> > > Khachaturian, Aram: Sinfonie Nr.2
Donnerstag, 17. Januar 2019

Khachaturian, Aram - Sinfonie Nr.2

Mehr lyrisch als dramatisch


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die Interpretation von Khachaturians Zweiter Sinfonie kann mit den besten Einspielungen des Werks nicht ganz mithalten. Der Bonus wird hier das Besondere.

Gegen harte Konkurrenz tritt die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz unter Frank Beermann im Fall von Aram Khachaturians Zweiter Sinfonie e-Moll (1943/44) an. Die Interpretation kann insgesamt überraschend gut bestehen, wenn sie auch Temirkanov, Stokowski und vor allem Khachaturian selbst nicht als Referenz ablösen kann, dafür fehlt es der orchestral wohl ausgewogenen, klanglich sorgfältig erarbeiteten Lesart etwas an ‚Biss‘, ist vor allem das Finale nicht spannungsvoll genug. Die eher gediegen-elegante, durchaus tiefgründige Interpretation erlebt ihren Höhepunkt im langsamen Satz, wo die Kontrapunktik und die Linienentwicklung gleichermaßen intensiv herausgearbeitet werden.

Besonderer Bonus sind drei Konzertarien (1946), die Khachaturian für seine Frau Nina Makarova komponierte, in teilweise extrem instrumentaler Satzweise für die Singstimme; hier geht es nicht primär um Textausdeutung, hier geht es um dramatische Szenengestaltung. Die lyrische Koloratursopranistin Julia Bauer betont das Instrumentale der Komposition – die Textgestaltung tritt bei aller Sorgfalt nicht in den Vordergrund (sehr hilfreich der Textabdruck im umfangreichen Booklet, in dem die Schreibung des Komponistennamens leider nicht einheitlich ist)). Auch aufnahmetechnisch eine insgesamt rundum gelungene Produktion.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Khachaturian, Aram: Sinfonie Nr.2

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
EAN:
761203797226

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Khachaturian, Aram


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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