> > > Cellokonzerte: Werke von Hasse, Hertel und Bach
Donnerstag, 1. Oktober 2020

Cellokonzerte - Werke von Hasse, Hertel und Bach

Brillante Cello-Konzerte des Übergangs


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Im weitesten Sinne 'vorklassisch' sind diese vier Konzerte dreier deutscher Komponisten. Alexander Rudins durchgängig klangschöne, pulsierende Einspielungen vermitteln die unterschiedlichen Wege im stilistischen Wandel bis 1760.

Einer relativ späten solistisch-konzertanten Etablierung gerade der Basso-continuo-Instrumente – neben dem Cello auch des Cembalos – in den mehr als zwei Dutzend Cello-Konzerten Antonio Vivaldis und einiger Prunkstücke seiner Zeitgenossen (die man etwa in Sol Gabettas Vivaldi-Projekten kennenlernen kann) folgte ein längerer Übergang hin zu den prominenten ‚klassischen‘ Konzerten Joseph Haydns. In seiner 2016 publizierten Moskauer Aufnahme mit dem klein besetzten Kammerorchester Musica Viva koppelt Alexander Rudin zwei bekanntere Konzerte Johann Adolph Hasses und Carl Philipp Emanuel Bachs (hier Wq. 170 statt Wq. 172 bei Vogler) mit Raritäten: Die beiden auf 1755 und 1759 datierten Concerti des damaligen Schweriner Hofkomponisten Johann Wilhelm Hertel sind Ersteinspielungen und entsprechen dem Stürmisch-Drängenden, wie man es auch beim Bach-Sohn kennt. Hertels Konzerte sind ‚con spirito‘ auch in den Nebenstimmen ausgearbeitet und definitiv eine Repertoire-Bereicherung.

Sturm und Drang, gepaart mit Rokoko-Eleganz

Rudin trifft mit seinem russischen Orchester den um 1750 neuen, höchst expressiven Ton Hertels und Bachs überzeugend, wahrt aber auch eine einnehmende Eleganz und Brillanz in Tongebung und Rhetorik, der dem Vergleich etwa mit Vogler mühelos standhält. Deutlich wird das besonders in Hasses faszinierendem, von beiden Cellisten präsentierten D-Dur-Konzert, das äußerlich noch ganz dem viersätzigen Modell der barocken Sonata da chiesa nach Corellis Vorbild um 1700 folgt: In den ariosen langsamen Ein- und Überleitungssätzen überzeugen Transparenz und Klangschönheit Rudins mich sogar mehr als das agogisch freiere Spiel Voglers unter der Leitung Reinhard Goebels. In den beiden schnellen, teilweise fugierten Sätzen ist der mitreißende Schwung beider Interpretationen vergleichbar, diese neuere Chandos-Aufnahme aber aufnahmetechnisch leicht überlegen. Sehr informativer Einführungstext auch in Deutsch. Wichtiges Repertoire für Cellisten und Liebhaber der Konzerte des 18. Jahrhunderts in einer rundum begeisternden Interpretation.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Cellokonzerte: Werke von Hasse, Hertel und Bach

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Chandos
1
03.06.2016
Medium:
EAN:
CD
095115081327

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Bach, Carl Philipp Emanuel
Hasse, Johann Adolf
Hertel, Johann Wilhelm


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Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


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