> > > Beethoven, Ludwig van: Sinfonie Nr. 9
Samstag, 18. August 2018

Beethoven, Ludwig van - Sinfonie Nr. 9

Sei umschlungen, Hörer!


Label/Verlag: Tacet
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Beethovens Neunte im sogenannten 'Real Surround Sound'-Verfahren: eine spannende, klangbildlich reizvolle Alternative.

Wer wissen möchte, wie es sich anhört, mitten im Orchester zu sitzen, erhält mit dieser SACD-Hybrid-Aufnahme von Beethovens Neunter Sinfonie mit der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot unter Wojciech Rajski eine faszinierende Gelegenheit dazu. Dank dem ‚Real Surround Sound‘-Verfahren, das klingende Markenzeichen des Labels Tacet, wird der Hörer im 5.1.-Modus ins Zentrum eines Kreises versetzt, dessen ‚Einzelschichten‘ die Instrumentengruppen bilden. Um den spannungsvollen, historisch informierten Orchesterklang voll wahrnehmen zu können, muss der Hörer somit in der Mitte dieser Lautsprecheranordnung Platz nehmen, die der 5.1.-Anordnung im Grunde aber bereits entspricht. Auf diese Weise hört er dann unter anderem die Streicher von hinten (!), die Holzbläser, auf der traditionellen ‚Orchesterbühne‘ verortet, von vorne, und die Blechbläser von links und rechts. Der Chor hingegen umgibt als äußerste Klangschicht das Orchester als Halbkreis, während des Gesangssolistenquartett beglückend klar aus dem Center-Lautsprecher dringt. Was zunächst seltsam klingt, erweist sich nach kurzer Eingewöhnung als faszinierend und quasi immersiv. Dies zumal im Finale auch die Große Trommel immens plastisch ausgegeben wird. Das Wiedergabeverfahren bzw. die Aufnahmetechnik mag zwar höchst künstlich sein, der direkte Höreindruck könnte – nach kurzer Eingewöhnungsphase – kaum natürlicher wirken.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Beethoven, Ludwig van: Sinfonie Nr. 9

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Tacet
1
16.05.2016
EAN:
4009850021940

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Beethoven, Ludwig van


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Tacet

Das Wort TACET kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "er/sie/es schweigt". Es steht in den Noten, wenn ein Musiker für ein ganzes Stück nichts zu spielen hat. In einem solchen Fall steht in den Noten "TACET". Ein paradoxer Name für eine Plattenfirma?

Der Produzent des Labels, Andreas Spreer, liebt das Paradox. Im April 1989 gründete der Diplom-Tonmeister die Musikfirma TACET in Stuttgart/Germany. Seither produziert TACET Musik für höchste Ansprüche auf den verschiedensten Tonträgern (CD, LP, SACD, DVD-Audio, Blu-ray). Von Beginn an erhielten die Aufnahmen herausragende Rezensionen und höchste Auszeichnungen (u. a. mehrere Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik, Cannes Classical Award, Echo, Diapason d'or, Grammy-Nominierung und viele mehr; stöbern Sie ein wenig in den Kritiken auf den Produktseiten), aber was noch wichtiger ist, sie erfreuen sich größter Beliebtheit beim Publikum. Dabei ist noch kein Ende abzusehen: Die Zahl der TACET-Fans wächst immer weiter. Woher kommt dieser langandauernde große Erfolg?

Vielleicht liegt es daran: TACET arbeitet konsequent an der Synthese von zwei Ebenen, die häufig als sehr unterschiedlich oder sogar gegensätzlich angesehen werden: dem musikalischen Gehalt und der aufnahmetechnischen Qualität.

Als Begriff, der sowohl die musikalischen als auch die aufnahmetechnischen Vorzüge der TACET-Aufnahmen umfasst, bietet sich das Wort "Klang" an. Klang entsteht in einem Instrument, der Musiker bringt ihn daraus hervor, doch ob gewollt oder nicht - die nachfolgenden Apparaturen und Personen beeinflussen den Klang auch. Wenn alle Beteiligten, Musiker, Instrumente, Raum, Aufnahmegeräte und "Tonbearbeiter" gut zusammenpassen bzw. zusammenarbeiten, wächst in der Mitte zwischen ihnen wie von selbst etwas Neues empor, das dem Wesen einer Kompositon sehr nahe kommt. Davon handelt unser Slogan "Der TACET-Klang - sinnlich und subtil".

"This is one of the best sounding records you'll ever hear" schrieb das US-Magazin "Fanfare" über die TACET-LP L207 "oreloB". György Ligeti äußerte über die Kunst der Fuge "... doch wenn ich nur ein Werk auf die "einsame Insel" mitnehmen darf, so wähle ich Koroliovs Bach, denn diese Platte würde ich, einsam verhungernd und verdurstend, doch bis zum letzten Atemzug immer wieder hören.". "Entscheidend aber ist die Gemeinsamkeit des Geistes. Die Auryn-Leute beseelt die gleiche Kunstgesinnung..." (Rheinische Post). Stöbern Sie ein wenig in den Kritiken auf den Produktseiten oder noch besser hören Sie sich TACET-Aufnahmen an und überprüfen, was die Kritiker schreiben.

Bei uns darf Musik all das anrühren und ausdrücken, was das Leben ausmacht. Sie erlaubt dem Hörer Gefühle zu empfinden, ohne sentimental zu werden. Sie kann witzig sein und zum Lachen bringen. Sie kann auf ehrliche Weise "romantisch" sein, ohne den Hörer in einen Kaufhausmief von Wohlfühlklängen zu versenken. Sie darf in unendlichen Variationen geistreich sein. Sie darf zum Denken und zum Erkennen anregen, ohne musikalische Vorbildung zu erfordern. Sie darf effektvoll sein und um die Ohren fliegen, wenn es dem Wesen der Werke entspricht. Sie kann Revolutionen im Kopf auslösen, ohne ein einziges Wort. Sie kann widersprechen und korrigieren. Musik kann Verzweiflung wecken, aber auch trösten. Und und und. Die vollständige Liste wäre endlos.

Der TACET-Inhaber und -Gründer Andreas Spreer erhielt u. a. die Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik.


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