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Montag, 21. September 2020

Janacek, Leos - Opernsuiten

Gesang der Instrumente


Label/Verlag: Supraphon
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Tomás Netopil und das Prague Symphony Orchestra überzeugen mit atmosphärischen Suiten aus Janáčeks Opern.

Leoš Janáčeks Opern gehören zum festen Kanon des heutigen Musiktheaters, vor allem seine 'Jenůfa' und 'Katja Kabanowa'. Seine Opernmusik, die so eng mit der natürlichen Sprachmelodie verknüpft ist, hat schon früh Dirigenten zur Bearbeitung gereizt: 1937 entstand die erste Opern-Suite nach Janáčeks 'Schlauem Füchslein', die den melodischen Einfallsreichtum der Oper, die Atmosphäre, die unverwechselbare Klangsprache für den Konzertsaal erschließt. Und da Janáček selbst leider viel zu wenige Orchesterwerke hinterlassen hat, besteht weiterhin die Sehnsucht nach seiner Musik abseits der Opernbühne.

Die vorliegende bei Supraphon erschienene CD aus dem Jahr 2015 vereint drei Opern-Suiten nach zentralen Werken des Komponisten: 'Jenůfa', 'Katja Kabanowa' und 'Osud', arrangiert von Smolka, Ille und Jílek. Tomás Netopil leitet das Prague Radio Symphony Orchestra. Und man hört aus jeder Note die enge Verbundenheit mit Janáčeks Musiksprache, die genaue Kenntnis des Bühnengeschehens. So vermittelt sich innerhalb von etwas mehr als zwanzig Minuten das Drama der Katja Kabanowa – ohne Worte, aber nicht weniger beredt, quasi als Essenz. An wenigen Stellen, beispielsweise in der 'Jenůfa'-Suite, sehnt man sich ein wenig nach der Kraft der menschlichen Stimme, gerade dann, wenn die Melodie des Schlussduetts erklingt. Aber Netopil und seine Musiker lassen die Hörgewohnheit schnell wieder vergessen – mit dynamischer Raffinesse, großer Durchsichtigkeit und dem heimlichen Gesang der Instrumente.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Janacek, Leos: Opernsuiten

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Supraphon
1
02.09.2016
Medium:
EAN:
CD
099925419424

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Janácek, Leos


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Supraphon

Supraphon Music ist das bedeutendste tschechische Musiklabel und besitzt bereits eine lange Geschichte. Der Name "Supraphon" (der ursprünglich ein elektrisches Grammophon bezeichnete, das zu seiner Zeit als Wunderwerk der Technik galt) wurde erstmals 1932 als Warenzeichen registriert. In den Nachkriegsjahren erschien bei diesem Label ein Großteil der für den Export bestimmten Aufnahmen, und Supraphon machte sich in den dreißiger und vierziger Jahren besonders um die Verbreitung von Schallplatten mit tschechischer klassischer Musik verdient. Die künstlerische Leitung des Labels baute allmählich einen umfangreichen Titelkatalog auf, der das Werk von BedYich Smetana, Antonín Dvorák und Leos Janácek in breiter Dimension erfasst, aber auch andere große Meister der tschechischen und der internationalen Musikszene nicht vernachlässigt. An der Entstehung dieses bemerkenswerten Katalogs, auf den Supraphon heute stolz zurückblickt, waren bedeutende in- und ausländische Solisten, Kammermusikensembles, Orchester und Dirigenten beteiligt.


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