> > > Prokofieff, Sergej: Klavierkonzerte Nr. 1, 3 & 4
Donnerstag, 23. Mai 2019

Prokofieff, Sergej - Klavierkonzerte Nr. 1, 3 & 4

Kühler Sturm und Drang


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Olli Mustonen und das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Leitung von Hannu Lintu zeigen auf dieser Einspieung eindrucksvoll, dass sie Prokofjew-Experten von Rang sind.

In Sergej Prokofjews drittem Klavierkonzert C-Dur op. 26 sind alle stilistischen Facetten seines Komponierens, alle ‚Hauptrichtungen‘, wie er sagte, auf eine geradezu mustergültige Weise vereint, und vielleicht auch deshalb zählt das 1921 entstandene Konzert zu seinen populärsten Werken. Ob die neoklassizistische Seite, die des ‚Neuerers‘, die ‚motorische‘ oder die lyrische – Pianist Olli Mustonen und das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Leitung seines Chefdirigenten Hannu Lintu werden allen diesen Facetten gerecht.

Es ist ein luzides, energetisches Musizieren. Mustonen hat einen wandlungsfähigen Anschlag, der auch dann, wenn es ‚stählern‘ wird, nichts von seiner Leichtigkeit verliert. Sein hochvirtuoser Part ist plastisch modelliert und klingt nie nach Arbeit. Lintu sorgt für atmende Agogik und eine sehr gute Abstimmung zwischen Solist und Orchester. Die finale Steigerung zeugt hier von lässiger Vehemenz.

Das klare Klangbild dieser 2016 beim finnischen Label Ondine erschienenen Einspielung passt exzellent zur Musik (aufgenommen wurde im Konzerthaus Helsinki). Wie provozierend neuartig das erste Klavierkonzert des jungen Komponisten gewirkt haben muss, lässt sich nachvollziehen: Die Gesten sind groß, die Formulierungen selbstbewusst, die Motorik reißt mit – Prokofjews kühler Sturm und Drang lässt sich kaum besser musizieren. Die Interpretation wäre aber nur halb so gut, wenn sie nicht auch tieferen Sinn für geheimnisvolle Schattierungen und lyrische Tonlagen an den Tag legte. Schließlich das vierte Klavierkonzert 'für die linke Hand', komponiert für Paul Wittgenstein (der es nie aufgeführt hat). Sehnig-muskulös mutet der Orchesterklang im Vivace an, ungemein ausdrucksvoll schwelgen die Streicher im Andante. Auch hier zeigen die Finnen, dass sie Prokofjew-Experten von Rang sind.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Prokofieff, Sergej: Klavierkonzerte Nr. 1, 3 & 4

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Ondine
1
09.09.2016
EAN:
761195124420

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Prokofieff, Sergej


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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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