> > > Schubert, Franz: Streichquartette Nr.10+13
Donnerstag, 14. Dezember 2017

Schubert, Franz - Streichquartette Nr.10+13

Erfreuliche Wiederbegegnung


Label/Verlag: Pentatone Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Eine Wiederauflage für Kenner und Liebhaber: Das Quartetto Italiano musiziert Schuberts Streichquartette Nr. 10 und 13.

Rund zehn Jahre liegen zwischen der Entstehungszeit des Streichquartettes Nr. 10 und Nr. 13 von Franz Schubert. Lange Zeit hielt man das frühe Streichquartett, das Schubert im Alter von 17 Jahren, komponierte für ein Spätwerk. Das Quartetto Italiano bemüht sich bei der Interpretation dieser beiden Werke um nüchterne Klarheit, bei gleichzeitig lyrischer Gespanntheit. Damit erreichen die Musiker so etwas wie eine quasi irreale Umsetzung. Die Transparenz, die Musikalität, die erstaunliche Gestaltungskraft und den unerhörten Farbreichtum des Quartetto Italiano hier noch einmal zu preisen, hieße Eulen nach Athen tragen. Das Quartetto Italiano gehört sicherlich zu den bedeutsamen Ensembles des letzten Jahrhunderts.

Bei dem Quartett in a-Moll ('Rosmunde') halten sich die Musiker merklich zurück, intensivierten die Detailanalyse des Klangs und lassen so zarte Linien und melodische Formungen erklingen. Der intime Charakter dieses Werkes bleibt so zunächst bei sich und kann gewissermaßen vom Zuhörer neu entdeckt werden. Die rhythmische Präzision und die sorgsame Klanggestaltung lassen gemessen an den erheblichen technischen Anforderungen, die dieses Werk an die Musiker stellt, kaum Wünsche offen. Die These, dass bei Schubert das Lyrisch-Kantable oft eine ‚heikle Sache‘ ist, hinter der Abgründe lauern, wird auf diese Weise erfahrbar: etwa die nicht aufgelösten Leittöne in der ersten Violine oder die rhythmisch heiklen Sechzehntel oder jene scheinbar so belanglose Begleitfigur in der zweiten Violine, die im Prinzip dieses Schwanken zwischen Dur und Moll in sich trägt. Hörbar über alle technischen Schwierigkeiten erhaben kann sich das Quartetto Italiano ganz der Gestaltung dieser filigranen Einzelheiten widmen und beweisen, dass man einen Nerv für die letztendlich irreale Ästhetik dieses Streichquartettes hat.

Ein faszinierendes Gespür für Dynamik, Farbschattierungen, Phrasierung sowohl in den Einzelstimmen wie auch im Mit- und Gegeneinander trägt auch die Wiedergabe des Streichquartetts Nr. 10 in Es-Dur. Die Darstellung ist ungemein bewegt, rhythmisch sehr bestimmt, kraftvoll und (ohne jeden negativen Beigeschmack) affektvoll. Die Fülle an kompositorischen Differenzierungen und klanglichen Schattierungen lässt die kompositorische Struktur einsichtig werden. Das Quartetto Italiano musiziert mit der leidenschaftlichen Erregtheit, die diesem Werk Schuberts den Grad von Heftigkeit zukommen lässt, der ihm auch gemäß ist. Die Tempi sind überzeugend und die Dynamik auch hier äußerst kontrastreich, stellenweise herb bis zur Härte. Das 'Adagio' gelingt ungemein zart und subtil. Der beigefügte Text von Franz Steiger ist informativ, die klangliche Präsentation ist für das Alter der Aufnahme, die aus dem Jahre 1976 stammt, erfreulich gut.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Schubert, Franz: Streichquartette Nr.10+13

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Pentatone Classics
1
10.06.2016
EAN:

827949023262


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Schubert, Franz


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Pentatone Classics

PentaTone wurde im Jahr 2001 von drei ehemaligen Leitenden Angestellten der Philips Classics zusammen mit Polyhymnia International (dem ehemaligen Philips Classics-Aufnahmezentrum) ins Leben gerufen.
Die Gründer von PentaTone sind überzeugt, dass der 5-Kanal Surround-Sound allmählich den heute noch gängigen Stereo-Sound ersetzen wird, vor allem weil er die Hörerfahrung immens bereichert. Die Einführung der Super Audio-CD (SA-CD) durch Sony und Philips hat es dem Hörer ermöglicht, sich den Konzertsaal direkt ins eigene Wohnzimmer zu holen. Die SA-CD hat im Vergleich zur CD eine weitaus höhere Speicherkapazität und sie kann 5-Kanal-Informationen in hoher Auflösung aufnehmen. Deshalb bietet die SA-CD einen hochwertigen Surround Sound.
Alle PentaTone-Aufnahmen erscheinen auf sog. hybriden SA-CDs, die zwei miteinander verbundene Schichten haben. Die erste enthält das normale CD-Signal, während auf der zweiten das Surround-Sound-Signal abliegt. Diese hybriden Tonträger können mit Stereo-Effekt auf jedem normalen CD-Spieler abgespielt werden. Um den Surround Sound-Effekt zu erzielen, benötigt man einen SA-CD-Spieler.
PentaTone baut seit einigen Jahren mit den hervorragenden Aufnahmen von Polyhymnia International einen neuen Klassikkatalog auf, der die berühmtesten Werke der Musikgeschichte enthält, interpretiert von absoluten Weltklasseinterpreten. So wurden Symphonie-Zyklen von Beethoven, Bruckner, Schostakowitsch und Schumann begonnen. Ein Brahms-Zyklus mit Marek Janowski am Pult des Pittsburgh Symphony Orchestra ist bereits erschienen. Sämtliche Werke für Violine und Orchester von Mozart wurden mit Julia Fischer aufgenommen, dem "Gramophone Artist of the Year 2007". In seiner kurzen Geschichte hat PentaTone bereits zahlreiche renommierte Preise gewonnen, darunter einen Grammy, einen Gramophone Award, einen Preis der deutschen Schallplattenkritik, zwei Echos, zwei Diapason d'Ors de l'année und einen CHOC de l'année.
Neben den Neuaufnahmen veröffentlicht PentaTone auch historische Surround Sound-Aufnahmen auf SA-CD. Dafür hat PentaTone sämtliche, zwischen 1970 und 1980 von Philips Classics im Quadrophonie-Verfahren entstandenen Aufnahmen für die Herausgabe auf SA-CD lizenziert. Auf diesen Einspielungen sind die legendären Philips Classics-Künstler jener Epoche zu hören. Mit dem heutigen SA-CD-System kommen diese spektakulären und hochwertigen 4-Kanal-Aufnahmen so zur Geltung, wie man es ursprünglich geplant hatte. Die Serie trägt den Titel "RQR" (Remastered Quadrophonic Recordings).


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