> > > Tschaikowsky, Peter : Klavierkonzert Nr. 2 & Konzertfantasie
Donnerstag, 1. Oktober 2020

Tschaikowsky, Peter - Klavierkonzert Nr. 2 & Konzertfantasie

Das Solo-Klavier als dramatisches Subjekt


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Weniger bekannt als das b-Moll-Klavierkonzert, sind Tschaikowskys G-Dur-Konzert und die zweisätzige Fantasie doch faszinierende Werke für einen souveränen und einfühlsamen Solisten. Eldar Nebolsin erfüllt hier die Erwartungen.

Tschaikowskys Konzert-Fantasie op. 56 aus dem Jahr 1885 regt das bildliche Vorstellungsvermögen an: Das einleitende 'Quasi-Rondo' führt durch eine Vielzahl von Stimmungslagen innerhalb eindrucksvoller, schwungvoller großer Orchesterszenerien wie auch quasi-solistischer Reflexionspassagen von Themenmaterial. Quasi eine rauschhafte, überwältigende, aber auch idyllische ‚Außenwelt‘ mit Orchester, dem eine rein solistische, im Umfang wohl jede konzertante Solo-Kadenz übertreffende Gedanken- und Ausdruckswelt gegenübersteht, die geradezu eine biographische Geschichte, einen inneren Monolog widerzuspiegeln scheint. Eldar Nebolsin verleiht dieser spieltechnisch oft überaus anspruchsvollen subjektiven Erzählung individuelle Züge und Plastizität, Michael Stern dem tadellosen Orchester aus Neuseeland die passende, fast filmmusikalische Luzidität und Überwältigungskraft.

Die Konzert-Fantasie ist das originellere Werk

Schon im zweiten Klavierkonzert kündigte sich eine solche ‚poetische‘ Subjektivierung und Dramatisierung des Solo-Parts an, gerade auch im zweiten Satz mit seinen Dialogen zwischen Klavier und zwei Streichersolisten. Auch dort gibt es eine anspruchsvolle, unglaublich gesteigerte Solo-Kadenz im Kopfsatz, in der Nebolsin auch genügend brilliert, aber nicht ganz an die besonderen Qualitäten heranreicht etwa der Aufnahmen von Emil Gilels oder Gary Graffman (meine Lieblingsaufnahme trotz der früher gebräuchlichen, um die Trio-Elemente gekürzten Fassung). Zum ersten Kennenlernen der ‚weiteren‘ Kompositionen Tschaikowskys für Klavier und Orchester trotzdem definitiv eine gute und preiswerte Wahl, auch wegen der den älteren Referenzen klar überlegenen Aufnahmetechnik.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tschaikowsky, Peter : Klavierkonzert Nr. 2 & Konzertfantasie

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Naxos
1
09.09.2016
Medium:
EAN:
CD
747313346271

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Tschaikowsky, Peter


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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