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Mittwoch, 2. Dezember 2020

Georg Philipp Telemann - Chalumeaux und Salterio

Frühklarinette und Hackbrett


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die Salzburger Hofmusik erkundet unbekannten adaptierten Telemann.

Was Mozart die Bassettklarinette war, war Georg Philipp Telemann das Chalumeau – der Vorgänger der Klarinette, ein Instrument, das der Komponist in seiner Jugend erlernt und für das er viele Partien eingerichtet hat. Kaum ein Werk der vorliegenden CD entstand original für die hier genutzte Besetzung, doch die Gepflogenheit, Musik für andere Instrumente zu adaptieren, erfüllt Wolfgang Brunner mit seinen Musikern der Salzburger Hofmusik zu neuem Leben. Das Psalterium (Cymbal) hatte Telemann in Polen kennengelernt, das Instrument wird hier eingesetzt als Violin-Ersatz; und es ist in der Tat überraschend, welch poetischer, nicht nur virtuoser Wirkung das Instrument fähig ist – besonders wenn es so geschmackvoll eingesetzt wird wie hier.

Psalterium und Chalumeau(x) werden als solistisches Instrument und in Kammersonaten eingesetzt, auch die auf dem Cover genannten Ouvertüren sind kammermusikalischer bzw. sogar solistischer Natur (eine der beiden ist ein dreisätziges Cembalowerk). Die gesamte Produktion ist äußerst kurzweilig und bietet einen konsequent ungewohnten Blick auf Telemann, dessen Schaffen immer noch weit davon entfernt ist, in der Praxis rundum wiederbelebt zu sein.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Georg Philipp Telemann: Chalumeaux und Salterio

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
cpo
1
26.08.2016
76:13
Medium:
EAN:
BestellNr.:
CD
761203503124
555031-2

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Telemann, Georg Philipp


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Dirigent(en):Brunner, Wolfgang


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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