kommt forsch und kräftig daher, das Trio besticht mit Horn-Schönheiten. Auch das Innehalten und Neu-Ansetzen gelingt, die Generalpause wird nicht überladen. Die Motivik ist prononciert, doch alles in allem bleibt dieser Satz brav, das WDR Sinfonieorchester setzt wenig überschüssige Energie frei. Differenziert agiert es im Finale, das ob seiner Bauart umstritten ist; ein plumpes Aufeinanderschichten gibt es hier nicht.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Bruckner, Anton: Sinfonie Nr. 8

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Profil - Edition Günter Hänssler
1
30.09.2016
Medium:
EAN:
CD
881488160611

Cover vergössern

Bruckner, Anton


Cover vergössern

Profil - Edition Günter Hänssler

Profil - The fine art of classical music
EDITION GÜNTER HÄNSSLER - EIN LABEL MIT "PROFIL"
Bei der Gründung seiner "EDITION GÜNTER HÄNSSLER" und dem neuen Label "PROFIL" betrat Produzent Günter Hänssler, der ehemalige Chef des erfolgreichen Labels Hänssler Classics, mit einer ganz klaren Philosophie und Zielsetzung den Klassik-Markt:
"Nur ein Label mit einem klaren PROFIL, mit einem eindeutigen Wiedererkennungseffekt hat heute noch eine Chance auf dem heiß umkämpften CD-Markt - um die Liebhaber klassischer Musik heute mit einem Produkt zu überzeugen braucht man Originalität, Innovation und optimierte Vertriebswege."
Der Name PROFIL ist Programm. Günter Hänssler denkt in Serien. Nur groß angelegte Projekte haben heute noch eine Chance, sich nachhaltig auf dem Markt wiederzufinden. So entstanden international hoch gepriesene und mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Editionen wie die EDITION STAATSKAPELLE DRESDEN oder die GÜNTER WAND EDITION.
Die Repertoire-Politik ist charakteristisch. Eine Auswahl erster internationaler Künstler finden sich im Programm von PROFIL ebenso wieder wie erfolgreiche Newcomer der Klassikszene, darunter das mehrfach preisgekrönte Klenke-Quartett, das in der Interpretation von Kammermusik in den letzten Jahren neue Maßstäbe setzen konnte.
Ergänzt wird das Repertoire durch ausgewählte, digital aufwendig restaurierte historische Aufnahmen, Interpretationen von legendärem Ruf in neuer, bisher nicht gekannter digitaler Klangqualität. Auf diese Weise schlägt PROFIL die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und versteht sich so auch als Bewahrer musikalischer Traditionen.
PROFIL: Ein Programm - eine Verpflichtung aus Tradition!


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Profil - Edition Günter Hänssler:

  • Zur Kritik... Wohlig-warm: Brahms in Altmodisch von Jukka-Pekka Saraste und dem WDR Sinfonieorchester. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Wie in einer anderen Welt: Äußerst variabel in der Klangqualität, hervorragend in der Interpretation: Sviatoslavs Richters Liszt, Chopin und Szymanowski. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Liebe zu dritt: Das Sängerehepaar Varady/Fischer-Dieskau mit teilweise bislang noch nicht vorgelegtem Repertoire. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Profil - Edition Günter Hänssler...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Dennis Roth:

  • Zur Kritik... Zu verbindlich: Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller und die chinesische Geigerin Tianwa Yang widmen sich Wolfgang Rihms Werken für Violine und Orchester. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
  • Zur Kritik... Monumentaler Mahler: Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks präsentieren Mahlers Zweite Sinfonie auf höchstem Niveau. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
  • Zur Kritik... Ausdruckstiefes Meisterwerk: Wolfgang Rihms 2017 uraufgeführte 'Requiem-Strophen' in einer geradezu mustergültigen Interpretation unter der Leitung von Mariss Jansons. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Dennis Roth...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Lobgesang: Gordon Safari und BachWerkVokal wollen nichts Lexikalisches bieten: Bei Bachs Vokalmusik gibt es davon auf hohem und höchstem Niveau zweifellos genug. Stattdessen geht es um interessante, beziehungsreiche Programme mit Johann Sebastian Bach als Anker. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Romantische Sehnsucht: Christopher Park spielt Robert Schumann träumerisch, brillant und voller Sehnsucht. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
  • Zur Kritik... Große und kleine Dimension: Gerhard Weinberger beweist seine Meisterschaft in Regers monumentalem Opus 127 wie in den feinen Choralvorspielen. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/2019) herunterladen (4454 KByte) Class aktuell (4/2019) herunterladen (4308 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Aram Khachaturian: Violin Concerto - Allegro vivace

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich