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Mittwoch, 8. Juli 2020

Dohnanyi, Ernst von - Klavierwerke

Über fünf Jahrzehnte


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Daniel Röhm dient Dohnányis Klavierschaffen technisch perfekt, musikalisch aber zu zurückhaltend.

Daniel Röhms Auswahl aus Ernst von Dohnányis (1877-1960) Klavierschaffen umfasst einen weiten Schaffensraum, von der frühen 'Passacaglia' Es-Dur op. 6 (1899) bis zu den 'Drei Stücken' op. 44 von 1951. Röhm verfügt über große pianistische Differenziertheit, die jedoch ein wenig zu Lasten der vertieften Durchdringung der Materie geht. Vergleicht man seine Darbietung der Rhapsodie fis-Moll op. 11 Nr. 2 mit jener von Dohnányi selbst, so mangelt es Röhm im Verhältnis an ‚Urgewalt‘, an emotionaler Involviertheit. Das ist alles sauber exekutiert, doch man wünscht sich noch mehr Mut zum Risiko.

Bei der Rhapsodie C-Dur op. 11 Nr. 3 ist im Vergleich zu dem Konzertmitschnitt Annie Fischers Röhms Spiel technisch ausgefeilter, aber eben auch ohne die Exuberanz des Live-Erlebnisses. Überzeugender gelingen Röhm hingegen die 'Drei Stücke', auch überzeugender als Dohnányis eigene Einspielung der ersten der beiden Stücke, die einige technische Einschränkungen des alten Herrn spiegeln. Doch auch hier überwiegt die spieltechnische Virtuosität vor der Durchdringung der Materie.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Dohnanyi, Ernst von: Klavierwerke

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203797028

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Dohnányi, Ernst von


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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